Wie du eine einfache Website für dein Business als Texter:in baust

Wordpress-Website-Scrabble

Schon Bill Gates hat gesagt:

»Das Internet ist wie eine Welle:
Entweder man lernt, auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter.«

Ok, ok, dass also eine Website als Texter:in die heutige Visitenkarte eines Unternehmens ist, haben wir alle verstanden.

Gott sei Dank hat aber auch Tim Berners-Lee noch hinzugefügt, dass das Web mehr eine soziale als eine technische Erfindung sei. Puh.

Na gut, dann wissen wir schon mal das WAS und das WARUM.

Fehlt nur noch das WIE, richtig?

Und deswegen will ich mich heute um die „technische“ Seite eurer digitalen Visitenkarte kümmern.

Um danach übrigens die Inhalte für diese Website bzw. Landingpage zusammenzustellen, kann ich dir diesen Blogartikel einer meiner Lieblings-Marketing-Blogs Chimpify empfehlen.
Sehr geil zu lesen übrigens. 😉

Jetzt geht’s aber erst einmal um das ganze Drumherum und wie du überhaupt anfängst.

Lass dich schon einmal vorwarnen:
Ohne Fachbegriffe geht’s leider nicht.
Da dir diese Wörter aber immer wieder begegnen werden, ist deren Einprägung zumindest nicht für die Katz‘.

Plus ein kurzer Disclaimer:
Abgesehen von den ganzen neuen Fachbegriffen, die jetzt vielleicht auf dich einprasseln werden:
Um meine Schritt-für-Schritt-Anleitung effizient und vor allem erfolgreich umsetzen zu können, ist etwas an technischem Verständnis nötig.
Jemand, der sonst nicht wirklich mit Computern was am Hut hat, sollte sich dafür definitiv professionelle Unterstützung holen oder das Ganze über einen Komplettservice (Website-Builder) wie z. B. Wix erstellen oder zumindest den Provider für die Installation des CMS beauftragen, (geht bei vielen über Mausklick).
Und: Natürlich kann dieser Artikel nicht dem Anspruch einer ganzheitlichen Darstellung à la „Wie baue ich mir eine Website“ genügen, aber in jedem Fall soll er einen ersten Überblick schaffen und kann auch hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Was dich in diesem Artikel erwartet:

 

 

 

1. Suche nach einer passenden Domain

Zuallererst musst du wissen, dass deine Domain als deine Adresse im Web fungiert und von daher leicht zu finden sein sollte.

Vergleiche sie mit dem Standort eines Geschäfts: Kunden würden es in Bestlage in der Innenstadt mit guter Anbindung eher aufsuchen als in einem versteckten Hinterhof mitten in der Pampa.

Dafür kann auch der Name deiner Domain hilfreich sein:
Etwas Persönliches, leicht zu Merkendes oder eine mit der Dienstleistung assoziierte Brand wird viel eher geklickt als ein Name, der nichtssagend oder kompliziert ist.
Gute Beispiele hierfür sind z. B. sandraholze.com, chimpify.de oder makler-mit-cap.de, (übrigens eine Adresse, die sich mein Versicherungsmakler zulegen sollte, da er mittlerweile als „Makler mit Cap“ bekannt ist. 😉 ).

Natürlich sind mittlerweile sehr viele Adressen bereits besetzt bzw. verkauft, aber du kannst auf Provider-Sites, wie z. B. von Domainfactory testen, was noch frei wäre.
Es werden bei einer Suche auch gleich Alternativvorschläge gegeben. Einfach mal ausprobieren!

Zur Sache mit der Top-Level-Domain, d. h. die Endung nach deinem Wunschnamen:
Früher hatten tatsächlich bestimmte TLDs eine positivere und manche eine negativere Reputation.
Aus SEO-Sicht hat das heute, außer in Bezug auf das Zielland und deine Zielgruppe, keine Bedeutung mehr.
Wenn du dich also z. B. an den deutschen Markt wendest, solltest du die Endung .de bevorzugen.
Wenn du auf der künstlerischen Schiene unterwegs bist, kannst du auch eine Endung nehmen, die mit deinem Wunschnamen zusammen besonders harmoniert, wie z. B. deineband.rocks. 😉

In jedem Fall musst du diese Domain bei einem Provider kaufen und jährlich dafür bezahlen, was allerdings (je nach TLD) nur zwischen ca. 12–60 Euro ausmacht.

2. Suche nach einem passenden Hosting-Provider und Datenpaket

Stichwort Provider:
Ich würde dir empfehlen, der Einfachheit halber beim gleichen Provider die Domain zusammen mit dem nötigen Hosting-Paket zu kaufen.
Dann hast du nur einen Ansprechpartner für alles Technische rund um deine Website als Texter:in.
Meine Empfehlung für den deutschen Markt ist Domainfactory (aus eigener positiver Erfahrung) und auch Raidboxes.

Was du bei der Provider-Wahl beachten solltest:

  • Achte auf die Nähe der Server an deinem Zielmarkt, d. h. die Server des Providers sollten in der Nähe deiner Zielgruppe liegen. (Also z. B. nicht in Singapur, wenn du deutsche Kunden ansprechen willst.)
  • Falls du dich technisch nicht wirklich auskennst, wähle stets einen Managed Server (= Standard).
  • Der Provider sollte das CMS deiner Wahl (wie z. B. WordPress) unterstützen, d. h. der Provider muss eine für das CMS passende PHP-Version und SQL-Datenbank zur Verfügung stellen sowie für z. B. WordPress über Nginx oder Apache (= Software des Servers) mit mod_rewrite-Modul laufen.
    Da WordPress jedoch so verbreitet ist, bieten dies die meisten Hoster mittlerweile an und du musst nur noch auf die Kompatibilität mit WordPress achten.
  • Ein SSL-Zertifikat (zur sicheren Identifizierung der Website) sollte inkludiert sein.

Du bekommst diese Hosting-Pakete schon ab 5 Euro pro Monat, wobei der im kleinsten Paket inkludierte Umfang (wie z. B. Speicherplatz) für den Anfang (vor allem für nur eine Landingpage) genügen sollte.

Übrigens: Bei einem solchen Hosting-Paket ist auch immer eine eigene E-Mail-Adresse dabei, die deinen Domainnamen nach dem „@“ führt.
Schluss mit unprofessionell wirkenden E-Mail-Adressen à la meinebrand@gmx.de. 😉

3. Wenn WordPress, .com oder .org?

Wie du vielleicht schon weißt, gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, das CMS WordPress zu nutzen.

Entweder über .com – komplett über WordPress verwaltet – oder über .org – selbst gehostet und mit voller Eigenkontrolle.

Nun, Letzteres hört sich nicht nur besser an, sondern kommt auch mit sehr vielen Vorteilen, die jemanden mit professionellem Anspruch und nicht nur Hobbyblogger-Ambitionen davon überzeugen sollten.

Da ich wirklich jedem, der sein Ziel mit diesem Anspruch verfolgen will, .org ans Herz lege, will ich hier ausschließlich die Vorteile von .org (im Vergleich zu .com) sowie die eventuellen Herausforderungen, (die ich jedoch nicht als Nachteile sehe), nennen.

Vorteile .org:

  • Die Saas (Software as a Service – Nutzung der Software online ohne lokale Installation) ist in ihrem vollen Umfang kostenlos.
  • Du bist im Besitz all deiner Daten und hast auch die komplette Kontrolle darüber – WordPress hat also nicht die Möglichkeit, deine Website aus eigenem Ermessen zu löschen.
  • Du bist in der Wahl von Themes und Plugins völlig frei.
  • Du kannst Google Analytics, Adds und sogar Verkaufsshops einbinden.
  • Vor allem mit einer eigenen Website- und E-Mail-Adresse, die für eine professionelle Lösung nicht „wordpress“ im Namen führen sollte, ist der Preis sogar mit dem kleinsten Paket von .com fast identisch.

Potenzielle Herausforderungen bei .org:

  • Du musst dich erst etwas einlesen, um die technischen Hintergründe zu verstehen.
  • Du musst dich selbst um eine Domain und einen Hoster kümmern.
  • Im Vergleich zur Gratis-Variante von .com hast du Kosten.
  • Du bist für Aktualisierungen, Backups etc. selbst verantwortlich.

4. Installation und erste Einstellungen

Falls du dich nun, wie ich hoffe, für die selbst gehostete Variante deiner Website als Texter:in auf .org entschieden hast, kannst du eigentlich gleich loslegen!

Für die Installation der Software auf deinem Webserver kannst du entweder eines von zahlreichen Online-Tutorials schauen oder es auch einfach über deinen Webhoster mit einer One-Klick-Installation erledigen lassen.
Infos zu Einstellungen für deine E-Mail-Adresse findest du ebenfalls bei deinem Provider.

Sobald alles installiert ist, klick dich erst einmal durch die Benutzeroberfläche.

Was du unbedingt unter „Einstellungen/Allgemein“ voreinstellen solltest:

  • Titel (und Untertitel) deiner Website
  • deine Zeitzone, das Datums- und Uhrzeitformat, die Sprache
  • Permalinks auf „Beitragsname“
  • Sichtbarkeit für Suchmaschinen (= Indexierung) aktivieren
  • überlege, ob du Kommentare auf deiner Site erlauben möchtest
  • lösche den Beispiel-/Demo-Content (Beiträge, Seiten, Medien, Plugins)

5. Auswahl eines passenden Themes und nötiger Plugins

Ein Theme ist wie eine Design-Vorlage, wie deine Website als Texter:in grob aussehen könnte.

Themes unterscheiden sich in Bezug auf verfügbare Seitenlayouts, Widgets (Seiten-Teilbereiche) und Einstellmöglichkeiten.
(Eine Website basiert übrigens stets auf zugrunde liegendem Code, der unbedingt korrekt sein sollte – sie ist grundsätzlich kein „Bild“, auf dem nach Belieben „gezeichnet“ werden kann.)

Natürlich kannst du ein kostenloses Theme verwenden, bist aber in der Gestaltung und Erweiterung von Inhalten relativ eingeschränkt.

Ich empfehle dir, dich in Bezug auf deine Bedürfnisse und deine Branche z. B. auf Themeforest von envatomarket umzuschauen und dahingehend ein passendes Theme auszuwählen.

Wichtige Dinge, die du bei deiner Themeauswahl berücksichtigen solltest:

  • Finde über Bewertungen oder Empfehlungen die Aktualität, technische Sauberkeit und intuitive Anwendung heraus.
  • Achte auf eine verständliche Dokumentation und guten Support.
  • Wähle kein sogenanntes Multi-Purpose-Theme, das mit Funktionen komplett überladen ist, die du gar nicht alle brauchst, sondern entscheide in Bezug auf deine Bedürfnisse und deine Branche. (Z. B. braucht ein Schmuckdesigner ganz andere Bestandteile auf einer Website als ein Fotograf.)
  • Achte auf eine ordentliche Responsivität für mobile Geräte.

Plugins sind kleine Programme, die du in deinem CMS zusätzlich installieren kannst, falls die gewünschte Funktion nicht bereits in deinem Theme enthalten ist.

Überfrachte deine Website jedoch nicht mit zu vielen Plugins, da sie die Seitenladegeschwindigkeit beeinflussen – ein guter Richtwert liegt bei 10.

Gute und sinnvolle Plugins sind meiner Meinung nach z. B. Autoptimize, Broken Link Checker, UpdraftPlus und Yoast SEO, (Begriffe einfach unter dem Menüpunkt „Plugins“ suchen und kostenlos installieren).

6. Warum ein Pagebuilder dir sehr viel Arbeit ersparen kann

Ein Pagebuilder ist sozusagen ein unterstützender Website-Baukasten bzw. ein relativ umfangreiches Plugin, das dir in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten deiner Website sehr viel abnimmt.

Viele Pagebuilder kommen mit einer Art Plug-and-Play-Funktionen und Klick-Einstellungen, wodurch du alles intuitiv bedienen kannst.

Meine persönliche Empfehlung ist übrigens Elementor (Pro)* in Kombination mit dem GeneratePress-Theme.

Besonders wenn du (noch) nicht so viel Ahnung von CSS oder gar JavaScript hast, wird dir die Nutzung eines Pagebuilders sehr viel Zeit und Nerven ersparen.

Achte jedoch (wie bei einem Theme) darauf, dass der Pagebuilder nicht komplett überfrachtet ist, sondern auf Effizienz setzt.

7. Feintuning

Nachdem du nun die Basis bzw. das Grundgerüst deiner Website als Texter:in nach deinem eigenen Corporate Design festgelegt hast, geht es ans Feintuning.

  • Lege eine Menüstruktur und gewünschte Navigation fest.
  • Erstelle die einzelnen Seiten, die du haben möchtest, wie z. B. eine Impressum-, Datenschutz-, AGB- und Kontakt-Seite.
  • Falls du ebenfalls eine Blog-Seite inkludieren willst, erstelle einzelne Beiträge.

Bei allen textlichen Inhalten sollte natürlich auch die Lesbarkeit für den Leser und für Suchmaschinen berücksichtigt werden. (Stichwort: semantische Textstrukturierung und Flesch-Index)
Hierbei kann dir bereits während der Erstellung das Plugin Yoast SEO gute Dienste leisten und hier findest du noch weitere Informationen speziell zur Erstellung von Blogposts.

Du kannst dies alles natürlich auch einem Profi (wie z. B. meiner Textagentur) überlassen oder selbst Hand anlegen und von mir persönlich ein erstes Check-up deiner Präsenz als Texter:in anfordern.

Ich hoffe, dir mit diesem kurzen Überblick eine erste Hilfe gegeben zu haben, um mit deiner Website als Texter:in starten zu können – und zwar ohne an der Technik komplett zu verzweifeln.
Das Ganze wird nicht innerhalb von ein paar Stunden über die Bühne gehen werden, aber du hast ja immer noch die Möglichkeit, einen Profi mit dem Aufsetzen und der Gestaltung deiner Website als Texter:in zu beauftragen.

* Affiliate-Link (keine Mehrkosten für dich)

Ortsunabhängig arbeiten – Klischee vs. Realität von Freelancern

Ortsunabhängig arbeiten: Freelancerin Sandra in Hängematte

Sommer, Sonne, Kokosnuss – mit dem Laptop in der Hängematte, das türkisfarbene Meer im Blick.
Und gleichzeitig das Konto füttern.

Willkommen im Leben des ortsunabhängig arbeitenden Digitalen Nomaden.

Schön, oder? Ist es auch.
Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Ich würde trotzdem gern vorschlagen, dieses traumhafte Bild um ein paar realitätsgetreue Informationen zu erweitern.

Der Strand-Traum mit Hindernissen

Zuallererst die Hängematte …

Ohne sportlichen Ehrgeiz ist es so gut wie unmöglich, in einer Hängematte zu arbeiten. Das Ding ahmt bei der kleinsten Bewegung Kontinentalverschiebungen nach.
Ich habe zwar schon ein paar Leute mit einem Gleichgewichtssinn aus Stahl gesehen, die das nicht stört. Ich hingegen konnte nie fokussiert in einer Hängematte arbeiten.

Dann der Strand …

Am Strand zu arbeiten, kann zuweilen auch sehr herausfordernd sein. Da wäre der Sand, der bei der ersten kleinen Windböe deinen Laptop bestäubt und dein Display zum Kratzbaum für die winzigen Körner umfunktioniert.
Erschwerend kommt (zumindest für die hellen Hauttypen) der Faktor Sonnencreme hinzu. Die verteilt sich in der Regel nach spätestens fünf Minuten Arbeit auf der gesamten Tastatur. Egal, wie lange sie vorher auf der Haut eingezogen ist — komischerweise. Meine Tastatur sah oft so ölig aus, als wollte ich gleich ein Steak auf ihr anbraten.
Ganz zu schweigen von der Sonne an sich. Die ist an vielen Traumdestinationen oft so hell, dass man kaum etwas auf dem Bildschirm erkennen kann.

Du siehst, es fängt schon bei den wirklich kleinen Dingen an.

Um das pittoreske Klischee-Bild des Digitalen Nomaden nachzuahmen, benötigt man also schon ein gewisses Schatten-, Sitz-, und Ortsmanagement.
Zu guter Letzt muss sich auch erst einmal ein Strand finden lassen, an dem man wirklich Ruhe hat. Keine Verkäufer einem ständig etwas andrehen möchten. Und keine Touristen mit Bose-Box im Anschlag lautstarke Völkerwanderungen unternehmen …

Die schöne, aber manchmal auch unbequeme Realität

Ortsunabhängiges Arbeiten – ob nun am Strand oder nicht – bedeutet für viele
kein eintöniger Alltag,
Freiheit,
die schönsten Orte der Welt
und Glück ohne Ende.

In aller Linie bedeutet ortsunabhängiges Arbeiten erst einmal:
ein Maximum an Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
Gern auch mal vor dem Hintergrund der Zeitverschiebung. Auf Fidschi und in Neuseeland habe ich nicht selten nachts um zwei Uhr Gespräche mit Kunden aus Deutschland geführt.

Gleichzeitig ist es unumgänglich, dass man Strategien entwickelt, um auch wirklich zu arbeiten und sich nicht von dem Urlaubs-Vibe anstecken zu lassen. Der schwirrt so gut wie immer um einen herum. Ich habe viele Touristen mit dem großen Talent getroffen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen:
»Jetzt komm doch mit. Morgen kannst du immer noch arbeiten und diese fabelhafte Tagestour wird es wert sein!«, hieß es viel zu oft.

Die Verlockung, heute mal nicht zu arbeiten, ist wirklich überall.
Und ja, irgendwie tut es auch kurz etwas weh, wenn man den anderen bei ihrem Aufbruch zum Abenteuer nur hinterherwinkt. Und stattdessen nur eine Excel-Tabelle auf einen wartet.

Bekommt man diesen Spagat jedoch geregelt, ist die Freizeit umso schöner.
Nichts entspannt mehr, als sich nach einem langen Arbeitstag (oder auch gerne mal in der Pause) schnell aufs Surfbrett zu stellen, tauchen zu gehen oder die schöne Gegend mit einem kleinen Spaziergang zu erkunden.
Das ist dann wirklich dieses sagenumwobene Freiheitsgefühl, das einen mit Lebendigkeit flutet.
Das macht das Leben des Digitalen Nomaden wirklich so besonders.

Anderes Arbeiten und anderes Sozialleben – alles ortsunabhängig?

Nur weil man nicht zwangsweise nach klassischen „9 to 5“-Maßstäben arbeitet, arbeitet man jedoch noch lange nicht weniger. Im Gegenteil.
Schließlich müssen auch noch Dinge wie Schlafplatz, Visa, Reiserouten etc. immer wieder neu angepasst werden. Selbst wenn man nicht ständig unterwegs ist.

Ich habe sowieso nur wenige Digitalen Nomaden getroffen, die wirklich jede Woche ihren Arbeitsplatz verlagern und weiterziehen.
In der Regel mag der Nomade auch das angedeutete Gefühl von Beständigkeit. Und eine zumindest einigermaßen vertraute Umgebung.
Schließlich ist die wirklich vertraute Umgebung viele tausend Kilometer weit entfernt. Kontakt mit Freunden und Familie findet oft nur digital bei Skype und WhatsApp statt.

Wer ein gewisses Grundrauschen an Veränderungen im sozialen Leben nicht mag, wird es als Digitaler Nomade wahrscheinlich schwer haben. Insofern man keinen festen (Arbeits-)Partner an seiner Seite hat, zumindest.

Nicht selten hatte ich mich in einem Coworking-Space endlich an alle gewöhnt und es hatte sich auch eine Art Alltag etabliert, da verließen die liebsten Kollegen schon wieder den Platz. Neue Freunde zu suchen, gehört ebenso dazu.

Dafür hat man im Prinzip jeden Tag die Chance, unfassbar freundliche, offene und hochgradig inspirierende Leute kennenzulernen.
Der Austausch mit diesen ist oft einmalig.
Vielleicht sind viele Begegnungen nicht sehr lang. Dafür können sie auch sehr viel intensiver sein, wenn der Zeitfaktor ständig über der Interaktion mitschwebt.

Klischees und Vorurteile des ortsunabhängigen Lifestyles

Digitaler Nomade ist kein Beruf.
Es handelt sich um eine Art zu arbeiten.
Ein Digitaler Nomade kann Programmierer, Blogger, Lektor, Trader, Sales Manager oder YouTuber sein. Die Liste lässt sich fast ewig fortführen.
Manche arbeiten in einer Festanstellung, als Freelancer oder auch als selbstständige Unternehmer.
Was sie alle neben der Selbstdisziplin vereint, ist wahrscheinlich die Neugierde auf Neues und die Abenteuerlust.

Wenn DU übrigens wie ich aus dem Schreibbereich kommst und dich genauso wie ich als Freelancer im Schreibservice (ortsunabhängig) selbstständig machen willst, wäre der etwas andere Weg von Mentorin Sandra vielleicht etwas für dich!

Du siehst also:
Realität und Klischee hängen zwar miteinander zusammen. Oft muss man jedoch genauer hinsehen, um wirklich einen guten Einblick zu bekommen.

Ich persönlich würde allerdings nicht mehr auf das ortsunabhängige Arbeiten verzichten wollen.
Dafür muss man schließlich auch nicht unbedingt weit in die Weltgeschichte hinaus.
Aber ich könnte jederzeit – wenn ich will.

Wenn du noch mehr über die tatsächliche Realität von ortsunabhängigen Freelancern erfahren und dich vielleicht auch selbst zu Wort melden willst, dann schau in unserer kleinen, aber feinen Facebook-Gruppe vorbei.

Gemeinsam macht alles einfach viel mehr Spaß!

6 Tipps, wie du als Texter:in deine Zeit im Homeoffice erfolgreich nutzt

Homeoffice

Hallo, Homeoffice als Texter:in!

Wie du es schaffst, auch allein – ohne motivierende Sitznachbarn oder inspirierende Gespräche in der Kaffeepause – produktiv zu sein, erfährst du hier.

Studien haben ergeben, dass viele Menschen im Homeoffice effektiver arbeiten.
Man ist in den eigenen vier Wänden, kann sich frei bewegen und sich in jeder Pause eine kleine Beschäftigung zur Erholung suchen.

Die besten Voraussetzungen für frohes Schaffen, oder?

Es klingt erst einmal ideal, ist aber in der Umsetzung nicht ganz so einfach.
Denn zum einen braucht man dafür eine passende Tätigkeit (z. B. mögliche Arbeit am eigenen PC), und zum anderen die richtigen Rahmenbedingungen, um die wir uns jetzt kümmern wollen:

1. Ein schönes Homeoffice als Texter:in: Gute Gefühle, gute Ideen

Diese außergewöhnliche Zeit der Arbeit von zu Hause ist für viele zwar ungewohnt, beinhaltet aber sehr viel Potenzial.

Zum Beispiel kannst du jetzt endlich all die Möbel und Dekoartikel in deinem Arbeitszimmer arrangieren, die schon so lange im Regal auf ihren Einsatz gewartet haben.

Mache dein Homeoffice zu einer Inspirationsquelle. Immerhin verbringst du hier die meisten Stunden deines Tages.
Besonders wichtig ist, dass dein Homeoffice individuell und arbeitsfördernd gestaltet ist. Dieser Ort soll dich motivieren und dazu einladen, jeden Tag gern hierherzukommen.

Ideen für dein Homeoffice als Texter:in

  • ein paar Pflanzen für gutes Raumklima und einen Spritzer Grün
  • ein angenehmer, am besten ergonomischer Bürostuhl, der deinem Rücken guttut
  • Ordnung (dafür z. B. alte Papiere aussortieren, Stauraum optimal nutzen)
  • Verbannung von allem, was dich von der Arbeit ablenkt (z. B. Fernseher, Bücher)
  • die richtige Menge an Tageslicht (dafür z. B. Gardinen wechseln/waschen/entfernen)
  • weitere Lichtquellen, wenn es kein Fenster gibt (z. B. mit Stehlampen oder indirektem Licht)
  • schöne Deko zum Personifizieren (z. B. Poster, Fotos, motivierende Sprüche)
  • Aromatherapie-Brenner mit ätherischen Ölen, Duftkerzen oder ein Automat für Raumduft
  • ein Hauch Gemütlichkeit (nicht zu bequem, versteht sich) mit z. B. einem Kissen oder einer Decke für deinen Stuhl

2. Das eigene Können erweitern

Egal wie viel Erfahrung du schon hast, man lernt für gewöhnlich nie aus.

Eine Erweiterung deiner Skills ist nicht nur ein sinnvoller Zeitvertreib, sondern ermöglicht dir auch eine Anpassung an die aktuelle Nachfrage auf dem veränderten Markt.

Inwiefern kannst du deine Dienstleistungspalette daran anpassen?

Dabei geht es nicht nur um ein Erweitern, sondern auch um ein Streichen von Leistungen.
Wenn du nämlich genau das anbietest, was am meisten gefragt ist bzw. was auch zu deiner Passion und deinen Skills passt, wirst du dir keine Sorgen um fehlende Aufträge machen müssen.

Ideen, um deine Skills autodidaktisch zu erweitern

  • Online-Kurse (z. B. über MasterClass, Udemy oder spezialisierte Kurse für deinen Bereich wie bspw. im Erfolgsbranding-Universum)
  • Hörbücher (evtl. mit Übungsheften)
  • Videos, Talks oder Webinare auf YouTube oder TED, die dir Mehrwert liefern
  • Workshops (z. B. von Coaches, direkt über deren Websites wie bspw. hier oder auch per Instagram-Live/IGTV)
  • Podcasts von Experten deiner Nische
  • Mindfulness-Trainings, Meditation oder Yoga für dein persönliches mentales Krisen-Management

3. Am Ball bleiben und Weichen stellen

Bleibe als Texter:in auch im Homeoffice stets am Ball, selbst wenn die Welt gerade auf dem Kopf zu stehen scheint.

Schwierige Zeiten sind für uns alle eine Herausforderung. Sie laden uns dazu ein, sie nicht nur so gut wie möglich zu überstehen, sondern vor allem die Weichen für die Zeit danach zu stellen.

Alle Zeit und Energie, die du jetzt investierst, ist dies fraglos wert.
Dazu gehört auch das Erledigen von Aufgaben, die du bisher aufgeschoben hast. Hierzu zählen Dinge wie Buchhaltung und Rechnungen.
(Traue dich z. B. auch, Kunden eine Zwischenrechnung für bereits erbrachte Leistungen zu stellen, falls der Auftrag als Ganzes momentan nicht fertiggestellt werden kann.)

4. Außendarstellung: Dein Marketing optimieren

So, wie du dich auf deinem Online-Auftritt darstellst, wirst du von potenziellen Kunden wahrgenommen.
Oft entscheiden die ersten Sekunden darüber, ob dich jemand anheuert oder nicht.

Gerade jetzt ist eine sehr gute Zeit, um an deiner Außendarstellung und Marketingstrategie zu arbeiten.

Du hast noch gar keine? Dann aber nichts wie los.

Wie du dich verkaufst, ist ausschlaggebend für deinen beruflichen Erfolg. Nutze die vielen Gelegenheiten, die uns die digitale Welt für mehr Reichweite bietet.

So kannst du deine Außendarstellung überarbeiten und erweitern

  • mache dich für den Markt sichtbar (z. B. Profile auf Twitter, LinkedIn, Xing oder die Klassiker Facebook und Instagram – Auswahl anhand deiner Zielgruppe)
  • überarbeite/erstelle eine eigene Website mit einem klaren Profil gemäß deinem Personal-Branding, deiner Positionierung & Spezialisierung und aussagekräftigen Arbeitsproben (lernst du übrigens auch bei Erfolgsbranding)
  • überarbeite deine Darstellung in den sozialen Medien – (sind die Angaben noch aktuell?)
  • bringe deinen Lebenslauf auf Vordermann, indem du deine neuen Erfahrungen ergänzt
  • arbeite an deinem Portfolio

5. Mache eine aktuelle Bestandsaufnahme

Auch wenn es scheint, als würde momentan die ganze Welt den Atem anhalten.
Als würden alle Zahnräder, die sich sonst so fleißig und schonungslos drehen, plötzlich stillstehen.

Das ist nicht unbedingt schlecht.
Nutze diese „Ruhe“, solange sie anhält.

Denn wer weiß, wann du wieder so eine Gelegenheit haben wirst, um tief Luft zu holen und einen klaren Kopf vom sonst so hektischen Arbeitsalltag zu bekommen.

Jetzt ist also immer der perfekte Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme:

Was hast du bisher schon alles erreicht?
Was läuft gut?

Hänge in deinem Homeoffice eine Liste mit all deinen beruflichen Errungenschaften auf, auf die du stolz bist. Das gibt dir ein wunderbares Erfolgsgefühl.

Anschließend kannst du deine zukünftigen Aktivitäten auf das ausrichten, was du noch erreichen willst.

Gegebenenfalls kannst du nun auch den Kurs, den du bisher gefahren bist, anpassen. Werde dir darüber klar, was du beruflich wirklich willst und was für dich am besten funktioniert.

6. Zukunftsperspektive: Deine Ziele im Blick behalten

In unserem hektischen Alltag bleibt meist wenig bis keine Zeit zum Reflektieren.

Stelle dir nun die Frage, wo du persönlich und beruflich hin möchtest.
Kein Traum ist zu groß, kein Ziel generell unerreichbar.
Was sind deine Wünsche und Ziele für deine berufliche Zukunft (in 3 Jahren, in 5 Jahren, in 10 Jahren)?

Denke ausgiebig darüber nach und notiere dir kleine Ziele für jeden Tag sowie damit zusammenhängende mittel- und langfristige Ziele.

Wenn du einmal das „Big Picture“ vor deinem inneren Auge siehst, werden sich die kleinen Puzzleteile auf deinem Weg von selbst zeigen.

Falls du dabei Unterstützung brauchst, kann ich dir als Texter:in empfehlen, dich bei meiner Mentorin Sandra zu melden.
Manchmal braucht man trotz aller Motivation auch mal einen netten Tritt in den Hintern.