Content-Marketing als Texter:in mit Boost?
Gastbeitrag ahoi!

Sandra Huber
Sandra Huber

Bock auf Marketing, das sich nicht wie Werbung, sondern wie Inspiration anfühlt?

Ein Marketing, das sich für dich als Texter:in nicht nur perfekt mit deinen Skills (jaha, schreiben 😉 ), sondern auch mit deinen Workflows effizient verbinden lässt?

Und ein Marketing, das via einen Gastbeitrag von dir deine Meinung und Sichtweise als Expert:in sogar mit doppeltem Feuerwerk pusht?

All das erreichst du mit Content-Marketing.
Alles andere als nervige und ineffiziente Kundenakquise.

Content-Marketing ist also nicht einfach nur der neueste Schrei, um authentisch (also ohne marktschreierische Kaltakquise) auf sich aufmerksam zu machen.
Es ist die Marketingform für Texter:innen, um seine Skills mit seiner Message und seinem Angebot in der perfekten Kombination in die Welt hinauszuschreien.

Mehr Infos zu deinen Benefits als Texter:in mit Personal-Brand & Content-Marketing und wie Kundenakquise dann fast von ganz allein passiert, haben wir übrigens in diesem verlinkten Artikel zusammengefasst.

Was du bei deinem Blick übern Marketing-Tellerrand nicht außer Acht lassen solltest?
Andere Bühnen, und zwar mit einem Gastbeitrag.
Ganz besonders, wenn du selbst noch keine großartige Reichweite oder noch keinen eigenen Blog hast.

Gastbeiträge als Marketing für dich als Expertentexter:in sind eine großartige Chance, um den Flächenbrand deiner Message so richtig auflodern zu lassen.

Natürlich aber nicht einfach ins Blaue hinein und auch nicht komplett random irgendwie und irgendwo.

Damit ein Gastbeitrag dein Content-Marketing als Texter:in wertvoll unterstützt und nicht nach hinten losgeht, hilft dir dieser Blogartikel.
Und zwar von der Idee, über die Planung bis hin zur Veröffentlichung & Vermarktung.

In a nutshell geht es in diesem Beitrag um 10 + 1 folgende Elemente für erfolgreiche Gastbeiträge:

Let’s get started!

Wofür sind Blogartikel & Gastbeiträge eigentlich da?
Eine kleine Lobrede an die authentischste Marketingform der Zukunft

Heutzutage gibt es unglaublich viele bunt gemischte Möglichkeiten, Reichweite zu bekommen und deine Dienstleistungen unters Volk (aka deine Zielgruppe) zu mischen.

Kaltakquise ist dabei eine Möglichkeit, die jedoch auf eine kalte Zielgruppe trifft und damit leider so gar nicht ins Herz.
Oft geht das Ganze sogar komplett nach hinten los.
Zu Recht. Perlen vor die Säue.

Generell kannst du Reichweite via 3 Wege erhalten:
organisch, über bezahlte Anzeigen (Ads) oder via Kaltakquise-Nachrichten.

Anzeigen auf bspw. Social Media sind jedoch teuer (Google-Ads sogar noch teurer), aufwendig und definitiv kein guter Weg, um zu starten und erste Traumkunden als Texter:in anzuziehen.
Kaltakquise ist daneben nicht nur unglaublich nervig, sondern auch noch unglaublich ineffizient.

Da wirkliche Traumkunden deine Dienstleistung zudem meistens nicht ausschließlich aufgrund deines Angebots in Anspruch nehmen (da sie sich eben nicht auf den Preis oder potenzielle Features fokussieren, sondern auf den tatsächlichen Benefit, der so viel komplexer ist), benötigen sie mehrere Kontaktpunkte mit dir als Dienstleister:in & Expert:in für deine Nische.
Im Durchschnitt sogar 7.

Das sind Kontaktpunkte, die so viel mehr als nur deinen Preis und deine Dienstleistung an sich abdecken.
Nämlich deine Persönlichkeit.
Deine Werte.
Deine Message.

Und diese Kontaktpunkte können am besten (und unaufdringlichsten) durch Content zu deiner Expertise entstehen.

Denn mit Content kannst du nicht nur deine Hilfe anbieten, sondern auch deine Persönlichkeit und deinen Schreibstil zeigen, deine Werte darstellen und deine Message verbreiten.

Du kannst im Endeffekt zeigen, dass du ganzheitlich DER oder DIE Ansprechpartner:in für die Lösung eines Problems deiner Zielgruppe bist.
Kein Erfüllungsgehilfe zum Ausfüllen von Textvorlagen,
sondern ein:e Geschäftspartner:in auf Augenhöhe.

All das sind Elemente, wegen derer dich deine Zielgruppe nicht nur feiern, sondern auch als besten Partner zur Erreichung ihres Ziels ansehen wird.

Tja, und bei im Durchschnitt 7 nötigen Kontaktpunkten solltest du eine weitere bei Content-Marketing vorhandene Möglichkeit nicht außer Acht lassen:
nicht nur eigene Artikel/Posts/etc. veröffentlichen,
sondern auch Gastartikel auf fremden Bühnen.

Zum Hinausschreien dessen, was du als Expert:in zu sagen hast.
Mit doppelter Reichweite und zweifachem Feuerwerk für deine Expertise.

Warum solltest du einen Gastbeitrag schreiben?

Nun, Gastbeiträge haben zunächst einmal die gleiche Funktion wie eigene (potenzielle) Blogartikel: Content-Marketing.

Dementsprechend liegen die Vorteile eines Gastartikels ebenso bei der Verbreitung deiner Message, der Erhöhung deiner Reichweite und der Festigung deiner Positionierung als Expert:in für deine Nische.
Nur eben als Vervielfachung des Ganzen.

Ganz besonders, wenn du mit deinem eigenen Blog noch keine große Reichweite (oder noch gar keinen eigenen aufgesetzt) hast, kann dir die Präsentation auf einem Gastblog einen (manchmal sogar entscheidenden) Boost verpassen.

Mit einem Gastbeitrag schaffst du im gleichen Atemzug einen Kontaktpunkt mehr bei deiner Zielgruppe.
Denn du weißt bereits, dass Interessenten für ihre Transformation zu Traumkunden im Durchschnitt 7 Kontaktpunkte benötigen.

Schaffe durch deine Sichtbarkeit nicht nur bei deiner eigenen Community, sondern auch in deinem Netzwerk einen dieser Kontaktpunkte und erhöhe damit gleichzeitig das Vertrauen in dich und deine Expertise.

Indem du von einem Blog in deiner Nische gefeaturt wirst, erhöhst du dementsprechend auch deine Reputation in dieser Branche, wirst mehr gesehen und als Expert:in für deine Nische anerkannt.

PLUS:
Was du vielleicht noch gar nicht bedacht hast, ist ein kleiner, aber feiner Unterschied bei Google.
Denn durch deine Verlinkung in einem Gastbeitrag erhältst du auch einen Backlink, der sich auf dein eigenes Ranking (auch auf Social Media) positiv auswirken kann.

Die neuen Kontakte, die du dadurch potenziell knüpfen kannst, sind in jedem Fall unglaublich wertvoll.

Natürlich solltest du neben diesen fast unwiderstehlichen Vorteilen aber nicht deinen persönlichen Mehrwert in den Hintergrund geraten lassen oder gar ignorieren.

That said …

Wann du keinen Gastbeitrag schreiben solltest

Auch wenn diese Gründe wahnsinnig verlockend klingen, solltest du dennoch potenzielle Nachteile bzw. mögliche Einschränkungen bedenken.

Wenn du einen Text auf einem Gastblog veröffentlicht hast, bedeutet das im Umkehrschluss, dass dieser Text nicht auch auf deinem eigenen Blog stehen kann.
Denn das wäre Duplicate Content und würde von Google (logischerweise) abgestraft werden.

Deine Gedanken gehören zwar dir und du hast (i. d. R., siehe Punkt „Nutzungsrechte“ weiter unten) immer noch die Möglichkeit, zum gleichen Thema unter einem anderen Gesichtspunkt oder einem anderen Fokus einen eigenen Blogbeitrag zu verfassen.
Allerdings ist das exakte Thema des Gastbeitrags (und vor allem der exakte Text) dann vergeben.

Wenn das für dich in Ordnung ist, du den Gastbeitrag nicht als random ansiehst und auch das Unternehmen hinter dem Gastblog wertschätzt:
Go for it!

Auf jeden Fall empfehle ich dir, mit Gastbeiträgen sehr wählerisch umzugehen und stets Qualität vor Quantität zu stellen.

Denn deine Gedanken und künstlerischen Werke daraus sind unglaublich wertvoll und sollten auch genau so behandelt werden.

Stelle sicher, dass sich dein Gefühl dabei mit deiner tatsächlichen Wertschätzung decken und beuge damit potenziellen Enttäuschungen oder gar Reuegefühlen vor.

Was macht einen Gastbeitrag aus und was solltest du als Gastautor beachten?

Ein Gastbeitrag ist, wie der Name schon sagt, ein Beitrag als Gast auf einem anderen Blog.

Wenn du nun die Vorteile und deinen Nutzen von Gastbeiträgen für dich erkannt und auch die Wertschätzung deines Textes sichergestellt hast, mach dir noch folgende Punkte bewusst:

Beachte VOR dem Verfassen:

  • Der Gastblog sollte mit deiner Nische unbedingt themenverwandt sein, da du sonst nicht deine Zielgruppe (oder deren Zielgruppe) ansprichst.
  • Achte auch darauf, dass die Positionierung und die Werte des Betreibers des Gastblogs mit deinen eigenen harmonieren.
  • Zudem sollte der Gastblog bzw. das dahinterstehende Unternehmen einen guten Ruf haben, sonst würde das Ganze für dich eher kontraproduktiv sein.
  • Das Thema, über das du schreibst, muss unbedingt zu deinen Kernthemen (aka Content-Säulen) gehören, da du sonst deine eigene Nische verwässerst, deinem Ziel, als Expert:in für das Thema gesehen zu werden, nicht näherkommst, und auch den Artikel gar nicht effizient erstellen kannst.
    (Yes, gleiche „Regel“ wie bei eigenen Blogartikeln. 😉 )
  • Frage für den Gastblog geltende Regeln bzw. Kriterien ab und fordere (falls es nicht bereits von sich aus angeboten wird) ein Briefing an.
    (Hierzu noch mehr Infos weiter unten.)
  • Überprüfe zum Schluss dein Mindset bzw. frage dich, ob du eine Erwartungshaltung hast.
    Wie du vielleicht bereits aus meinen Aha-Momenten bei Zweifeln kennst, ist es weder gesund noch sinnig, Erwartungshaltungen an andere Personen bzw. externe Dinge zu haben.
    Du kennst bereits deine Vorteile durch einen Gastartikel und hast dich auch bewusst für ihn entschieden.
    Lass dieses Gefühl aus deiner Entscheidungsgewalt als genug gelten. Alles Weitere wird sich ergeben und ist nicht immer gleich unmittelbar sichtbar.
  • Frage ab, inwiefern du dich selbst (abgesehen von der Darstellung deiner Expertise) präsentieren darfst. Manchmal sind Inline-Verlinkungen erlaubt, manchmal erhältst du sogar eine separate Gastautoren-Box.
    (In jedem Fall muss jedoch für dich klar sein, dass der Gastartikel zwar im Rahmen von Content-Marketing steht, aber kein marktschreierischer Werberitterschlag sein soll. Das sind ja deine eigenen Blogartikel auch nicht. 😉 )
  • Apropos Nennung:
    Nicht verhandelbar ist deine Nennung als Autor. Denn sonst ist es kein Gastartikel mehr, hätte dadurch auch keinen Aufwandsausgleich für dich und müsste dementsprechend (anderweitig) vergütet werden.

Beachte NACH dem Verfassen:

  • Rechne damit, deinen Gastartikel überarbeiten zu müssen.
    Du wirst i. d. R. einen einerseits korrigierten und andererseits mit Abänderungsvorschlägen bearbeiteten Text zurückerhalten, den du dahingehend noch anpassen oder absegnen musst.
  • Koordiniere das geplante Veröffentlichungsdatum mit deinem eigenen Content-Plan. Teile deinen Gastartikel auch auf deinen eigenen Social-Media-Plattformen und rege zur Diskussion an.
  • Falls der Gastblog Kommentare auf seinem Blog zulässt, ist es empfehlenswert, auch hier als Autor:in in den Austausch zu gehen:
    Antworte auf Kommentare und aufkommende Fragen und connecte dich dadurch mit der Leserschaft.

Wie schreibst du einen richtig geilen Gastbeitrag?
Regeln, Briefing & Co.

Zunächst einmal: Natürlich schreibst du einen Gastbeitrag genauso geil wie deine eigenen (potenziellen) Blogartikel. Ist klar, oder? 😉

Von daher gelten für deinen Gastbeitrag genau dieselben Regeln wie für deinen eigenen Blog.
Was genau für einen Blogartikel und das Drumherum wichtig ist, würde den Umfang dieses Beitrags sprengen. (Du lernst dies übrigens Step-by-step im Longterm-Content-Marketing-Modul meines Mentoring-Programms.)

Bspw. sind folgende Punkte, die du beachten solltest, selbstverständlich, und müssen im Briefing mit dem:r Betreiber:in des Gastblogs für eine erfolgreiche Umsetzung abgesprochen werden:

  • Thema: muss ein (Teil-)Problem der Leserzielgruppe sein
  • Fokus-Keyword (gemäß Recherche, sollte der Gastblog vorgeben)
  • Ziel des Artikels: z. B. eine Frage beantworten, eine Lösung für ein Problem bieten, eine kontroverse Meinung zu einem aktuellen Thema erörtern etc.
  • Sprachstil: sollte dein eigener sein
  • Fleschwert mind. 60

Darüber hinaus solltest du selbst oder der Gastblog einen Rahmen für den Gastbeitrag festlegen:

  • Struktur:
    • Einleitung (Kontroverses, Provozierendes, Aktuelles etc.)
    • Nutzungsversprechen
    • Hauptteil (ohne Info-Flut) mit Zwischenüberschriften
    • Schluss (Fazit + CTA)
  • Überschriften (H1, H2s, H3s)
  • Formatierungen
  • Bilder & Grafiken
  • externe und interne Verlinkungen
  • Wie soll der Text übermittelt werden?
    Word-Dokument, mit HTML-Formatierung oder ohne, Fett- und Kursivmarkierungen bereits eingebaut etc. etc.

Speziell bei einem Gastbeitrag solltest du zusätzlich Folgendes beachten:

  • Nennung als Gastautor inkl. Backlink (z. B. in einem eigenen Absatz im Artikel, in einer eigenen Autorenbox etc.)
  • geplante Korrekturschleifen und geplantes Veröffentlichungsdatum
  • Nutzungsrechte (am besten in einem Vertrag, mehr dazu erfährst du im nächsten Absatz und in diesem Artikel über Rechte, Verträge, Lizenzen & Co. für deine Texte)

Was haben Nutzungsrechte mit Gastbeiträgen zu tun?

Gastbeiträge sind Blogartikel, die auf fremden Blogs veröffentlicht werden.
Mit dem Vorteil deren (i. d. R. größeren) Reichweite und der Nennung von dir als Autor:in als Backlink.

Der Text dieses Blogartikels ist dabei ein künstlerisches Werk, das mit deiner wertvollen Feder entstanden ist und natürlich auch dementsprechend wertgeschätzt werden sollte.

Will heißen, dass Gastbeiträge stets unter dem Vorzeichen eines „Geben und Nehmens“ stehen sollten.

Wie dir vielleicht (nein, hoffentlich!) bereits bewusst ist, ist die Nutzung deiner Texte (abgesehen vom Text selbst) ein entscheidender Faktor für den Wert dieses Textes.
Ist klar, dass ein Text, der vielfältig genutzt wird, teurer ist,
und ein Text, der etwas verkauft, noch teurer ist, oder?

Falls dir das noch Stirnfalten ins Gesicht wirft, empfehle ich dir meinen Blogartikel zu Rechten, Lizenzen, Verträgen & Co. für Texte.
Denn Nutzungsrechte sichern bei künstlerischen Werken wie unseren den notwendigen (finanziellen) Ausgleich.
Dies ist übrigens auch ein wichtiger Aspekt deiner generellen Preisgestaltung als Texter:in.

Somit gilt dies auch für grundsätzlich unentgeltliche Gastartikel.
Denn, wie du bereits weißt, wird der Wert von etwas nicht ausschließlich monetär definiert.

Falls du dich für eine Kooperation in Form eines Gastartikels entscheidest, sollte dementsprechend der Wert für dich die richtigen Rahmenbedingungen haben.

Was du dabei berücksichtigen solltest?
Dazu ein …

Kleiner Exkurs zum Urheberrechtsgesetz UrhG

Das Urheberrechtsgesetz bestimmt u. a. zu beachtende (und rechtsnachverfolgbare) Vorschriften aller Art von Schriftwerken als persönliche geistige Schöpfungen.

Die komplette Schriftform des UrhG kannst du in dieser Verlinkung nachlesen.

Der Urheber, also DU, ist der Schöpfer dieser Werke und wird durch dieses Gesetz in Bezug auf seine geistigen und persönlichen Beziehung zum Werk sowie dessen Nutzung beschützt.
Zugleich dient es der Sicherung einer angemessenen Vergütung (auch nicht-monetär) für die Nutzung eines Werkes.

Grundsätzlich hat der Urheber, also DU, das alleinige (ausschließliche) Recht zur Vervielfältigung, Verbreitung und Veröffentlichung.
Dieses Urheberrecht bleibt stets bei dir und kann auch nicht verkauft oder anderweitig abgetreten werden.

Allerdings kannst bzw. musst du (eben als berufliche:r Texter:in) Nutzungsrechte an deinen Werken abgeben, wenn diese für andere als dich selbst verfasst werden.

Dies kann entweder ein einfaches oder ausschließliches Nutzungsrecht sowie zeitlich, räumlich oder inhaltlich beschränkt sein:

  • »Das einfache Nutzungsrecht berechtigt den Inhaber, das Werk auf die erlaubte Art zu nutzen, ohne dass eine Nutzung durch andere ausgeschlossen ist.« (UrhG, § 31, Abs. 2)
  • Das ausschließliche Nutzungsrecht berechtigt den Kunden (also Nutzungsrechteinhaber), das Werk unter Ausschluss anderer Personen auf die ihm erlaubte (also festgelegte) Art zu nutzen. Es kann hier jedoch auch bestimmt werden, dass die Nutzung durch den Urheber weiterhin möglich ist (die Nutzungsrechte also unter Vorbehalt des Urhebers vergeben werden).
  • Falls die Nutzung eines Textes in der Art nicht genau bestimmt wurde, greift die Zweckübertragungsregel.

Was das für deine potenziellen Gastbeiträge bedeutet?

Besprich in jedem Fall schriftlich (am besten mit einem Lizenzvertrag) die geplante Nutzung deines Textes.
Ich empfehle ein maximal ausschließliches Nutzungsrecht mit inhaltlicher Beschränkung sowie dem Vorbehalt der eigenen Nutzung.

Falls du dich mit einem ausschließlichen Nutzungsrecht einverstanden erklärst, sollte in jedem Fall eine nachträgliche Änderung, Anpassung oder Erweiterung ohne deine explizite Zustimmung ausgeschlossen werden.

Achtung vor Gastbeiträgen im Schafspelz

Schwarze Schafe gibt es überall.
So auch unter Blogbetreibern, die Gastautoren nicht wertschätzend behandeln, sondern als kostenlose „Contentmaschine“ ausnutzen.
Mit anderen Worten: Gastbeträge als „getarnter Schreibauftrag“.

Lass dich übrigens nicht von Meinungen anderer dahingehend beeinflussen.
Den Wert einer Gastkollaboration kannst nur du selbst festlegen.
Wo ein Gastbeitrag unter bestimmten Voraussetzungen für andere schon als Ausnutzen gesehen wird, hat er für dich vielleicht einen ausreichenden Mehrwert.
Hier gibt es kein Richtig oder Falsch.

Wie du in Bezug auf die Wertigkeit eines Gastbeitrags eine Entscheidung treffen kannst:

  • Stelle in jedem Fall sicher, dass der Gastblog mit deiner eigenen Zielgruppe (oder deren Zielgruppe) eine Schnittmenge hat.
    Einfach nur random Gastbeiträge zu verteilen und auf eine ebenso random Reichweite (und Fame) zu hoffen, geht nicht nur nach hinten los, sondern ist sogar kontraproduktiv für deine Personal-Brand als Texter:in.
    Auch bei Gastbeiträgen gelten die gleichen Regeln und Voraussetzungen wie für deine eigenen Blogartikel.
  • Natürlich hat auch ein Gastartikel ein bestimmtes Ziel, das mit deiner eigenen Philosophie, sprich mit deinen Werten harmonieren sollte.
    (Letztens hat sich bspw. eine Bekannte von einem großen Nachrichtenmagazin mit dem Ziel einer größeren Reichweite interviewen lassen, nur um danach festzustellen, dass das Magazin (auch noch ohne vorherige Absprache) ihre Worte mit einer ganz anderen Intention verwendet und im Endeffekt komplett verdreht hat.)
  • Höre nicht zuletzt auf dein Bauchgefühl, denn deine mit dem Gastbeitrag verbundenen Emotionen werden genau so auch im Artikel transportiert. Energieaustausch und so.
    Wenn diese Emotionen mit Zweifeln verbunden sind, ist ein Gastbeitrag eher keine gute Idee.

Oberstes Gebot: Ein Geben und Nehmen

In diesem Sinne:
Vergegenwärtige dir unbedingt, dass ein Gastbeitrag von einem gegenseitigen Geben und Nehmen lebt.

Er kann erst richtig atmen und damit gute Vibes aussenden, wenn dieses Prinzip gegeben ist.

Du gibst dem Gastblog deinen Text und die Erlaubnis der Nutzung des Textes.
Dafür erhältst du eine Nennung als Gastautor:in sowie potenziell mehr Reichweite für dich, deine Personal-Brand und dein Angebot.

Wenn du alle möglichen negativen Kollateralschäden ausschließen kannst und ein unzweifelhaft und bedingungslos gutes Gefühl dabei hast, steht einer Kooperation nichts mehr im Weg.

Für dich ist dieser Gastbeitrag eine großartige Chance, dich einer erweiterten Personengruppe innerhalb deiner Zielgruppe (oder deren) als Expert:in zu präsentieren.
Und der Gastblog profitiert von deiner Expertise, die er selbst nicht geben könnte.

Wichtig:
Auch wenn du denkst, unglaublich dankbar für so eine Chance sein zu können (oder vielleicht sogar denkst, zu müssen):
Wertschätze dein eigenes Geben und deinen eigenen Mehrwert für den Gastblog mindestens genauso!

Denke auf keinen Fall untergeben oder duckmäuserisch.
Steh stolz und selbstbewusst zu dem, was du gibst!
Denn das ist groß, sonst würde der Gastblog dich nicht für ihn schreiben lassen.

Mindset-Voraussetzung: nicht-monetärer Mehrwert

Stelle dabei unbedingt sicher, dass du dich beim Verfassen eines Gastbeitrags auf einen nicht-monetären Mehrwert für dich fokussierst.

Wie gesagt, Gastartikel sind meistens unvergütet und müssen von daher andere Werte im Energieaustausch liefern.

Ein Gastbeitrag wird nur erfolgreich werden, wenn ihn beide Seiten so richtig feiern und keine Zweifel oder Bedenken zwischen dieser Zusammenarbeit stehen.
Positive emotions only!

Worst-case-scenario wäre Reue schon während des Verfassens oder nach dem Veröffentlichen, da du für deine Arbeit und dein Herzblut, das du in den Artikel gesteckt hast, nicht monetär entlohnt wirst.

Stelle sicher, dass dein Gefühl bedingungslos positiv ist.
Dann wird auch die Gastblog-Kooperation bedingungslos erfolgreich!

Wie kommst du an einen Gastbeitrag?

Schon einmal vorweg, auch wenn es eigentlich klar sein sollte:
Schreibe auf keinen Fall komplett initiativ einen Artikel und sende ihn einfach beim Blog deiner Begierde ein.

Das wäre absolut ineffizient (da ungefragt und unabgesprochen) und würde mit ziemlicher Sicherheit nicht zum gewünschten Erfolg führen.
Du würdest mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar auf deinem Text sitzenbleiben.

Damit einher geht auch die generelle Suche nach einem geeigneten Gastblog: Lass dich besser finden.
Initiative Anfragen können schnell in der Bettelschiene landen, wo du dich definitiv nicht reinpressen willst.

Klar besteht die Möglichkeit, dich bei einem Gedankenblitz für einen Gastbeitrag beim jeweiligen Gastblog vorzustellen.
Überlege jedoch bei solchen grandiosen Artikelideen vorrangig, sie auf deinem eigenen Blog zu veröffentlichen (und evtl. nur ein Interview oder einen einzelnen Ausschnitt davon) fremden Gewässern zu überlassen.

Bedenke ebenso, dass (eben unter dem Vorzeichen „Geben und Nehmen“) ein Gastblog verständlicherweise vorrangig seine eigenen Interessen befriedigen will.
Wie DU das eben auch tun solltest. 😉

Best Practice, um an einen Gastbeitrag zu kommen:
(übrigens exakt dieselbe Best Practice, um auch an wirklich gute Kunden zu kommen 😉

Schreib geil und connecte dich!
Inspiriere von dir, deinem Schreibstil und deiner Expertise und lass dich genau dadurch finden.

Auch nicht zu verachten: Gastbeitrag auf Social Media

Abgesehen davon, dass du deinen Gastbeitrag auf einem Gastblog natürlich auf deinen eigenen Kanälen auf Social Media teilen und auch in eigenen Posts in Teasern einbauen solltest:

Das Prinzip „Gastbeitrag“ funktioniert auch „nur“ auf Social Media.
Also ohne zugrunde liegenden Blogartikel.

Beispielsweise, wenn einem Gastblog ein Thema vorschwebt, für das du der:die Expert:in bist, das Thema jedoch nicht ausführlich genug ist, um ein ganzer Blogartikel zu werden.

Auch bereits solch ein „Gastbeitrag Light“ bringt der jeweiligen Leserzielgruppe enormen Mehrwert, vielschichtige Sichtweisen, doppelte Reichweite (durch die Veröffentlichung als Kollaboration) und dadurch auch potenziell doppelte Sichtbarkeit.

Beispiele aus meinem eigenen Content-Marketing findest du bspw. hier:

Fazit

In jedem Fall, egal wofür du dich entscheiden solltest, sind Gastbeiträge eine besondere Form von Content-Marketing.
Und zwar mit Boost, so was von!

Mit diesem Artikel habe ich dir Inspirationen en masse und hoffentlich auch so einige Fragezeichen weniger beschert.

Auf geilstes Content-Marketing mit inspirierendem Mehrwert!
Personal-Brands an die Macht.
Für glücklichere Texter:innen, zufriedenere Kunden und geilere Texte!

Falls das auch DEIN Ziel ist, komm super gern in meine Facebook-Gruppe für Texter:innen, um dich dazu mit Gleichgesinnten auszutauschen und dir noch mehr und tiefere Inspirationen für dein geilstes Content-Marketing zu holen!
Ich freu mich auf dich!

made with love by catchyadesign™ – since 2019

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nicht so schnell … ;)

Näää

Stell zumindest sicher, dass du weißt, was du dir und dem Textermarkt mit Freelancer-Plattformen antust.

Ok, bisschen plakativ, aber sonst hättest du jetzt nicht weitergelesen, oder?

Lies also zur Sicherheit meinen Erfahrungsbericht über die ganze Chose, dann darfst du weiterklicken. ;)