10 + 1 Jobs für Texter:innen zur Inspiration

Alexandra Frost
Alexandra Frost

[Aktualisiert am 22. Juni 2022.]

Sprache fasziniert dich.
Du liebst es, zu schreiben.
Und diese Leidenschaft willst du zu deinem Beruf machen.
Am liebsten selbstständig und nach deinen eigenen Regeln.
Nur:
Welche Dienstleistung du deinen Kunden konkret anbieten kannst, darüber bist du dir noch nicht so ganz sicher.

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, bist du hier goldrichtig.
Denn in diesem Artikel zeigen wir dir, welche Möglichkeiten du als angehender Freelance-Texter:in hast.

Die gute Nachricht ist nämlich:
Die Auswahl an potenziellen Jobs für Texter:innen ist riesig!

Überleg dir also, wo deine Interessen & Stärken liegen und lass dich von unseren Vorschlägen inspirieren.
Hier sind 10 + 1 Ideen, wie du als Freelance-Texter:in (hauptberuflich) dein Geld verdienen kannst!

10 + 1 Jobs für Texter:innen aka selbstständige Schreibtalente

1. Lektor:in/Korrektor:in

Ähnlich, aber doch nicht dasselbe:
Lektor:innen und Korrektor:innen haben beide die Aufgabe, Texte auf Hochglanz zu bringen.

Korrektor:innen prüfen dabei vor allem Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik von Texten, die inhaltlich bereits final stehen.

Lektor:innen überarbeiten Texte dagegen umfassender.
Sie achten nicht nur auf formale Fehler, sondern vor allem auch auf Inhalt, Stil und den berühmten „Roten Faden“. Sie sorgen dafür, dass der Text zusammenhängend und verständlich ist und dass die gewünschte Message auch transportiert wird.

Lektor:innen sind oft auch gleichzeitig Betreuer:innen der Autor:innen der Texte, indem sie deren Schreibstil und Erzähltechnik durch konstruktive Kommentare verbessern.

Auf ein Lektorat sollte immer ein Korrektorat folgen bzw. gleichzeitig mit dem Lektorat erfolgen – diese beiden Jobs lassen sich von daher super miteinander verbinden.

2. Content Writer (z. B. für Blogposts)

Content-Marketing ist so beliebt wie eh und je. Kein Wunder also, dass Content Writer zu den am meisten gesuchten Jobs für Texter:innen zählt.

Genau wie Copywriter verfassen Content Writer Marketing-Texte.
Der Unterschied ist, dass es dabei meist um längere Texte geht – wie zum Beispiel Blogposts oder Social-Media-Texte.
Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus dabei auf dem Inhalt (Content) und ganz besonders auf dem Mehrwert für die Leser:innen. Content Writing geht also über reine Werbung hinaus.

Als Content Writer brauchst du vor allem Kreativität und ein Talent dafür, Informationen verständlich und unterhaltsam aufzubereiten.
Und natürlich musst du dich mit dem jeweiligen Thema, zu dem du schreibst, identifizieren können. Stichwort Nische.

3. Copywriter (z. B. für Ads)

Copywriting wird im Deutschen normalerweise als Werbetexten bezeichnet. Mit Kopieren hat das Ganze jedoch nichts zu tun – der Begriff „Copy“ bedeutet in diesem Zusammenhang ganz einfach „Text“.

Copywriter erstellen meist kürzere Texte, die mit gezielten Worten die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und ihn so zum Kauf motivieren sollen.
Das können beispielsweise Werbeslogans und Anzeigentexte, aber auch Produktbeschreibungen, Website-Texte oder Skripte für Videospots sein.

Als Copywriter musst du beim Leser mit wenigen Worten Emotionen erzeugen können. Wenn du also gerne mit Sprache spielst und messerscharf formulieren kannst, könnte das der passende Job für dich sein.

4. Ghostwriter (z. B. für Sachbücher)

Wenn du gut darin bist, die Ideen anderer aufs Papier zu bringen, könnte das eventuell das Richtige für dich sein:
Als Ghostwriter verfasst du Texte im Namen einer anderen Person. Das fertige Werk wird also nicht unter deinem Namen veröffentlicht, sondern unter dem deines Auftraggebers.

In der Regel sind das Menschen, die entweder keine Zeit zum Schreiben haben oder denen das sprachliche Ausdrucksvermögen fehlt.
Dabei kann es um ganz verschiedene Textsorten gehen: Sachbücher, Romane, Biografien, Vorträge und so weiter.

Wenn du dich also gut in andere Personen hineinversetzen kannst und kein Problem damit hast, deine kreativen Gedanken durch eine Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte an sie zu verkaufen, dann bist du hier genau richtig.

Apropos Nutzungsrechte: Deren Vergabe ist ein entscheidender Faktor für den Lebensunterhalt eines Ghostwriters, den du unbedingt in deiner Preiskalkulation berücksichtigen solltest.

Vorsicht allerdings im wissenschaftlichen Bereich – da ist Ghostwriting zwar relativ verbreitet, aber teilweise auch umstritten, da es sich dabei um eine halblegale Grauzone handelt.

5. Transkriptor:in (z. B. für Podcasts)

Kommen wir zu einem etwas weniger bekannten Job für Texter:innen, dessen Nachfrage aber immer mehr steigt:
Als Transkriptor:in bist du dafür zuständig, gesprochene Texte jeglicher Art zu verschriftlichen.
Das können zum Beispiel Interviews, Mitschnitte von Vorträgen und Veranstaltungen oder Diktate sein.

Vor allem steigt momentan der Bedarf an Transkriptionen und Untertiteln für Podcasts und Videos. Denn viele Kreative wollen ihre Medien für mehr Menschen zugänglich machen – Stichwort Barrierefreiheit.

Als Transkriptor:in brauchst du – logisch – vor allem ein gutes Gehör sowie viel Geduld und Konzentration.

Schau dir super gern die Personal-Brand von Transkriptorin Sandra an, die ihre Dienstleistungen auf die Nische Podcasts spezialisiert hat!

6. Layouter

Du hast neben Sprachgefühl auch ein Auge für visuelles Design?
Dann könntest du eventuell als Layouter gut aufgehoben sein.

Layouter sind für die optische Gestaltung von Texten verantwortlich, also zum Beispiel für Seitenaufbau, Proportionen, Typografie und Ähnliches.
Klar, schließlich muss jeder Text, ob Print oder digital, vor seiner Veröffentlichung grafisch in Form gebracht werden.
Layouter werden deshalb für z. B. Bücher, Magazine, Kataloge, aber auch für Websites und vieles mehr gebraucht.

Hier zeigt sich ganz klar:
Die Grenzen zwischen Jobs für Texter:innen und Aufgaben aus anderen Bereichen sind oft fließend!

Aber genau das macht die Möglichkeiten für Sprachtalente ja so vielfältig und interessant!

7. Technische:r Redakteur:in

Die Bezeichnung erklärt sich eigentlich von selbst:
Technische Redakteure formulieren komplexe Informationen und Sachverhalte so, dass sie auch für Laien verständlich sind.
Ein paar Beispiele wären etwa Handbücher, Anleitungen, Online-Tutorials oder unternehmensinterne Unterlagen jeder Art.

Definitiv einer der anspruchsvollsten Jobs für Texter:innen – der aber dafür auch überdurchschnittlich gut bezahlt wird.

Er bietet sich vor allem dann an, wenn du einen bestimmten fachlichen Hintergrund hast. Neben diesem Fachwissen brauchst du dafür außerdem logisches Denkvermögen und ein Gespür für klare und präzise Sprache.

8. Konzepter:in

Konzepter:innen, auch Konzeptioner:innen genannt, sind mehr als „nur“ Texter:innen.
Als kreative Köpfe sind sie für den Entwurf ganzer Kampagnen und Kommunikations-Strategien verantwortlich – meistens in Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen, zum Beispiel Designern oder Projektmanagern.

Als Konzepter:in musst du von daher nicht nur kreativ und wortgewandt sein, sondern auch jede Menge Menschenkenntnis mitbringen.

Wenn du also einen Blick für das große Ganze hast und gerne planst, könnte das ein passender Job als Texter:in für dich sein.

9. Übersetzer:in

Du liebst Fremdsprachen?

Als Übersetzer:in kümmerst du dich nicht nur darum, Inhalte von einer Sprache in die andere zu übertragen.
Vielmehr ist es deine Aufgabe, den Charakter eines Textes einzufangen und dafür zu sorgen, dass die gewünschte Wirkung auch in der Zielsprache beim Leser ankommt.
Wenn du als Übersetzer:in arbeiten möchtest, solltest du die entsprechenden Sprachen also wirklich gut beherrschen.

Übersetzer:in gehört übrigens zu den gefragtesten Jobs für Texter:innen – gerade für weniger verbreitete Sprachen (erneut Stichwort Nische).

10. SEO-Texter:in

Jeder Unternehmer will mit seinem Content gesehen werden – und genau hier kommen SEO-Texter:innen ins Spiel.

Als SEO-Texter:in verfasst oder optimierst du Texte so, dass sie von Suchmaschinen gelesen, dementsprechend gerankt und dadurch von der jeweiligen Zielgruppe auch gefunden werden.

Dazu brauchst du einen extrem sicheren Umgang mit der Sprache. Deine Texte sollen schließlich trotz Optimierung natürlich klingen.
Außerdem solltest du schnell dazulernen und dich immer auf dem Laufenden halten – denn SEO entwickelt sich täglich weiter.
Zudem ist technisches Wissen zu bspw. Metadaten und HTML dabei unabdingbar.

11. Hypewriter:in

Ein besonderer Job für Texter:innen, und zwar mit ganz besonderem Sinngehalt.

Als Hypewriter:in kümmerst du dich um das Verfassen von provokanten Inhalten, um Menschen in einem schnelllebigen Umfeld (also uns alle 😉 ) wirklich erreichen und dadurch sogar Mindsets verändern zu können.

Die Jobbezeichnung Hypewriter:in könnte also semantischer nicht sein!

Und dieser Job kann natürlich nicht nur als Angestellte:r für Unternehmen ausgeübt werden, die sinngemäß erkannt haben, dass eine solche Besetzung für deren Bedürfnisse wie die Faust aufs Auge passt.
Sondern er kann auch für selbstständige Texter:innen eine großartige Möglichkeit sein, dies als ihre Nische zu definieren.

Denn Hypewriter:innen werden grundsätzlich für alle kontroversen oder emotionalen Themen, die Menschen durch etwas provokanter formulierte Texte berühren sollen, händeringend benötigt.

Was für alle Jobs für Texter:innen gilt …

Ganz egal, wofür du dich am Ende entscheidest – all diese Jobs haben etwas gemeinsam:
Für langfristigen Erfolg solltest du deine Dienstleistung unbedingt eingrenzen und auf eine Nische sowie auf eine Zielgruppe zuschneiden.
Nur so kannst du dich als Expert:in für eben deine Personal-Brand als Texter:in positionieren, die exakten Bedürfnisse deiner Zielgruppe mit deinen Dienstleistungen befriedigen und auch dementsprechend höhere Preise verlangen.

Das Zauberwort lautet hierbei Spezialisierung.

Anbieten könntest du also zum Beispiel:

  • Lektorate speziell für Krimis oder Kochbücher
  • Lektorate für wissenschaftliche Arbeiten in einem bestimmten Fachgebiet (wie z. B. Stefan von Thesis-Academy, übrigens ursprünglich aus unserer Sprachcrowd)
  • Copywriting speziell für Fitness-Brands
  • Transkriptionen und Content-Erstellungen für Online-Unternehmer mit einem eigenen Podcast (wie z. B. Sandra Cyriax)
  • Buchfee für Self-Publisher (Textbetreuung, Layout, Distribution & Marketing  – wie z. B. Sandra selbst)

Deine Auswahl hängt ganz von deinen individuellen Interessen & Stärken ab.
Wichtig ist, dass du deine persönliche Nische findest.
Denn so baust du eine überzeugende Personal-Brand auf und ziehst auf Dauer die richtigen Kunden an.

Und genau das ist die Grundlage für ein nachhaltig funktionierendes Business.
Weshalb eine Spezialisierung für dich als Texter:in so essenziell ist, kannst du übrigens hier im Detail nachlesen.

Jobs für Texter:innen – ein weites Feld

Zeit für ein kleines Fazit:
Wenn unsere Liste für Job-Ideen eins beweist, dann vermutlich das:
Das Berufsfeld „Texter:in“ ist extrem vielfältig und überschneidet sich an vielen Stellen mit anderen Tätigkeiten.

Egal ob du also gerne frei und kreativ schreibst oder lieber nah am Text arbeitest – du wirst mit ziemlicher Sicherheit einen Job finden, der zu deinen persönlichen Interessen und Fähigkeiten wie die Faust aufs Auge passt.

Probier dich einfach ein bisschen aus.
Inspirationen dafür findest du bspw. in dieser Übersicht!

Und das Beste daran ist:
Der Bedarf an hochwertigen Texten ist durch den Boom auf dem Onlinemarkt so groß wie nie zuvor.
Hab also keine Scheu, deine Leidenschaft professionalisieren zu wollen.

Falls du noch eine Starthilfe als Freelance-Texter:in brauchst, unterstützen wir dich gern persönlich.
Schau hier, was Sandra für dich persönlich tun kann oder komm in die von Sandra betreute Facebook-Gruppe für (angehende) Schreibtalente!

made with love by catchyadesign™ – since 2019

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nicht so schnell … ;)

Näää

Stell zumindest sicher, dass du weißt, was du dir und dem Textermarkt mit Freelancer-Plattformen antust.

Ok, bisschen plakativ, aber sonst hättest du jetzt nicht weitergelesen, oder?

Lies also zur Sicherheit meinen Erfahrungsbericht über die ganze Chose, dann darfst du weiterklicken. ;)