[Aktualisiert am 13. Februar 2024.]
Vom Angestellten zum Selbstständigen.
Weil in Zukunft selbstständig & eigenverantwortlich.
Das ist die wohl bedeutendste und einschneidendste Transformation als Texter:in auf dem Weg zum eigenen Business.
Mit allem, was dazugehört.
Und zwar ganz egal, ob du bereits in irgendeiner Form für ein Unternehmen getextet hast oder dich in noch komplett unbekannte Gewässer vorwagst.
Der Angestelltenstatus ist der Status, den die meisten von uns bereits erlebt haben und auch schon erste Erfahrungen sammeln konnten.
Darüber hinaus ist der Angestelltenstatus der Status, den wir von klein auf mitbekommen haben und der uns auch immer als „Ziel“ einer anzustrebenden Karriere nahegelegt wurde.
Zumindest war das bei mir und auch bei den meisten meiner Mentees so.
Selbstständigkeit wurde regelrecht mystifiziert und ausschließlich denjenigen „erlaubt“, die das Rad neu erfunden hatten oder der neue Stern am xy-Himmel waren.
Das mit dem Stern ist wahr, sonst verschwindet man wirklich am Firmament.
Alles andere ist jedoch entweder nur Klischee oder Ausdruck von Neid (oder Sorge).
Je nachdem, wer es ausspricht.
In jedem Fall reicht dein Erfahrungshorizont in Bezug auf die Selbstständigkeit höchstwahrscheinlich noch nicht weiter.
Was absolut verständlich ist, wir jetzt jedoch ändern werden.
Apropos, kleiner Hinweis vorweg
Unterschätze generell die Beschäftigung mit dem Thema Mindset & Co., bei dem vermeintlich nur von Blabla und esoterischem Geschwafel die Rede ist, nicht.
Ganz das Gegenteil solle der Fall sein.
Denn eine Beschäftigung mit deinem Mindset ist sogar die absolute Basis, um dich nachhaltig erfolgreich selbstständig zu machen.
Was jedoch von den meisten unterschätzt und unterbewertet wird.
Was ihnen wiederum spätestens nach dem ersten Jahr nen Fuß, oder zwei stellen oder gar das Genick brechen wird.
Fakt ist:
Wir alle wurden mit bestimmten Überzeugungen, Denkweisen und Glaubensrichtungen erzogen.
Unglaublich vielschichtig.
Aber mindestens genauso unglaublich fragwürdig.
Denn:
Nicht alles, was wir irgendwann einmal gelernt haben, ist zwingend auch „richtig“ (oder gar das einzig Richtige).
Von daher können uns diese vermeintlichen Lehren des Lebens das Leben eher schwermachen, vielleicht sogar unsere Träume zerstören.
Nimm dir also die Zeit und arbeite Wissen zum Thema Mindset & Co., wie diesen Artikel, stets bewusst & reflektierend durch – am besten mehrmals, dabei gibt es kein „oft genug“. 😉
Denn:
Ich liefere dir mit meiner Philosophie und darauf aufbauenden Strategie keine narrensichere Blaupause, die du einfach nur von A bis Z durcharbeitest, auf dich überträgst und dann ein:e erfolgreiche:r Texter:in bist.
Es geht nicht nur um einen Plan, den du umsetzt, um Tricks für eine effizientere Arbeitsweise, oder um hilfreiche Templates, die du verwendest.
Es geht vor allem um DICH als Selbstständige:r mit einer (zukünftigen) Personal-Brand, die sehr viel mehr Zuwendung & Verständnis als nur Copy-and-Paste braucht.
Und es geht darum, was DU daraus machst.
Also:
Hirn an und Stift gezückt!
Zurück zu deiner wichtigsten Transformation
Wie bereits erwähnt, ist die wichtigste Veränderung als Texter:in, dass du als Selbstständige:r nicht mehr FÜR jemanden arbeitest, sondern immer MIT jemandem.
Diese Wahrnehmung ist sogar entscheidend dafür, wie du als selbstständige:r Texter:in wahrgenommen und dementsprechend auch behandelt wirst.
Wo du als angestellte:r Texter:in oder generell als Angestellte:r mehr oder weniger ein Erfüllungsgehilfe für einen Chef oder Vorgesetzten bist und die dir aufgetragenen Arbeiten erledigst, arbeitest du als Selbstständige:r als Geschäftspartner mit denjenigen, die deine Hilfe benötigen.
Sobald du das Gefühl hast, für jemanden etwas nur zu erledigen, ihm aber nicht als unverzichtbarer (also als nicht austauschbarer) Partner bei einem Problem weiterzuhelfen, hast du schon verloren.
Denn dann bist du nur ein Erfüllungsgehilfe aka Fake-Selbstständige:r.
Jedoch keiner, der als gleichwertiger Geschäftspartner wertgeschätzt und dann natürlich auch nicht dementsprechend bezahlt wird.
(Das ist übrigens genau das, was auf Freelancer-Plattformen abläuft.)
Und genau hier komm ich und meine etwas andere Philosophie ins Spiel.
Denn hier bei mir bekommst du nicht (wie in der Schule 😉 ) nur Fakten ins Gesicht geklatscht, die du einfach nur stupide auswendig lernst und dann irgendwie anwendest (oder einfach nur bei Abfrage auskotzt.
Nope, mit mir baust du dir eine Selbstständigkeit mit einer eigenen Personal-Brand auf, die nur so kracht!
Eine Personal-Brand, auf die du als dein Baby stolz bist wie Oskar und auch genau so in die Welt hinausschreist.
Und zwar mit einem Mindset und Selbstbewusstsein, das keinen Zweifeln, Verunsicherungen oder Bedenken Raum lässt.
Und genau DAS auch deinen zukünftigen Wunschkunden kommuniziert.
Welche Unterschiede zum Angestelltendasein du als Selbstständige:r berücksichtigen und neu umarmen musst – vs. indoktrinierte Barrieren
Selbstständig sein ist kein Job
Wie bereits erwähnt:
Du bist als selbstständige:r Texter:in kein Erfüllungsgehilfe, sondern ein gleichwertiger, wertgeschätzter und auch dementsprechend fair zu bezahlender Geschäftspartner.
Von daher ist das, was du tust, auch kein „Job“, sondern eine Dienstleistung & Unterstützung zur Lösung eines Problems (das auf dem Markt gefragt ist).
Viele Plattformen, Foren oder Schwarze Bretter suggerieren dir vielleicht das Gegenteil – diese Art von „Jobsuche“ ist aber nicht das Ziel eines:r Texter:in mit einer einzigartigen Personal-Brand.
Dort findet man nämlich ausschließlich random Erfüllungsgehilfen (aka Tastaturklimperer) zur Erledigung von Jobs – bei denen man in Bezug auf sehr viele Faktoren vom Auftraggeber abhängig ist.
Streich das Wort „Job“ am besten gleich komplett aus deinem Wortschatz, denn Jobs erledigen nur Tage- oder Stundenlöhner, Aushilfskräfte oder ja, eben Angestellte.
Als Selbstständige:r hast du nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch mehr Pflichten
Jupp, das musst du ebenfalls berücksichtigen, in jeder Hinsicht.
Selbstständigkeit strahlt nicht nur in den schönsten Farben des Regenbogens.
Klar hast du als Selbstständige:r keinen vorgegebenen Dienstplan, zu dessen Zeiten du an einem vorgegebenen Arbeitsort erscheinen und deine Stunden laut Arbeitsvertrag absitzen musst.
Deine Freiheit besteht als Selbstständige:r in einer grundsätzlich freien Zeiteinteilung an einem Ort, den du als Arbeitsort ebenso frei auswählst.
Klar hast du auch als Selbstständige:r keine dir aufgetragenen Aufgaben, die du in einem vorgegebenen Zeitfenster abarbeiten musst.
Deine Freiheit besteht darin, dir deine Tasks komplett flexibel einzuteilen – wann und wie du willst.
(Auch wenn dir das manche Anfragen auf besagten Plattformen oder in FB-Gruppen anders verklickern wollen.)
Allerdings geschieht all das auch in deiner eigenen Verantwortung.
Wenn du entscheidest, nicht zu arbeiten, wird auch (mal von potenziellen passiven Einnahmequellen abgesehen) kein Geld verdient.
Wenn du dich entscheidest, lieber in einem Café als in einem Büro zu arbeiten, gibt es keinen kostenlosen Kaffee, den dir sonst dein Arbeitgeber gestellt hat.
Wenn du prokrastinierst und eine gebuchte Dienstleistung nicht wie vereinbart erledigst, provozierst du Probleme mit deinem Auftraggeber, da er sich auf dich verlässt – was evtl. sogar noch viel weitläufigere Probleme mit sich bringen kann.
Dieses gesteigerte Ausmaß an Pflichten als Selbstständige:r trifft in noch sehr viel mehr Punkten zu, die du auf keinen Fall hinter einer rosaroten Brille ausblenden darfst, wie Eigenverantwortung für z. B.:
- deine soziale und gesundheitliche Absicherung
- deine Projekte
- deine Bezahlung
- dein Marketing
- die Wirtschaftlichkeit deines Business
- deine Weiterbildung
Punkte, die dich als Texter:in ausmachen und deine Personal-Brand definieren.
(Und die wir im Übrigen im „Business-Setup“-Meilenstein angehen.)
All das hat als Angestellte:r dein Arbeitgeber übernommen oder es war für dich unter dem „Mantel“ deines Angestelltenstatus irrelevant.
Mit anderen Worten musst DU dich jetzt darum kümmern, dass …
- du durch Rücklagen (Ersparnisse) und/oder Versicherungen bei z. B. Krankheit oder Arbeitsausfall nicht in die Bredouille kommst
- du eigene Workflows und Ablaufpläne entwickelst (wie z. B. Kontakt, Briefing, Projektorga, Rechnungsstellung, Feedback etc.)
- du mit den erwirtschafteten Einnahmen sowohl dich als auch deine Businesskosten bezahlen kannst
- du durch dein Marketing einen stetigen Flow an Projekten hast
- du nicht nur deine Miete und dein Butterbrot bezahlen kannst, sondern auch in dich selbst und dein Business immer wieder investieren und es dadurch weiterentwickeln und am Leben halten kannst
- du mit deinen Einnahmen wirtschaftlich umgehst und nicht jeden Cent als deine persönliche Bereicherung ansiehst, sondern gleichmäßig und ökonomisch verteilst
Als Selbstständige:r bist du zwar flexibler, hast aber auch (besonders am Anfang) weniger Zeit
Yesss, du bist als Selbstständige:r grundsätzlich flexibler in deiner Zeiteinteilung, da du allein und unabhängig darüber bestimmst.
Das heißt aber nicht, dass du nun plötzlich mehr Freizeit hast und deinen privaten Interessen endlich mehr nachgehen kannst.
Ganz besonders nicht am Anfang.
Ja, mit der Zeit wird das besser und das ist auch das langfristige Ziel einer nachhaltigen Selbstständigkeit:
durch höhere Preise bzw. effizientere Workflows immer weniger zu arbeiten und immer mehr Freizeit zu haben.
Allerdings musst du dir das auch erst einmal erarbeiten, denn ohne „Rechtfertigung“, d. h. ohne einen Expertenstatus, kannst du keine höheren Preise ansetzen.
Und ohne einen Expertenstatus kannst du deine Workflows als Texter:in auch nicht dahingehend optimieren, dass sich dein Stundensatz indirekt erhöht.
Macht Sinn, oder?
Aus diesem Grund hast du in den ersten Jahren deiner Selbstständigkeit leider sehr viel weniger Zeit, da du dir all das erst von Grund auf aufbauen musst.
Mithilfe von vielen Stunden, die noch nicht bezahlt werden.
Mithilfe von vielen Nächten, die du vielleicht lieber in Clubs oder mit Freunden verbringen wollen würdest.
Mithilfe von uneingeschränkter Hingabe, die du manchmal lieber in Privates investieren wollen würdest.
DENN:
Als Selbstständige:r arbeitest du nicht für eine 1:1-Entlohnung deiner Arbeit – du arbeitest für dein Business, das für dich irgendwann diese „Entlohnung“ einfacher und lukrativer übernimmt.
Als Selbstständige:r legst du auch nicht um Punkt 5 den Stift hin, weil du dir sagst: »So, jetzt hab ich Feierabend, da ich nach 5 nicht mehr bezahlt werde.«
Als selbstständige:r Texter:in ist dein stetiges Ziel, für deine effektiven Stunden (also die, die du an Projekten arbeitest), BESSER bezahlt zu werden.
Und das nicht nur durch gerechtfertigte Erhöhungen deiner Preise als Expert:in, sondern auch gleichzeitig durch effizientere Arbeitsabläufe.
Wie gesagt, du arbeitest an DIR und deinem Business,
damit dich dieses irgendwann besser bezahlt.
Und deine Geduld und dein Durchhaltevermögen dabei wird sich für dich wortwörtlich auszahlen.
Dein „Gehalt“ als Selbstständige:r bestimmst du, aber auch dein Business
Grundsätzlich liegt das, was du als selbstständige:r Texter:in verdienst, komplett in deinem Ermessen (und ist nicht wie als Angestellte:r von Gehaltsverhandlungen, Stundenpräsenzen und/oder erworbenen Qualifikationen abhängig).
Allerdings können diese genannten Faktoren indirekt deinen Verdienst als Selbstständige:r beeinflussen, wodurch ihnen dementsprechend begegnet werden muss:
- Potenzielle Preisverhandlungen müssen bspw. rigoros verneint werden.
Kunden, die deine Preise infrage stellen, sind keine Traumkunden.
Weg damit. - Kunden, die dich nach Stunden bezahlen wollen, haben ebenfalls nicht deinen Wert als Geschäftspartner erkannt.
Sie wollen dich nach dem bezahlen, wie sie es aus ihrem „System“ kennen (Stundenleistung) und nicht nach dem Mehrwert, den du ihnen bei der Lösung eines Problems lieferst.
Ebenfalls weg damit. - Kunden, die neben deinem Portfolio und Arbeitsproben noch „offizielle“ Qualifikationen fordern, sehen deinen Expertenstatus als Texter:in nicht.
Jupp, auch weg damit.
Was hier auch noch erwähnt werden muss, ist die Berücksichtigung der Abhängigkeit deines Verdienstes von deinem Business an sich:
Yes, du kannst das, was monatlich auf dein Privatkonto soll, selbst bestimmen.
Allerdings müssen deine geschäftlichen Ausgaben (wie z. B. Abos, Software, Buchhaltung, Steuern etc.) damit in Einklang stehen.
Du kannst dir also z. B. bei einem Monatsumsatz von 3.000 € und Geschäftsausgaben von 1.000 € kein Gehalt von 3.000 € auszahlen.
Klar, oder? 😉
Je wirtschaftlicher du arbeitest,
desto mehr kannst du auch verdienen.
Wirtschafte gut, verdiene gut.
Hab also einen stetigen Blick auf deine Ausgaben und die Wirtschaftlichkeit deines Business – dann ist auch sehr viel mehr für dich drin. 😉
(Diesen Aspekt lernst du übrigens auch im „Business-Setup“-Meilenstein.)
Freelancer-Plattformen machen dich als „Fake-Arbeitgeber“ nur zu einem:r „Fake-Selbstständigen“
Oh ja, die „Shiny Objects“. Nicht.
Freelancer-Plattformen suggerieren (und promoten das auch so), dass sich wirklich jeder selbstständig machen kann und suuuper easy seine Dienstleistungen anbieten und verkaufen kann.
Das ist wohl wahr:
Plattformen wie z. B. Fiverr, Upwork & Co. bieten eine transparente und übersichtliche Benutzeroberfläche, die fast wie ein Marktplatz aussieht.
Profil ausfüllen, fertig.
Was dabei aber völlig unter den Teppich gekehrt wird, ist das, was dabei rauskommt:
nämlich scheinselbstständige Freelancer:innen, die zwar für unterschiedliche Auftraggeber Dienstleistungen erledigen, aber im Endeffekt nur mithilfe eines „Subunternehmers“, der Plattform.
Und dort sind sie alles andere als selbstständig und unabhängig.
Nämlich abhängig von Präsentationsformen, Auftragsabwicklung, Bezahlung, Bewertungen u. v. m., was die Plattform (eben als „Fake-Arbeitgeber“) bestimmt.
Aber ja, I know:
Es ist so schön einfach und unkompliziert.
Sorry, aber der Aufbau einer ernstzunehmenden und wirklich unabhängigen Selbstständigkeit ist alles andere als einfach und unkompliziert.
Sonst würde es ja jeder machen und auch jeder erfolgreich damit sein. 😉
Sag Nein zu „Shiny Objects“ und verfolge lieber ein langfristiges und nachhaltiges Ziel, auch wenn dieser Weg erst mal ganz und gar nicht shiny ist.
Dein Status als Selbstständige:r ist genauso wenig „sicher“ wie der als Angestellte:r
Das ist im Endeffekt ein Punkt, der dich von einer Selbstständigkeit eher abhalten könnte oder dir zumindest einen Schauer über den Rücken laufen lässt.
Ein Punkt, den du wahrscheinlich auch sehr oft von Freunden und Familien als gutgemeinte Bedenken zu hören bekommst:
Eine Selbstständigkeit sei nicht sicher.
Nope, ist sie nicht.
Genauso wenig sicher ist es aber auch jeder Angestelltenjob (Verbeamtung mal ausgeschlossen).
Ganz besonders wir Deutschen haben ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis – und zwar in fast jeder Hinsicht.
Fakt ist aber, dass jedes Unternehmen wirtschaftlich denken muss und die Wirtschaft heutzutage einfach zu viele nicht einschätzbare Risiken bereithält.
Deswegen werden Arbeitsplätze auch immer wieder angepasst, aufgelöst oder komplett abgeschafft – und zwar egal wie „sicher“ sie anfangs schienen.
Als Selbstständige:r bist du in dieser Wirtschaft natürlich auch mittendrin und musst dich mit ihr auseinandersetzen.
Woran du aber jetzt wahrscheinlich eher gedacht hast, ist das monatliche (grundsätzlich fixe) Gehalt, das du für deine Arbeitsleistung als Angestellte:r erhalten hast.
Als Selbstständige:r hast du besonders am Anfang, aber auch teilweise nicht einmal nach Jahren (oder gar nie) einen Umsatz, auf den du dich wie auf dein Gehalt als Angestellte:r zu 100 % verlassen kannst.
(Egal was dir andere, vor allem auf Social Media, verzapfen wollen.)
Wie gesagt:
Das, was du verdienst, ist von dir und deinem Business abhängig.
Aber zumindest hast als Selbstständige:r DU darüber die Verantwortung und bist nicht von einer über dich bestimmenden Personalabteilung abhängig.
Sicherheit ist vielmehr ein in jedem Bereich seines Lebens allgegenwärtiges Bedürfnis, das jedoch nie und nirgends zu 100 % erreicht werden kann.
(Dementsprechend ist auch der Status in einem Angestelltenverhältnis nur vermeintlich sicher.)
Über eine Sicherheit, die du dir als Selbstständige:r hingegen wirklich aufbauen kannst (und sogar solltest), hab ich übrigens in diesem Blogartikel geschrieben.
Must-Read.
Da du jedoch momentan höchstwahrscheinlich noch in dem zuvor erwähnten monetär fokussierten Denken verwurzelt bist, will ich gleich zum letzten Punkt, dem wahrscheinlich wichtigsten, überleiten:
Selbstständigkeit ist definitiv nicht für jeden – ohne ein starkes Warum wirst du scheitern
Das kann ich leider aus eigener Erfahrung mit Texter:innen, die mir in den letzten, mittlerweile 6 Jahren, begegnet sind, bestätigen.
Der Grund dafür?
Meistens liegt ein Scheitern bzw. ein Nicht-Weiterkommen an einem „falschen“ Warum.
Sorry, aber „Weil ich sehr viel mehr verdienen will als in meinem alten Angestelltenjob“ oder „Weil ich gehört hab, dass selbstständige Copywriter sich dumm und dämlich verdienen“, ist vielleicht ein äußerer Ansporn, aber auf keinen Fall ein Warum, das die Essenz deines Business ausmachen sollte.
Oft liegt es einfach nur an mangelndem Durchhaltevermögen oder fehlender Geduld.
Man sieht den Ablauf einer Selbstständigkeit (vom Start bis zur erfolgreichen Personal-Brand) nicht als Prozess, sondern als Ereignis und wertschätzt dadurch den Prozess nicht bzw. ignoriert seine Existenz ganz.
Man will von A nach E, aber ohne B, C und D überhaupt Hallo zu sagen.
(Vor allem, weil es einem auf Social Media so oft vorgelebt und schmackhaft gemacht wird.)
Oft kommt dabei noch dazu, dass man sich der ganzen Faktoren, die eine Selbstständigkeit so mit sich bringt, gar nicht bewusst ist, und sie dementsprechend auch nicht handeln kann.
Mindestens genauso oft, was wahrscheinlich einer der entscheidenden Gründe ist, fehlt von Anfang an ein starkes Warum.
Warum man sich überhaupt selbstständig macht.
Warum man sich als Texter:in eine eigene Personal-Brand aufbauen will.
Warum man sich lieber eine selbstständige Existenz aufbaut, anstatt „in sicheren Gefilden“ als Angestellte:r zu texten, wie z. B. für eine coole Zeitschrift oder ein neues Start-up.
Wofür genau man bestimmte Dinge aufgibt, um etwas anderes (sonst nicht Erreichbares) zu bekommen.
Wenn einen ein starkes Warum nicht immer wieder antreibt sowie weitermachen und beim Hinfallen das Krönchen rücken lässt, fehlt die intrinsische Motivation für sein Business.
Aber hey, man riskiert doch nicht umsonst seine so bequeme Komfortzone, ein vermeintlich sicheres Gehalt und das erlaubte Gehirnausschalten nach Feierabend, oder? 😉
Finde dein Warum für dein Business und du findest auch alles andere: Durchhaltevermögen, Passion, Motivation.
(Btw, genau diesen so ultrawichtigen Schritt gehen wir im „Positionierungs“-Meilenstein. Denn die ist damit hauteng verbunden.)
Dein Warum kann übrigens entweder dich selbst und/oder dein Leben betreffen, aber auch etwas Übergeordnetes (das dich nur indirekt betrifft), das du durch dein Tun erreichen kannst, sein.
Mein persönliches Warum für mein Business ist z. B., dass ich leben und arbeiten kann, wo ich will – also komplett ortsunabhängig sein.
Das würde ich für keine noch so bequeme Komfortzone, kein Geld der Welt und auch keinen noch so sorglosen Feierabend eintauschen wollen.
Dafür gehe ich auch gewisse Risiken ein und verzichte auf Dinge, die ich bspw. als Angestellte hätte.
Mein übergeordnetes Warum für mein Business (nenn ich auch Meta-Warum) sind glücklichere, selbstbewusstere und mehr wertgeschätzte Texter:innen sowie ein fairerer Textermarkt.
Denn, je mehr Texter:innen sich eine Personal-Brand aufbauen und mit dieser selbstbewusst auf den Markt gehen, desto sensibilisierter wird der Markt für wirkliche Qualitätstexte von Experten, wodurch wiederum weniger Billigtexte als Lösung gesehen und angefragt werden.
Im Endeffekt bist mein Warum also DU. 🙂
Fazit
Der Sprung vom Angestellten zum Selbstständigen mag aufregend und gleichzeitig einschüchternd sein.
Falls du allerdings, wie ich stark vermute ;), Größeres vorhast und mit deinen Texten auf dem Textermarkt wirklich etwas bewegen und verändern willst (also alles andere als random), dann hast du die besten Voraussetzungen für einen wirklich nachhaltigen Erfolg als selbstständige:r Texter:in.
Und meinen Arschtritt dorthin hast du bei Bedarf auch noch sicher, haha. 😉
Mit einem reflektierten Denken kannst du alle in diesem Artikel genannten Herausforderungen und potenziellen Hürden auf dem Weg zur Selbstständigkeit meistern.
Und genau das nimmst du nun SELBST in die Hand:
Nimm dir jetzt erneut Zeit für deine Selbstreflexion deiner (zukünftigen) Selbstständigkeit als Texter:in.
Entweder über die Reflexions-Seiten, die ich dir in dieser Masterclass zur Verfügung gestellt habe, oder dein Journal, und/oder im Gespräch mit Gleichgesinnten.
Lies den Artikel noch mal und stell dir dabei z. B. diese Fragen:
- Welche Erfahrungen hab ich bisher in Angestelltenverhältnissen gemacht, die in Zukunft nicht mehr auf mich zutreffen werden?
- Was hält mich noch davon ab, überzeugt zu denken, dass ich als selbstständige:r Texter:in kein Erfüllungsgehilfe, sondern ein Geschäftspartner bin?
- Welche Pflichten als Selbstständige:r hab ich bereits verinnerlicht und um welche will ich mich (zumindest erst einmal gedanklich) noch kümmern?
- Verstehe ich bereits, dass ich mein Sicherheitsbedürfnis in Zukunft anders befriedigen muss? Falls ja, wie?
- Was treibt mich für meine Selbstständigkeit an? Ist es intrinsisch motiviert und hat auch keinen ausschließlich monetären Fokus? Kann ich schon ein tieferes Warum erkennen?
- Ist mir bereits bewusst, dass mein Denken nicht nur meine konkreten Umsetzungen beeinflusst, sondern auch meine Präsentation, meine Überzeugung und meine Kommunikation?
- Ist es für mich okay, dass mein Erfolg (als großes Ziel) kein Ereignis „nach getaner Arbeit“ sein wird, sondern ein Prozess ist und bleibt?
- Ist mir bereits klar, dass dieser Erfolgsprozess entscheidend von meiner Überzeugung und meinen damit bedingungslos positiven und vertrauensvollen Emotionen abhängt?
- …
Jede Frage wird dich näher zu einer tiefen Selbstreflexion und damit auch näher zu deiner in Zukunft erfolgreichen Selbstständigkeit führen.
Sei Fan dieses Glaubenssatzes und du wirst dein eigener größter Fan werden – was wiederum der Garant für die Nachhaltigkeit deines Ziels sein wird:
»Mindset ist kein Eso-Geschwafel,
denn es passiert in meinem Kopf,
meinem wertvollsten Asset.«
You rock, keep blooming!
Denn:
»Sobald DU an deinen Erfolg glaubst
und dem Weg dorthin bedingungslos vertraust,
wird er kommen.«


