[Aktualisiert am 14. Februar 2024.]
Ok, dass du dich und dein Angebot als Texter:in irgendwo auch zeigen musst, ist, glaub ich, ganz logisch, oder? 😉
Wenn keiner von dir und deiner Hilfe weiß, wird auch keiner buchen.
Für dieses „Zeigen“ gibt es heutzutage unzählige Möglichkeiten.
Da du dich aber für das Erfolgsbranding-Universum entschieden und dich damit pro meine Philosophie & Marketing-Strategie ausgesprochen hast, geh ich mal stark davon aus, dass du auch eine positive Einstellung gegenüber der Contentmarketing-Variante hast. 😉
Allerdings weiß ich, dass trotz einer generell aufgeschlossenen Haltung auch immer wieder Zweifel aufkommen können.
Da Content-Marketing nämlich in einigen Punkten (vor allem, wenn man sich noch nicht ausführlich damit beschäftigt hat), regelrecht paradox wirkt.
Damit solche potenziell zweifelnden und infrage stellenden Gedanken gleich aufgefangen werden können, wenn sie entstehen, liest du hier als Abschluss deines Mindset-Meilensteins eine persönliche „Gegenrede“.
„Gegen die Säue“, wenn du so willst, haha.
Vor allem ist es jedoch eine Lobrede für eine Marketing-Variante, die nicht nur besonders effizient ist und Spaß macht, sondern auf uns Texter:innen einfach wie die Faust aufs Auge passt.
Und da Marketing einen großen Teil deiner Arbeit als Selbstständige:r ausmachen wird, solltest du die Variante deiner Wahl lieben.
Nicht, dass sich dieser notwendige und so wichtige Part nur wie ein abzuarbeitendes, nerviges To-do anfühlt.
Denn das bestimmt wiederum allein dein Kopf.
Nicht eine Vorlage oder Taktik, der du einfach nur unreflektiert folgst (und sie dann auch nicht „funktioniert“).
Ja, dein Mindset ist für dein Tun ganzheitlich verantwortlich.
In jedem denkbaren Aspekt deiner Selbstständigkeit.
Was ist eigentlich Content-Marketing genau, warum ist es so mächtig und warum würden es Säue lieben?
Um Vladi, Gründer und Geschäftsführer einer meiner Lieblingsblogs „Chimpify“ und Vorreiter im Bereich Content-Marketing, zu zitieren:
»Seitdem es Höhlenmalereien und Geschichten am Lagerfeuer gibt, gibt es auch „Content Marketing“.«
Zum damaligen Zeitpunkt war das jedoch erst mal „nur“ Empfehlungsmarketing, wenn man als „Insider“ z. B. den besten Hufschmied im Dorf empfehlen konnte.
Sobald es dann auch Druckerzeugnisse gab, entstanden z. B. auch Flyer mit Tipps zu alltäglichen Problemen und einem gleichzeitigen (scheinbar zufälligen) Hinweis auf denjenigen, der diesen Flyer erstellt hat.
Was Vertrauen in dessen Professionalität zum im Flyer erwähnten Thema schaffte und ihm letztendlich mehr Verkäufe bescherte.
In diesem Artikel von Vladi findest du übrigens einen kurzen Abriss über die ganze Entstehungsgeschichte von Content-Marketing – absolut lesenswert!
Jetzt aber erst mal weiter im Text, ok? 😉
Content an sich sind Inhalte mit Mehrwert, die am besten so verfasst sind, dass sie emotional gelesen und aufgenommen werden, damit auch eine Handlung danach folgt (die wiederum durch eine Handlungsaufforderung (aka CTA) gelenkt und ausgelöst wird).
Hierzu will ich noch einmal Vladi von Chimpify zitieren, weil er es einfach auf den Punkt bringt:
»Du musst zuerst etwas Wertvolles (Content) bieten,
um etwas Wertvolles (Aufmerksamkeit) zu erhalten.
Erst dadurch wird es zu einem effektiven Werbemittel.
Und genau dann sprechen wir von Content-Marketing.«
Der große Unterschied von Content-Marketing zu bspw. aggressivem Direktmarketing ist, dass du dich und deine Dienstleistung nur indirekt bewirbst (denn alles andere wäre ja schon ein Verkauf).
Sehr viel chilliger und ehrlicher, wie ich finde.
Nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und so.
Du schaffst durch deinen Content erst einmal eine Verbindung zu potenziellen Traumkunden und schließt damit gleichzeitig Nicht-Traumkunden aus.
Da diejenigen, die sich nicht für deinen Content interessieren, auch nicht für dich interessieren.
Du bietest dadurch deine Dienstleistung auch automatisch nicht als Produkt, sondern als Lösung zu einem Problem an.
Denn das, wovon du in deinem Content sprichst, ist eben diese Lösung – für die man dich zur Unterstützung buchen kann.
Durch deinen professionellen und ausführlichen Content zeigst du wiederum, dass du dich damit auskennst, also Expert:in in diesem Bereich bist.
Übrigens:
Wo früher (also ganz besonders vor den Zeiten des Internets) noch traditionelles Marketing funktioniert hat (da nur der Verkäufer am längeren Hebel saß), läuft heutzutage der Hase anders:
Heute hat der Kunde die Zügel in der Hand.
Kunden informieren sich vor einem potenziellen Kauf sehr viel mehr als früher.
Vor allem, da sie ja auch viel bessere Möglichkeiten dazu haben.
Kunden nehmen auch den Großteil ihrer Kundenreise (von ihrem Problem zur Lösung, also zur Dienstleistung dafür) selbst in die Hand.
Und sie lassen sich von auf ihrem Weg liegenden CTAs nur beeinflussen, falls es sie wirklich anspricht, keine Zweifel aufkommen und sie Vertrauen gefasst haben.
Wer sich heute nicht mit authentischem Content-Marketing auseinandersetzt, sondern weiterhin „Hau drauf“ praktiziert und das, was er verkaufen will, einfach nur einhämmert, (da er in seinen Augen ja der King ist und die Schäfchen schön die Klappe halten und ihm vertrauen sollen), verliert.
Die Schäfchen sind nicht unbedingt intelligenter geworden, aber auf jeden Fall bewusster, informierter und kritischer.
Eine unglaublich wichtige Einsicht, die dir so einige Selbstzweifel nehmen kann, wenn eine „Hau drauf“-Methode (mal wieder) nicht funktioniert hat. 😉
Wo Content-Marketing stattfindet
Content-Marketing ist offen für jegliche kreative Platzierung und Ausgestaltung von Inhalten mit Mehrwert.
Auf jeden Fall sollte der Ort der Platzierung zur Dienstleistung passen und auch die jeweilige Zielgruppe ansprechen.
(Wenn jemand z. B. Sprechtraining für Führungskräfte anbietet, sind Audios/Videos zwingend notwendig, aber eine Präsenz auf TikTok wär wohl für die Katz.)
Grundsätzlich gibt es folgende Longterm- oder Longcopy-„Content-Hubs“, die du mit deinen Inhalten mit Mehrwert für deine Zielgruppe bespielen kannst: (aber am Anfang bitte nur einen davon!)
- Blog als Textmedium
- Podcast als Audiomedium
- Vlog als Videomedium
Social Media kann als Shortterm- oder Shortcopy-Medium für Teaser der Inhalte dieser Content-Hubs genutzt werden.
(Hier wollen wir aber noch nicht zu tief einsteigen, denn darum geht es ausführlichst im „Branding“-, „Shortterm-Marketing“ und „Longterm-Marketing“-Meilenstein. 😉 )
Zurück zu den Säuen und zum Prädikat „kostenlos“
Yes, solche Inhalte mit Mehrwert im Rahmen von Marketing sind kostenlos und frei zugänglich.
(Exklusive Mitgliederbereiche, die noch spezifischere Inhalte bieten können, mal ausgeschlossen).
Diese Inhalte haben, wie gesagt, einen Mehrwert und sind deswegen alles andere als nur Blabla.
Von daher entstehen sie natürlich auch nicht einfach so nebenbei, sondern bedürfen einer intensiven Beschäftigung für die Erstellung, (die Zeit kostet).
Kein Content mit Mehrwert ist random.
Die Zeit, die für die Erstellung dieser Inhalte verwendet wird, ist wertvolle Arbeitszeit, für die du nicht direkt entlohnt wirst.
Aaaaber eben nur indirekt nicht, dafür aber mit noch sehr viel mehr, als du dir bisher vielleicht vorstellen kannst.
Vergleiche einfach mal den Aufwand und das potenzielle Ergebnis von traditionellem Marketing mit dem Aufwand und potenziellem Ergebnis von Content-Marketing:
- Du erstellst Inhalte auf Basis deines Fachwissens und deiner Skills – schreibst also über das, wofür du brennst – und hilfst gleichzeitig deiner Zielgruppe bei einem Problem – anstatt deine Dienstleistung hart zu pitchen, ohne sicher zu sein, dass du damit überhaupt ein Problem lösen kannst bzw. deine Käufer damit glücklich machst.
- Du baust mithilfe deines Contents eine Brücke ZU deiner Dienstleistung und schmeißt Kunden nicht einfach nur dorthin, was wiederum die Käufer zu mehr Verständnis und auch zur Wertschätzung deiner Dienstleistung führt.
- Du baust durch deinen Content-Hub eine eigene Plattform, auf der du deine eigenen Inhalte zur Verfügung stellen kannst, anstatt Geld für bspw. Anzeigen oder andere Werbeplattformen aus dem Fenster zu schmeißen.
Du lässt also deine Texte langfristig für dich arbeiten.
(Ausnahme: Falls du als Expert:in bereits gesettelt bist und eine bereits getestete Zielgruppe für eine bestimmte Dienstleistung hast, bietet sich die Schaltung von zusätzlichen Anzeigen auf z. B. Social Media an. Das ist aber schon Next Level. ;)) - Du machst durch Content mit Mehrwert, nützlichen Informationen und emotionalem Storytelling dich als Personal-Brand bekannt und sicherst dir damit Interessenten, die dich und deine Hilfe wertschätzen, langfristig. (Von Weiterempfehlungen dieser Personen aufgrund deines Status mal ganz zu schweigen.)
An genau diese Personen verkaufst du deine Dienstleistung („ganz zufällig“ bzw. als Zusatz oder nebenbei), da sie zu ihnen passt, und nicht, weil du sie mit einem besonders smarten Verkaufstext um den Finger gewickelt hast. - Und mithilfe von Social Media als verbundenes „Teaser-Medium“ connectest du dich sehr viel persönlicher und kannst dich mit deiner Zielgruppe austauschen, als jegliche Umfragen oder aufwendig erstellte Recherchen jemals könnten.
»Content Marketing is the only marketing left.«
Seth Godin
Und wenn das noch nicht genug Argumente für die Perlen wären …
… Content-Marketing hat auch eine sehr viel geringere Einstiegshürde für dich und verursacht auch grundsätzlich keine Kosten.
Ganz besonders für Texter:innen wie dich, da du deine Zeit in das investierst, was du ohnehin am liebsten tust: schreiben.
Ja, du benötigst für den Erfolg von Content-Marketing Geduld und Durchhaltevermögen.
Es wird keine Durchbrüche über Nacht geben.
Aber langfristig gesehen ist die Investition deiner Zeit in Content-Marketing jede Sekunde wert.
Im Endeffekt erschaffst du dir mit einem Content-Hub nicht nur eine Plattform für deine Inhalte, sondern einen Vermögenswert deines Business (wie das Vladi so schön bezeichnet hat).
Einen Wert, den du anzapfen kannst, wann, wie und wo du willst.
Den du verwenden und recyclen kannst, so oft du willst.
Und der dir langfristig nicht nur mehr, sondern auch bessere Kunden bringt, da du durch deine Inhalte eine Vorauswahl schaffst.
Wenn du jetzt immer noch denkst, dass Content-Marketing Perlen für die Säue wären, müssen wir uns unterhalten, haha. 😉
Spaß beiseite, ich bin mir zu 100 % sicher, dass dich dieser Artikel nur noch näher zur regelrechten Verehrung von Content-Marketing als authentische, ehrliche und vor allem nachhaltige Methode für Kundengewinnung gebracht hat.
Und, du ahnst es schon:
Natürlich ist bei jeder Marketing-Variante, die du anwendest, dein Kopf und deine Einstellung dazu das Entscheidende.
Nimm dir also ein weiteres Mal deine Reflexionsseiten deiner Wahl zur Hand und reflektiere für dich, was Marketing (bisher) für dich bedeutet.
Welche Funktion es für dich als Selbstständige:r einnimmt.
Welches Standing es bisher hat (und welches es wünschenswerter Weise haben sollte).
Welche Einstellung du gegenüber dem nicht wegzudenkenden Faktor Marketing in Zukunft haben willst – (egal für welche Variante oder Strategie du dich entscheidest).
Das Ziel ist, dass du deine Vermarktung nicht (mehr) nur als leidiges To-do, die deine Selbstständigkeit nun mal mit sich bringt, ansiehst.
Sondern als etwas, das du lieben lernst, da es dein Sprachrohr ist.
Jupp, Einstellung ist alles!
Denn genau die sehen & lesen auch deine zukünftigen Traumkunden.


