Die Gretchenfrage als Texter:in: Freelancer:in oder Freiberufler:in?

Texter:in überlegt zwischen Freelancer:in oder Freiberufler:in

Okay, du willst als Texter:in arbeiten –
aber mit der größtmöglichen Freiheit?

Dann schließt sich schon einmal der Status als Angestellte:r aus, denn der:die ist weisungs- und meistens auch orts- & zeitgebunden.

Klar gibt es mittlerweile (besonders in der jetzigen Zeit) immer mehr Möglichkeiten, auch als Angestellte:r von überall aus mit nur Ablieferungsdeadlines und Präsenz bei Meetings etc. zu arbeiten.

Das große ABER ist hier die ganzheitliche Freiheit. In Bezug auf was und worüber du schreibst, für wen, wann und wo.

Den Unterschied zwischen Angestelltendasein und Selbstständigkeit will ich aber in einem gesonderten Artikel behandeln – stay tuned!

Die typischen Klischees eines Digitalen Nomaden erfährst du übrigens in diesem Beitrag.
Und zum generellen Arbeiten im Ausland verrät dieser Artikel so Einiges über Digitale Nomaden, Geo-Arbitrage & Co.

In diesem Artikel soll es jedoch darum gehen, welche (Status-)Möglichkeiten du als selbstständige:r Texter:in hast!

Ok, tauchen wir mal ein …

Freelancer:in, Unternehmer:in oder Freiberufler:in als Texter:in
… in a nutshell

Als selbstständige:r Texter:in steht es dir generell frei, als Freelancer:in und/oder Unternehmer:in (d. h. als Gewerbetreibende:r) oder auch als Freiberufler:in zu arbeiten.

  • Freelancer:innen sind freie Mitarbeiter für mehrere Unternehmen, die auf selbstständiger Basis arbeiten und damit ein Gewerbe (z. B. eine Personal-Brand) betreiben.
    Sie sind nicht angestellt, sondern führen Dienstleistungen gemäß ihrem Angebot auf Basis eines Auftrags oder Projekts aus.
  • Unternehmer:innen hingegen haben nicht nur eine eigene Personal-Brand, sondern z. B. auch eine eigene Agentur oder ein komplexeres Gewerbe, das über die ausschließliche Erstellung von Texten hinausgeht.(Wie bspw. zusätzlich Beratungen anbietet, Vorlagen oder ein eigenes E-Book im Rahmen seines Themenbereichs verkauft. Was sich alles im Rahmen seiner Selbstständigkeit mit der Zeit entwickeln kann und man mit einem Gewerbe komplett frei ist, es zusätzlich anzubieten).
  • Freiberufler:innen arbeiten ebenfalls selbstständig, unterliegen jedoch aufgrund deren Status einigen Auflagen und Einschränkungen. Ihnen ist es generell nicht erlaubt, etwas herzustellen oder einen Warenaustausch zu machen.
    Ihre Tätigkeit, (die übrigens zu den sogenannten Katalog-Berufen gemäß §18 EStG gehört und mit einer entsprechenden Qualifikation nachgewiesen werden muss), muss der offiziellen Jobbeschreibung entsprechen und zum Wohl der Allgemeinheit beitragen. „Die Freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit.”
    Im Schreibbereich können das z. B. Autoren, Lektoren, Journalisten, Übersetzer oder ähnliche Jobs sein.
    Ob dein „Job” als Freier Beruf anerkannt und mit welchen Voraussetzungen er dann belegt wird, entscheidet dein Finanzamt.

Freelancer:in oder Freiberufler:in als Texter:in

Da man i. d. R. nicht gleich als Unternehmer:in in die Selbstständigkeit startet, gehe ich im Folgenden ausschließlich auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Freelancer:innen und Freiberufler:innen ein.

Auch wenn die Begriffe Freelancer und Freiberufler oft synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich grundlegend.

Ein:e Texter:in, der:die sich selbstständig machen will, muss die Vor- und Nachteile anhand seiner:ihrer individuellen Situation abwägen.
Allerdings ist es auch möglich, jederzeit zu switchen oder unterschiedliche Status gleichzeitig auszuüben.
Also, kein Stress. 😉

Gemeinsamkeiten

Da sowohl Freelancer:innen als auch Freiberufler:innen von den Vorteilen einer Selbstständigkeit, d. h. von einem eigenverantwortlichen Arbeiten, profitieren, liste ich hier Gemeinsamkeiten beider Status auf:

  • Du kannst sowohl als Freelancer:in als auch als Freiberufler:in nebenberuflich starten und erst einmal in die Selbstständigkeit hineinschnuppern.
    (Auch wenn ich das aus Erfahrung nicht empfehlen kann, da man sich aufgrund der vermeintlichen Sicherheit des zusätzlichen Angestelltenjobs eigentlich nur verzettelt, sich nicht wirklich auf den Aufbau seiner Selbstständigkeit fokussiert und von daher auch nicht die volle Bandbreite der eigentlich angestrebten Freiheit genießen kann. Ohne Fokus kann man sich (logischerweise) keinen Expertenstatus aufbauen und man bleibt dadurch stets nur ein Erfüllungsgehilfe, der das „halt so nebenbei macht“. Selbstbewusstsein, Ernsthaftigkeit gegenüber seinen Zielen und ein Fokus auf eine (1!) Tätigkeit, die immer weiter ausgebaut und optimiert wird, ist jedoch grundlegend für ein Business, das einem tatsächlich den Lebensunterhalt finanziert.)
    Falls das aber trotzdem (vorerst) die für dich einzige Option ist, musst du darauf achten, dass sie jeweils nur 50 % deiner Tätigkeiten einnimmt, da du dich sonst (wie ein:e hauptberuflich Selbstständige:r) komplett selbst versichern musst.
    Zudem musst du berücksichtigen, dass bei einer gewissen Regelmäßigkeit von Aufträgen für ein und denselben Auftraggeber eine gewisse Abhängigkeit in Form von Verfügbarkeit und Exklusivität entstehen kann. Was eine nicht erlaubte Scheinselbstständigkeit wäre – EIN Auftraggeber darf nämlich nicht mehr als 83 % der Gesamteinnahmen ausmachen.
  • Falls du dich zwischen Freelancer- und Freiberufler-Status (noch) nicht entscheiden kannst, kannst du auch beide Status parallel ausführen und dich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit für einen Status entscheiden.
  • Du bist für deine soziale Absicherung (bspw. Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung) selbst verantwortlich, da deine Auftraggeber (anders als ein Arbeitgeber) keinerlei Sozialabgaben übernehmen.
  • Unternehmerisches Denken ist nötig sowie eine ordentliche Buchführung inkl. die empfohlene Auszahlung eines eigenen Gehalts.
    (Ein eigenes Geschäftskonto ist empfohlen, auch wenn es nur für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben ist. Viele Banken erlauben jedoch keine geschäftlichen Umsätze auf Privatkonten, was zur Schließung führen kann, falls es auffällt bzw. einmal kontrolliert wird).
    Betriebskosten sind als Werbungskosten absetzbar (Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Weiterbildungen, … und grundsätzlich notwendige Betriebsausgaben).
    In diesem Sinne muss auch z. B. der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (mit einer Schätzung des voraussichtlichen Umsatzes) ausgefüllt werden. Dahingehend entscheidet sich auch die potenzielle Umsatzsteuerplicht und eine dementsprechende Umsatzsteuer-Vorauszahlung.
    Die Kleinunternehmerregelung in Bezug auf die Umsatzsteuer kann gleichermaßen von Gewerbetreibenden und Freiberufler:innen in Anspruch genommen werden.
    Zum Erhalt von Bezahlungen seiner Dienstleistungen müssen Rechnungen geschrieben werden.
    Natürlich bist du als Selbstständige:r auch komplett für dein Marketing verantwortlich.
    Präsenz ist alles. Denn wenn niemand weiß, dass es dich gibt bzw. was du anbietest, wird dich auch keiner in Anspruch nehmen wollen, oder? 😉
  • Es muss abgeklärt werden, ob für seinen Beruf bzw. sein Gewerbe eine bestimmte Mitgliedschaft notwendig ist.
    Z. B. ist eine Mitgliedschaft bei der zuständigen IHK (Gewerbetreibende) bzw. bei der zuständigen Standeskammer (Freiberufler) notwendig – wozu jedoch Texter:innen i. d. R. nicht gehören.

Unterschiede

Okay, falls das alles für dich in Ordnung ist und du dich nun für einen Status, Freelancer:in oder Freiberufler:in als Texter:in, entscheiden willst, können dir folgende Unterscheidungsmerkmale einen Wink in deine Richtung geben:

  • Als Freelancer:in bist du aus steuerrechtlicher Sicht ein Gewerbetreibender, als Freiberufler:in ein:e Selbstständige:r eines Katalogberufs.Als Freelancer:in musst du beim Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden, dich für eine Unternehmensform entscheiden, dementsprechend Gewerbesteuer bezahlen, eine EÜR (als Kleinunternehmer) oder Bilanz (mit doppelter Buchführung) erstellen (je nach Umsatz und Unternehmensform), evtl. eine Umsatzsteuer-ID-Nummer beantragen (nicht als Kleinunternehmer) und auch deine persönliche Einkommenssteuer (über das an dich ausgezahlte Gehalt deines Gewerbes) machen. (Du bist einkommenssteuerbefreit bis zu einer Grenze von aktuell 9.744 €.)
    Für die Gewerbesteuer gilt: 3,5 % deines Gewerbeertrags + Gewerbesteuerhebesatz gemäß der Gemeinde, in der du bzw. dein Gewerbe gemeldet ist. (Mindestens beträgt dieser Gesamtsatz 7 %, im Durchschnitt 15 % deines Gewerbeertrags.) Allerdings gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 €. Was übrigens ein Freibetrag ist (keine Freigrenze), d. h. dieser Betrag wird bei der Berechnung immer abgezogen. (Noch mehr Infos zu einer exakten Berechnung erhältst du hier.)Als Freiberufler:in musst du deine Tätigkeit ausschließlich dem Finanzamt melden, deinen Beruf anerkennen lassen, eine Steuer-ID beantragen (falls noch nicht vorhanden) und eine jährliche Einkommenssteuererklärung sowie eine einfache EÜR abliefern. (Du bist einkommenssteuerbefreit bis zu einer Grenze von aktuell 9.744 €.)
  • Als Freelancer:in musst du dich komplett selbst versichern. Bei künstlerischen oder publizistischen Tätigkeiten als Freiberufler:in kann man sich über die Künstlersozialkasse (KSK) kranken-, pflege- und rentenversichern. (Beitrag entspricht nur dem AN-Anteil, also der Hälfte des Versicherungsbeitrags.)

Fazit & Entscheidung Pro oder Kontra „Freelancer:in oder Freiberufler:in als Texter:in” anhand meiner eigenen Story

Zusammenfassend muss ich sagen, dass sich dies wirklich alles andere als easy anhört. Ganz besonders, wenn man erst startet.

Ich persönlich bin als Texterin mit einem Kleingewerbe gestartet, um mich mit den ganzen Bedingungen sowie der notwendigen Bürokratie und Steuerangelegenheiten vertraut zu machen.

Deutschland macht es Gründer:innen nicht wirklich einfach. Aber als Kleingewerbetreibende:r bist du zumindest von so einigen Dingen befreit, wie z. B. einfachere Rechnungsstellung und Buchhaltung (keine Umsatzsteuerberechnung, einfache Buchführung und nur EÜR).
Da ich Größeres vorhatte und mich vor allem in Bezug auf das, was ich vorhatte, nicht einschränken wollte, hab ich mich gleich von Anfang an ausschließlich mit einem Gewerbe beschäftigt und einen Freiberufler-Status für mich grundsätzlich ausgeschlossen.

Aufgrund des jedoch immer komplexer werdenden Bürokratieaufwands und meiner dann wenig später folgenden Abmeldung aus Deutschland habe ich mich für eine Anmeldung eines Gewerbes in einem anderen Land entschieden. Wodurch ich einerseits als Digitale Nomadin mehr steuerliche Freiheiten habe und auch einen sehr viel geringeren Buchhaltungsaufwand. Das ist aber ein anderes Thema … 😉

In meiner privaten Facebook-Gruppe befinden sich übrigens Texter:innen sowohl als Freelancer:innen als auch als Freiberufler:innen, die sich dort austauschen und gegenseitig inspirieren.

Komm zu uns und erfahre, wie du sowohl als Freelancer:in als auch als Freiberufler:in dir deine eigene Personal-Brand aufbauen und den Textermarkt revolutionieren kannst! Ganz ohne Low-Budget-Plattformen und Kaltakquise.
Ich freu mich auf dich!

Mindset-Fehler, die Texter:innen scheitern lassen

Tasse „Like a Boss“ versus Mindset-Fehler als Texter:in

… oder: Warum dir dein Hirn oft einen Strich durch die Rechnung macht.

Oder auch:
Die Mindset-Ohrfeige aka Watschen,
die du vielleicht gerade ganz dringend brauchst. 😉

Vor ein paar Tagen hab ich einen super inspirierenden Artikel einer meiner Lieblings-Autoren gelesen, der für mich einfach mindblowing war.
Und zwar über Tipps gegen Mindset-Fehler als Texter:in, die ich in diesem Artikel für (angehende) Schreibtalente mit meinen eigenen Erfahrungen gespickt „übersetzen“ will.
Mindestens genauso mindblowing, versteht sich. 😉

Warum bzw. wann solltest du weiterlesen?

  • … wenn du das Gefühl hast, momentan irgendwie nicht weiterzukommen
  • … wenn du nicht weißt, warum gerade so vieles einfach nicht klappen will
  • … wenn du einfach nur frische Inspiration & Motivation haben willst
  • … oder wenn du wissen willst, warum du einfach immer wieder (vermeintlich) failst

Du bist in jedem Fall damit nicht allein, das steht schon mal fest.
Selbst, wenn jeder Punkt auf dich zutrifft.
I’ve been there.

Wenn du dich übrigens mit anderen Texter:innen darüber austauschen willst, ist meine private Gruppe für Texter:innen auf Facebook der richtige Ort dafür!
Schau einfach mal vorbei und hol dir Unterstützung und Inspiration von Gleichgesinnten!

Lass uns jetzt aber erst einmal die potenziellen Mindset-Fehler als Texter:in anschauen, die dich scheitern lassen können:

Mindset-Fehler als Texter:in # 1:
Wenn du nur mit der Masse mitschwimmst, wirst du untergehen

„Society everywhere is in conspiracy against the self-reliance of every one of its members.”
Ralph Waldo Emerson

Will heißen, wenn du dich immer jedem (oder auch nur einem) anpassen willst, um brav „mitzuschwimmen“, wirst du nicht aus der Masse herausstechen.

Genau das ist aber für eine:n Texter:in entscheidend:
ein Alleinstellungsmerkmal zu haben, eine Nische und eine darauf zugeschnittene Zielgruppe.

Inspiration und Vorbilder zu haben, ist zwar gut, aber nicht als Copycat.

Apropos, wenn dir die ganzen Begriffe à la Mindset, Copycat etc. noch eher Stirnfalten ins Gesicht drücken, empfehle ich dir mein Onlinebusiness-Wörterbuch für Texter:innen, das du kostenlos zum Abonnement meiner WordsWeekly erhältst.
Hol’s dir gleich HIER und leg’s dir unters Kopfkissen!

Weiter im Text:

Texter:innen mit Bauchläden können zudem zwar unglaublich „busy“ sein, ganz besonders auf Freelancer-Plattformen.
Dies wird sie aber nicht erfolgreich und schon gar nicht ein Business mit einer herausragenden Personal-Brand aufbauen lassen. Es wird sie eher in den Burnout führen. True story.

Um als Texter:in wirklich erfolgreich zu sein, MUSST du aus der Masse herausstechen. Vor allem, um höhere Preise als Expert:in zu rechtfertigen, die dein Leben hauptberuflich finanzieren können.
Qualität über Quantität.
Und du musst genau das hinausschreien und z. B. mit (Content-)Marketing „okay sein“.
Du musst dich im Endeffekt als Expert:in für deine Nische positionieren.

Wenn du nur mit der Masse mitschwimmst, bist du nur ein weiterer Fisch im ohnehin schon völlig überfüllten Goldfischglas.
Ein Goldfischglas mit Low-Budget-Texter:innen, Low-Budget-Aufträgen und Low-Budget-Kunden.
Sei kein Goldfisch, sei ein schillernder Koi, mindestens!

Mindset-Fehler # 2:
Ohne Konsistenz und Geduld wirst du scheitern

Vielleicht suggerieren dir ein paar Facebook-Ads für schwammige MLM- oder „Get-rich-quick“-Angebote etwas anderes, aber du wirst als Freelance-Texter:in leider nicht über Nacht erfolgreich werden. Punkt.
Auch nicht in ein paar Wochen. Vielleicht noch nicht einmal in ein paar Monaten.

Aber du hast mit einer überzeugenden Personal-Brand großes Potenzial, dies mit viel Durchhaltevermögen zu erreichen!
Dafür braucht es halt nur mehr, als nur eine Website online zu stellen und ein paar Akquise-E-Mails zu schreiben.

Ganz besonders, wenn du dich für die Marketing-Strategie des nachhaltigeren und authentischeren Content-Marketings entschieden hast, musst du am Ball bleiben und darfst dein Vertrauen in die Sache nicht verlieren.

Sieh den Aufbau deiner Personal-Brand nicht als Nebenerwerb, „was du halt jetzt mal ausprobierst und schaust, was dabei rauskommt.“
So wird es nämlich nicht funktionieren.
Absolut verständlich, denn Kunden wollen nicht für irgendeinen hingerotzten Text bezahlen, der keiner Leidenschaft für die Sache entspringt.
Sie wollen
a) einen Spezialisten
und b) jemanden, der ihnen die beste Lösung für sie bringt
sowie c) jemanden, der für ihr Thema mindestens genau so brennt wie sie selbst.

Mindset-Fehler als Texter:in # 3:
Wenn du denkst, dass Content-Marketing Zeit- und Geldverschwendung ist, wirst du langfristig scheitern

Ein altes Sprichwort besagt: Nichts im Leben ist umsonst, nur der Tod.
In der westlichen Hemisphäre wird das sehr oft monetär ausgelegt und führt irgendwann sogar zur Überzeugung, dass alles, was umsonst (also kostenlos) ist, nichts taugt.

Daneben besteht (leider) auch noch die Überzeugung, dass man, um zu verkaufen, hart dafür arbeiten müsste.
Ja, selbstständig zu sein, IST hart. Aber nicht das Verkaufen an sich.
Denn jemand, der seine Dienstleistung oder sein Produkt hart anpreisen muss, hat eigentlich schon verloren. (Oder hast du jemals einen Apple-Werbespot im Fernsehen gesehen? …)

Überleg selbst: Kaufst du lieber etwas, das du unbedingt willst, weil es xy macht, yz davon erzählt hat und auch xyz tatsächlich schöner/dünner/jünger gemacht hat?
Oder lieber das, von dem dir der Callcenter-Agent eingeredet hat, dass du, wenn du jetzt nicht zuschlägst, es für immer bereuen wirst – obwohl du vor dem Anruf nicht einmal einen Piep darüber gehört hattest?

Heute geht Verkaufen anders.
Google mal „Permission-Marketing“.
Das ist authentisches und ehrliches Verkaufen.
Ohne aggressives oder nerviges Überzeugen.
Und eben genau das ist auch Content-Marketing.

Besonders easy in den heutigen Social-Media-Zeiten.
In a nutshell:

  • Du schreibst über das, was dich und dein Business ausmacht, wofür du stehst, welche Erfahrungen du damit hast und welchen Mehrwert du darin für dich und andere siehst.
  • Du erzählst dazwischen auch immer wieder von deiner Dienstleistung und wartest geduldig auf deine Traumkund:innen, die im Durchschnitt siebenmal mit dir und deinem Angebot in Kontakt gekommen sind.
  • Diese Traumkund:innen kommen auf dich zu, nicht andersrum, und wollen inspiriert und freiwillig(!) deine Hilfe – weil ihnen gefällt, was du in deinem Content-Marketing präsentierst.

Hammer, oder?

Mindset-Fehler # 4:
Im stillen Kämmerlein wirst du scheitern

Und das gilt nicht nur für die Ideen, die du dort akribisch ausgearbeitet, aber dann tief in der Schreibtischschublade vergraben hast.

Das gilt auch für dein Business generell, wenn du Angst hast, dich und deine Dienstleistungen, also das, mit dem du andere unterstützen kannst, zu zeigen.
Sorry, aber bei Online-Businesses gibt es eben i. d. R. kein Büro oder keinen Shop, in dem du dich und dein Angebot präsentieren kannst.
(Für die meisten ist aber eben genau DAS der Vorteil schlechthin. 😉 )

Wenn du also deine Personal-Brand nicht  p e r s ö n l i c h  präsentierst, ist es keine Personal-Brand mehr.
Wenn deine Personal-Brand kein Gesicht hat, weil dir vielleicht „das ganze Facebook- und Instagram-Trara“ zu blöd ist, ist sie keine Personal-Brand.
Sorry, aber diesen Glaubenssatz musst du überwinden – sonst ist eine Personal-Brand leider nichts für dich.

Pst! Content-Marketing funktioniert übrigens auch für introvertierte und eher schüchterne Texter:innen!

  • Klar ist es noch authentischer, wenn du dich auch über bewegte Medien, d. h. in Videos oder Storys, zeigst – generell kannst du deine Persönlichkeit aber auch einfach über das Medium zeigen, das für Kund:innen letztendlich am relevantesten ist: deine Texte!
  • Nicht jede:r Texter:in ist auch automatisch ein geborener Speaker! Videos zu machen, kann man aber auch lernen und langsam damit warmwerden. Und irgendwann ist es sogar wie Fahrradfahren. 😉
  • Ganz besonders Kaltakquise wird durch Content-Marketing obsolet: Denn das, was für potenzielle Kund:innen zählt, ist dein Content – egal ob Text oder Video. Drück dich und deine Personal-Brand so aus, wie du dich am wohlsten fühlst. Auch als eher introvertierte Persönlichkeit.

Mindset-Fehler als Texter:in # 5:
Folge einem einzigen Plan mit Scheuklappen gegenüber dem großen Ganzen und du wirst scheitern

Ja, das Internet ist überwältigend – ganz besonders ist es mittlerweile gepflastert mit Möglichkeiten, von denen du oft nicht gleich erkennst, welche die „richtige“ ist.
Dieses überwältigende Gefühl kann dich lähmen und dich dann entweder in Entscheidungszweifeln ertrinken oder auch einen bestimmten Weg wählen lassen … mit dem du dann aber trotzdem unglücklich sein kannst.

Ja, ich bin Mentorin & Beraterin für Texter:innen und habe einen Weg für mich und Gleichgesinnte gefunden, der in meinen Augen eine:n authentische:n, erfolgreiche:n und ja, auch glückliche:n Texter:in aus dir machen kann.
Aber ich hab weder die Weisheit mit dem Löffel gefressen, noch bin ich ein allwissender Guru, der DEN Weg zum Erfolg gefunden hat.
Nein, ich hab eine MÖGLICHKEIT gefunden, die dir gefallen kann oder nicht. Die zu dir passen kann oder nicht. Die dir zum Erfolg verhelfen kann oder auch nicht.

Ja, was denn nun??

Halte die Augen offen und orientier dich an dem, was mit deinen Überzeugungen, deinen Werten und deiner Persönlichkeit am besten harmoniert.
(Aus mir wird auch der beste Coach keine zweite Vanessa Lau machen. Das passt einfach nicht zu mir und das ist aber auch völlig in Ordnung.)

Halte die Augen offen und lass dich inspirieren, bis du den Weg gefunden hast, der zu dir und deiner Persönlichkeit passt. Es gibt aber nicht den EINEN Weg und du MUSST gar nichts. (Nur bitte die eben erwähnten Mindset-Fehler vermeiden. 😉 )

Fazit zu Mindset-Fehlern als Texter:in:

Dein Mindset ist die entscheidende Zutat für deine erfolgreiche Selbstständigkeit.
Nicht erfolgreich in den Augen anderer, was dir vielleicht deine Familie oder deine Freunde eintrichtern wollen oder an was du dich verschwommen aus einer BWL-Vorlesung erinnerst.

Erfolgreich für DICH und DEIN Leben.

Und ja, Mindset ist auch alles andere als nur esoterisches Blabla, Beratersprech oder gar Humbug.

Dieses Mindset als Texter:in zuzulassen, ist die entscheidende Verantwortung, die jede:r Selbstständige eingehen sollte.
Im Endeffekt ist es das einzige Muss, das dich durchhalten lässt.
Scheitern lässt.
Aber auch die Krone rücken und wieder aufstehen lässt.

Wenn du jetzt denkst, dass ich der richtige Partner als Unterstützung für deinen Weg bin, komm in meine private Facebook-Gruppe zu Gleichgesinnten, die ebenfalls diesen Weg gehen wollen.
Wir unterstützen uns dort mit Motivation und Inspiration auf dem Weg als Texter:in mit einer Personal-Brand.
Ein Arschtritt von mir persönlich
kann natürlich noch bessere Wunder wirken. 😉

Sonst: Halte die Augen offen – du wirst definitiv DEINEN Weg finden – egal ob hier oder woanders.

Wie du als Texter:in in 5 Schritten ein Portfolio ohne Erfahrung erstellst

Portfolio als Texter:in ohne Erfahrung

What? Ein Portfolio als Texter:in ohne Referenzen und jahrelange Erfahrung??

Klar, kein Kunde will die Katze im Sack kaufen.
Aber auch kein:e Texter:in hat am Anfang 278 Referenzen, die er oder sie vorzeigen kann.
Hier beißt sich die erwähnte Katze in den Schwanz.

Aber wie kannst du nun als Texter:in ein verständlicherweise nötiges Portfolio erstellen, ohne bereits langjährige Erfahrung zu haben?

Das ist möglich!
Wie?
Dazu stelle ich dir in diesem Artikel 5 Möglichkeiten vor, mit denen du sogar jetzt gleich anfangen kannst!

PLUS: In meiner Facebook-Gruppe für angehende Texter:innen habe ich eine kostenlose Vorlage für ein vorzeigbares Portfolio zur Verfügung gestellt, das du mit den genannten Möglichkeiten füllen kannst!
Komm gleich zu uns!

Möglichkeiten für Texter:innen, ein Portfolio aufzubauen

Kleiner Disclaimer:
Klar funktionieren diese Möglichkeiten nicht über Nacht.
Wenn du es mit deiner beruflichen Zukunft als Texter:in allerdings ernst meinst, wirst du mit ihnen nicht nur ein erstes Portfolio aufbauen können, sondern auch mit jedem Text weitere Erfahrungen sammeln, deine Nische finden und deine Zielgruppe bestimmen können!
Denn: Dein Business bist DU! 🙂

1. Sammle Texte, die du bereits verfasst hast

Wahrscheinlich hast du nicht erst seit gestern deine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt, sondern schon früher so einige Texte geschrieben, veröffentlicht oder in der Schreibtischschublade versteckt.
Liege ich richtig? 😉

Durchforste alle Texte nach vorzeigbaren Optionen, die deinen heutigen Schreibstil zeigen und auf die du in irgendeiner Weise stolz bist, da sie dich als Texter:in unverfälscht darstellen.

Das können kurze oder lange, persönliche oder unpersönliche oder auch einfach nur Social-Media-Posts oder Tweets sein.
Alles, was dich als Texter:in authentisch präsentiert, kann hier gesammelt werden.

2. Biete dich als Gastautor:in an

Ja, das wird meistens nicht bezahlt, aber diese Möglichkeit ist tatsächlich ein Win-win für dich!

Biete dich Unternehmen, Bloggern oder Influencern aus dem Themengebiet, für das du brennst, an, einen Gastartikel zu verfassen.

Achte allerdings darauf, dass du die Nutzungsrechte für den Artikel behältst und dein Name als Verfasser genannt wird.

Win-win, da du den Artikel für dein Portfolio als Texter:in verwenden kannst und gleichzeitig für dich als Texter:in wirbst.
Diese Art von Marketing ist ohnehin unbezahlbar.

Schreib aber nicht einfach irgendwo für irgendwen.
Sondern achte darauf, dass dieser Jemand auch mit deiner Philosophie und deinen Überzeugungen harmoniert – sonst würde der Gastartikel eher nach hinten losgehen.

3. Schreibe für Low-Budget

Jaaa, und das aus meinem Mund, ich weiß. 😉
Nein, ernsthaft, denn dein Zugewinn ist hierbei nicht monetär, sondern ein Gegengeschäft!

(Low-Budget ist definitiv keine Option, wenn du bereits ein:e Texter:in mit einer Personal-Brand bist und damit Vollzeit deinen Lebensunterhalt verdienen möchtest. Denn, sobald du nicht mehr am Anfang stehst, hast du als Experte für deine Nische auch die Berechtigung, faire und deine Dienstleistung wertschätzende Preise aufzurufen.)

Was übrigens eine Nische damit zu tun hat, erfährst du in diesem Artikel, und auch, warum du als Texter:in unbedingt eine Nische brauchst.

Da du aber am Anfang für das Schreiben eines monetär schlecht bezahlten Textes einen noch weiteren, nicht monetären Zugewinn hast, ist diese Möglichkeit völlig legitim und von daher auch empfohlen.

Eine meiner Mentees hat bspw. ein Start-up mit einem (Low-Budget-)Lektorat der Texte für ein Magazin, von dem sie persönlich sehr viel gehalten und auch selbst einen wahnsinnigen Zugewinn an Erfahrung bekommen hat, unterstützt. Nicht nur, dass sie ihre Arbeit in ihrem Portfolio als Texterin verwenden konnte – sie hat durch ihre herausragende Leistung sogar einen festen Platz im Team des Magazins erhalten!
Wenn es für dich in Ordnung ist und du Zugewinne nicht nur mit Geld wertest, kann dich am Anfang auch ein Low-Budget-Auftrag glücklich machen und weiterbringen.

Wichtig dabei:
Werte das Schreiben nicht nur in Geld,
sondern auch in Erfahrung und Zugewinn für deine persönliche Entwicklung als Texter:in!

PS: Dazu zählen natürlich auch Praktika oder sonstige eher schlecht bzw. nicht bezahlte Jobs als Texter:in.
Sofern du einen weiteren Zugewinn für dich selbst hast: Go for it!

4. Nutze Content-Marketing – von Anfang an

Du musst nicht bereits ein:r erfolgreiche:r Texter:in sein, bevor du der Welt davon erzählst.
Wenn du etwas zu sagen hast, tu es gleich!

Du kannst dich dabei z. B. auf Social Media (privates Profil oder eigener Account als Texter:in) austoben, einen eigenen Blog starten oder auch auf Plattformen wie Medium schreiben – (Letzteres, falls du auf Englisch texten möchtest).

Weiterer Vorteil:
Du kannst dich hier frei austoben, da du komplett unabhängig nur von dem schreiben kannst, für das du brennst.
Plus: Du sammelst unbezahlbare Erfahrungen, die du über Content-Marketing als Texter:in mit einer eigenen Personal-Brand dann weiter strukturieren und professionalisieren kannst!
Schon wieder ein Win-win!

5. Wie du aus diesen Optionen dein Portfolio erstellst

Ok, du hast jetzt in ein paar Wochen oder Monaten in die Tasten gehauen und so allerlei Texte gesammelt, auf die du stolz bist und die dich als Texter:in optimal präsentieren.

Jetzt geht es darum, diese Texte auch noch optimal zu verpacken.

Und ja, bei der Verpackung geht es um Marketing.
Denn diese Texte sollen dich als Texter:in ja optimal verkaufen.
Plus: Diese „Verpackung“ soll dir dabei helfen, so bald wie möglich die Preise verlangen zu können, die deine Arbeit als Texter:in im Endeffekt wert ist.

Was übrigens in diesem Zusammenhang wichtig wird, erfährst du in diesem Artikel, warum bzw. wie du als Texter:in zu deinen Preisen stehen solltest.

Das Design bzw. der Aufbau deines Portfolios ist neben dem Inhalt absolut entscheidend.
Denn dein Portfolio als Texter:in sollte

  • ansprechend sein
  • leicht konsumierbar sein
  • deine Nische, Expertise und Skills zeigen
  • einen Bedarf auf dem Markt ansprechen
  • darstellen, WEM du textliche Lösungen anbieten kannst
  • und zeigen, WAS du konkret anbietest

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du dein Portfolio als Texter:in grafisch aufbauen und gestalten kannst.

Hier sind 3 davon:

1. Eigene Website

Yes, eine eigene Website, auch wenn es nur ein Onepager ist, kann deine digitale Visitenkarte sein.

Wie du übrigens super easy eine eigene Website über WordPress bauen kannst, lernst du in diesem Artikel.
  • entweder gleich als komplette Website mit deiner Präsentation als Texter:in inkl. bspw. About-Seite, deinen Dienstleistungen, (eigenem Blog) und Kontakt-Möglichkeiten
  • oder auch nur als einfache Landingpage für Interessenten, auf die du zielgerichtet verlinken kannst

2. Portfolio im PDF-Format

Wenn du auch etwas kreativ bist, erstelle ein (verlinkbares) Portfolio im PDF-Format, das du entweder über ein externes Hosting (wie z. B. Canva) oder als Anhang verschicken kannst.
Je nach Skills kannst du dafür entweder Canva (kostenlose Version reicht aus) oder auch Adobe InDesign (monatlicher Kostenpunkt einzeln oder mit anderen Apps in der Creative Cloud) nutzen.

Für die Mitglieder meiner Facebook-Gruppe habe ich übrigens exklusiv eine kostenlose Canva-Vorlage zur Verfügung gestellt!
Komm auch zu uns und lass dich inspirieren!

Beschreibe DICH als Texter:in, nenne Referenzen und Feedbacks deiner Kunden und verlinke deine Arbeiten.
Sei in jedem Fall kreativ und gestalte dein PDF optisch ansprechend, denn das Auge isst immer mit.

Zusatz-TIPP:
Probier dich dabei auch gleich in einem individuellen Branding als Texter:in aus!
Farben, Schriftarten, Fotos … macht wahnsinnig Spaß und du gewinnst unglaubliches Selbstbewusstsein, je mehr deine Personal-Brand an Form annimmt!

3. Portfolio über Plattformen

Eine weitere kostenlose Möglichkeit, ein Portfolio als Texter:in zu erstellen, gibt es z. B. auf Contently oder Carbonmade.
Melde dich an, erstelle ein eigenes Profil und verlinke alle Artikel, die aus deiner Feder stammen (eigener Blog, Gastartikel etc.)

Fazit

Ein Portfolio ist in jedem Fall eine berechtigte Forderung von potenziellen Kunden, da sie verständlicherweise nicht die Katze im Satz kaufen wollen.

Allerdings musst du für ein eigenes vorzeigbares Portfolio nicht erst Jahre an Erfahrungen sammeln, sondern kannst auch einfach nur smart und mit meinen Tipps innerhalb von nur wenigen Monaten oder gar Wochen zum Ziel kommen!

Wenn du jetzt übrigens Blut geleckt hast und es gar nicht erwarten kannst, noch mehr Infos zu einer eigenen Personal-Brand als Texter:in zu bekommen, dann komm auf jeden Fall in meine private Gruppe auf Facebook.

Hier tummeln sich Schreibtalente und Texter:innen, die nicht mehr auf Kaltakquise und Freelancer-Plattformen angewiesen sein wollen, sondern stattdessen ein richtiges Business mit einer Personal-Brand aufbauen wollen!
Ich freu mich auf dich!

5 Fehler als Texter:in, warum deine Preise die falschen Kunden anziehen

Fehler für falsche Kunden

Eine Grundregel, wenn du als selbstständige:r Texter:in deine Kunden auswählst:

Verkaufe dich niemals unter deinem Wert.

Mit Billigpreisen fügst du dir und deinem Business auf Dauer nur Schaden zu – das Ganze haben wir schon in diesem Beitrag ausführlich erklärt.

Was aber, wenn du trotz allem immer noch an die falschen Kunden gerätst?
An solche, die dich unbedingt herunterhandeln und deine Preise nicht akzeptieren wollen?
An solche, die eindeutig nicht deine Traumkunden sind?

Genau das schauen wir uns in diesem Artikel genauer an. Außerdem erfährst du, welche 5 Fehler als Texter:in du bei deinen Preisen unbedingt vermeiden solltest. Sozusagen eine Art Troubleshooting für Texter:innen, denen noch die Wertschätzung ihrer Kunden fehlt.

Lerne, als Texter:in die „richtigen“ Kunden zu erkennen

Fangen wir mit den Basics an:
Was unterscheidet überhaupt die „richtigen“ von den „falschen“ Kunden?

Nun ja – im Allgemeinen gibt es 2 verschiedene „Gruppen“:

  1. Die erste Gruppe hat ein Problem und sucht eine möglichst günstige Lösung dafür. Nicht mehr und nicht weniger.
    Für diese Kunden ist der Preis ganz klar wichtiger als die Qualität.
    Für dich als Texter:in heißt das: geringe Wertschätzung und lausige Bezahlung – alles andere als ideal.
    Oft handelt es sich dabei übrigens um eher unerfahrene Unternehmer, denen selbst noch der Anspruch an ihr eigenes Business fehlt.
  2. Im Gegensatz dazu gibt es die zweite Gruppe:
    Diese Kunden wissen genau, dass Sparmaßnahmen an der falschen Stelle langfristig meist zu höheren Kosten führen.
    Sie stellen höchste Ansprüche an sich selbst.
    Deshalb lagern sie bestimmte Aufgaben – wie etwa die Erstellung hochwertiger Texte – ganz bewusst an Experten aus.
    Denn diese Kunden wissen, dass Top-Lösungen nun mal ihren Preis haben und sind gerne bereit, diesen zu zahlen.

Du als Texter:in möchtest logischerweise nur mit Kunden aus der zweiten Gruppe zusammenarbeiten.

Setze auf Inspiration statt auf Überredungskunst

Denn anspruchslose Kunden kosten dich nur Zeit, Kraft und Geld.
Was kannst du also tun, damit du dich nicht mehr mit dieser Gruppe herumschlagen musst?

Die beste Antwort auf diese Frage lautet:
Nichts.

Wenn ein Kunde nicht wirklich an einer hochwertigen, fair bezahlten Lösung interessiert ist, wirst du ihn vermutlich nur schwer umstimmen können.
Verschwende deine kostbare Energie also gar nicht erst mit Überredungs- und Überzeugungsversuchen.

Konzentrier dich stattdessen lieber darauf, dich mit deiner Personal-Brand klar zu positionieren (hier mehr Infos zu Nischen für Texter:in) und steh voller Selbstbewusstsein zu dem, was du tust. Genau das ist es nämlich, was andere inspiriert – und am Ende auch die richtigen Kunden anzieht.

5 Fehler als Texter:in, die du gegenüber Kunden unbedingt vermeiden solltest

So weit die motivierende Theorie – aber was, wenn du als Texter:in von deinen Kunden immer noch nicht die Wertschätzung bekommst, die du dir wünschst?

Dann liegt es möglicherweise daran, dass du einen oder mehrere dieser 5 Fehler machst.
Denn es gibt einige Angewohnheiten, die es deinen Kunden sozusagen leicht machen, dich in deinen Preisen zu drücken:

Fehler als Texter:in # 1:
Du bist immer noch auf Freelancer-Plattformen unterwegs

Die sind nicht grundsätzlich schlecht – Plattformen wie fiverr, Textbroker und Co. sind gerade dann praktisch, wenn du einfach und unverbindlich erste Erfahrungen als Freelancer sammeln willst – (wie wir in diesem Artikel näher erläutert haben).
Allerdings wimmelt es auf diesen Seiten nur so vor anspruchslosen Kunden, die nach ausschließlich billigen Lösungen suchen. Wenn du es also mit deinem Business ernst meinst, schaust du dich langfristig lieber anderweitig um.

Fehler als Texter:in # 2:
Du bist nicht wählerisch genug

Klar, gerade am Anfang freust du dich über jeden Auftrag und jede Anfrage, die du bekommst. Selbst, wenn der Preis etwas zu niedrig ist – ein paar Euro sind schließlich nicht die Welt, oder?
Wenn du aber ständig solche Kompromisse eingehst, kommst du niemals dort an, wo du eigentlich hinwillst. Hör also auf, verzweifelt einfach alle Aufträge anzunehmen, die in deiner Inbox landen. Sei wählerisch und steh selbstbewusst zu deinen Preisen.

Fehler als Texter:in # 3:
Du lässt mit dir handeln

Das ist der Punkt, an dem viele Freelance-Texter:innen einknicken. Der Kunde fragt, ob sich am Preis „noch etwas machen lässt“ – und schon gibst du nach.
Wenn dir das bekannt vorkommt: Versuch, diese Angewohnheit schleunigst abzulegen. Denn wie bereits erwähnt, wissen seriöse Kunden, dass hochwertige Texte ihren Preis haben. Punkt. Lass dich also nicht weichklopfen. Je öfter du dich durchsetzt, desto leichter wird es. Garantiert!
Die einzige Möglichkeit, die du dem Kunden zu einem günstigeren Gesamtpreis anbieten kannst, liegt in einer dementsprechend weniger ausführlichen Leistung. Was heißt, dass du ihm z. B. eine weniger komplexe Lösung, die z. B. nur ausgewählte Punkte seiner Anfrage abdeckt, zeigen kannst. Dann kann er selbst entscheiden, ob diese Teillösung für ihn ausreicht oder nicht.

Fehler als Texter:in # 4:
Du lässt den Eindruck entstehen, dass du vom Kunden abhängig bist

Wenn du dich oft in Preisverhandlungen wiederfindest, liegt das womöglich auch daran: Je mehr deine Kunden das Gefühl bekommen, dass du von ihnen abhängig bist, desto eher versuchen sie, noch ein paar Euro herauszuschlagen.
Bleib also immer souverän und lass gar nicht erst den Eindruck entstehen, dass du auf jeden Auftrag angewiesen bist.

Fehler als Texter:in # 5:
Du handelst nicht wie ein Unternehmer

Solange du nicht mit einem Unternehmer-Mindset handelst, wirst du immer zu den Bedingungen des Kunden arbeiten. Hör also auf, als Erfüllungsgehilfe alles zu tun, was dein Kunde verlangt und fang an, selbstbestimmt zu arbeiten – egal ob es dabei um dein Zeitmanagement oder eben um deine Preise geht. Genau das ist schließlich der Unterschied zum Angestelltsein und auch der Sinn der Selbstständigkeit!

Dein Anspruch an dich selbst als Texter:in führt zu anspruchsvollen Kunden

Im Grunde vereint dieser letzte Punkt alles, was wir bis hierhin erklärt haben:

Weg vom Arbeitnehmer-Denken und hin zum Unternehmer-Mindset.

Freelancer zu sein, bedeutet nämlich nicht, dieselbe Tätigkeit wie ein Angestellter auszuführen, nur eben selbstständig.
Dazu gehört noch sehr viel mehr. Wie zum Beispiel langfristiges Denken, ständiges Reflektieren der eigenen Arbeitsweise, eine Menge Geduld und sehr viel Selbstverantwortung.

Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn die Ansprüche, die du an dein eigenes Business als Texter:in stellst, spiegeln sich in deinen Kunden wider.

Je schneller du dieses Mindset also verinnerlichst, desto eher finden auch die richtigen Kunden zu dir – eben diejenigen, die gerne bereit sind, einen angemessenen Preis für deine Arbeit zu bezahlen.

Noch ein letzter Tipp:

Wenn du weitere Fragen zum Thema „richtige“ Kunden aka Traumkunden für Texter:innen hast oder dich einfach mit anderen Freelance-Texter:innen austauschen möchtest, dann komm in Sandras Facebook-Gruppe für (angehende) Texter:innen!
Natürlich ist auch Mentorin Sandra in einem persönlichen Gespräch gern für dich da!

Warum „Do what you love” und „Follow your passion” nicht genug ist

Liebe und Passion ist nicht genug

Das Einzige, das du tun musst, um erfolgreich selbstständig zu sein, ist,
das zu machen, was du liebst und wofür du brennst, und einfach deiner Passion fürs Texten zu folgen!
Oder …?

Nope, tut mir leid, aber so funktioniert es nicht.
Das ist einfach nicht genug.

Es reicht nicht, da dabei 2 entscheidende Dinge fehlen:

  1. ein Warum (unabhängig von der Tätigkeit an sich)
  2. die Beantwortung eines Bedürfnisses am Markt

Vielleicht lehne ich mich mit diesem Artikel etwas weit aus dem Fenster und stoße auch viele vor den Kopf.

Da aber „Do what you love“ und „Follow your passion“ tatsächlich nicht genug ist, um als Texter:in ein nachhaltiges und erfolgreiches Business aufzubauen, ist dieser Beitrag schon längst überfällig.

Vor allem soll er darüber Licht ins Dunkel bringen, was man denn wirklich als erfolgreiche:r Texter:in braucht.
Und wo bzw. wie man genau das bekommt.

Eine kleine Offenbarung vorweg …

Die Online-Welt ist voll mit Gurus und Marketern, die genau DAS bewerben.
»Starte dein Business, indem du einfach das machst, was du liebst, und deiner Passion folgst!«

Sie bewerben damit leider komplett an der Realität vorbei.
Nur um ihr Coaching-Programm oder ihren Mindset-Onlinekurs zu verkaufen.
An Menschen mit Talent, die endlich erfolgreich sein wollen.
Mit Wissen und Strategien, die deinen Wunsch, dich selbstständig zu machen, befeuern und ihn super easy erscheinen lassen – dich aber leider nicht für das wirkliche Leben als Selbstständiger vorbereiten. Null Komma null.
(Vielleicht sogar mit vermeintlich idiotensicheren Blaupausen-Anleitungen, die dir deinen Weg von A bis Z vorzeichnen und du scheinbar nur noch deine eigenen Variablen einsetzen musst.)

Sorry, aber es geht bei einem erfolgreichen Business NICHT NUR darum, dass man Spaß daran hat und dafür brennt.

Ja, Spaß trägt dazu bei, bei der Arbeit eine gute Zeit zu haben.
Ja, indem du dafür brennst, hilft dir dabei, am Ball zu bleiben und dich stets weiterzuentwickeln.
Und ja, eine Struktur à la Blaupause kann grundsätzlich eine Unterstützung sein.

Aber um erfolgreich die Dienstleistungen deiner Personal-Brand als Texter:in auch an den Mann bzw. die Frau zu bringen, braucht es etwas mehr.
Vor allem um ein wirklich nachhaltiges Business zu formen, das nicht nur jeden Tag ein „Pain in the ass“ ist.

Dass du etwas liebst und dafür brennst, sagt nämlich NICHTS darüber aus, wie gut du darin bist und ob du es dementsprechend auch besser kannst als andere und ihnen dadurch vor allem einen Mehrwert lieferst, für den sie auch (deinen Preis) bezahlen würden.
UND:
Wenn dein Business keine Antwort auf irgendeinen Bedarf auf dem Markt ist, dann bleibt deine Liebe und Passion fürs Texten leider für immer nur dein Hobby – auf keinen Fall wird es aber ein Business.

»When passion doesn’t solve people’s problems,
passion doesn’t pay bills.«

MJ DeMarco

Warum dein Business scheitert

Bevor ich mehr auf die Hintergründe eingehe und dir zeigen kann, was für ein erfolgreiches Business wirklich funktioniert, hier ein paar Beispiele aus der Praxis, mit denen du dich vielleicht identifizieren kannst:

1. Bedarf auf dem Markt ignoriert

Ein:e Texter:in, der:die Dienstleistungen anbietet, die er:sie zwar liebt und für die er brennt, die aber kein Bedürfnis befriedigen, kann sich um Kopf und Kragen arbeiten.
Solange seine:ihre Passion nicht auch auf ein Bedürfnis trifft, wird sie nicht sein:ihr Butterbrot bezahlen.

Ein Beispiel eines wahnsinnig talentierten, (aber leider ziemlich bemitleidenswerten) Texters, nennen wir ihn Nick.

Nick hat immer schon wahnsinnig gern gelesen und noch viel lieber selbst geschrieben.
Bereits in der Schule konnte man an seinen Texten erkennen, dass er Menschen wirklich erreichen kann.
Nach seinem Abschluss wusste er erst einmal nicht, was er beruflich machen sollte.
So hat er sich an der weitverbreiteten Message orientiert, man solle tun, was man liebt und einfach nur seiner Passion folgen.

Hat ja immerhin auch einmal Steve Jobs gesagt …
… oder war es vielleicht doch »Love what you do«??
Hm …

Zurück zu Nick und seiner Passion fürs Texten und das, was er liebt:
Nick liebt es ganz besonders, Gedichte zu schreiben, über Menschen, für Menschen – das ist auch das, was er wirklich gut kann und wahnsinnig leidenschaftlich privat verfolgt.
Perfekte Grundlage, das macht er jetzt zu seinem Beruf und wird Dichter!

Ich bewundere Nicks romantischen Enthusiasmus. Und ich liebe Gedichte.
Allerdings lösen Gedichte kein bestehendes Problem auf dem Markt. Der Markt hat einfach keine ausreichende Nachfrage dafür.
Auch kann Nick durch seine Gedichte keine bereits bestehende Lösung verbessern.
Kurz und knapp: Es besteht auf dem Markt leider kein Bedarf für Gedichte.

Seine einzige Möglichkeit, sich als freier Autor mit Gedichtbänden über Wasser zu halten, macht ihm zwar Spaß, kann aber nicht sein finanzielles Ziel, bald ein Haus für seine Familie kaufen zu wollen und mit ihr um die Welt zu reisen, finanzieren.

Auch wenn „brotlose Kunst“ hier nicht ganz zutrifft:
„Do what you love and follow your passion“ hat als Warum für die Gründung seines Business einfach nicht ausgereicht.

2. Den eigenen Bedarf ignoriert aka ein falsches Warum

Ein:e Texter:in, der:die Dienstleistungen anbietet, weil er:sie das halt gut kann und weil er:sie nun mal irgendwas arbeiten muss, um seinen:ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, hat keinen Drive, keine wirkliche Motivation, kein Warum.

Er:sie wird letztendlich sein Business nicht weiterentwickeln können, da sein:ihr Ansporn aka Warum fehlt. Das Warum, warum er:sie das tut, was er:sie tut, um ein bestimmtes Ziel in seinem:ihrem Leben zu erreichen.
Ein Genickbruch für jedes Business … so unbedeutend dieses jedoch so nötige Warum zunächst einmal erscheint.

Auch ich hatte einmal andere Business-Pläne. 😉
Bevor ich mich als Lektorin und Korrektorin selbstständig gemacht hab, hatte ich den festen Plan, ein Business mit individuell programmierten Themes für WordPress zu starten.
Nun, das war etwas, das ich gut konnte, was mir Spaß machte und wofür ich brannte.
Der Bedarf am Markt war aber zu komplex, als dass ich mich (in absehbarer Zeit) mit meinen Skills hätte durchsetzen können.

Da ich aber neben meiner Leidenschaft ein noch viel größeres, stärkeres WARUM hatte, hab ich mich einfach umorientiert.
Es war nämlich NICHT eine meiner Leidenschaften, mit der ich mich unbedingt selbstständig machen wollte, sondern ich wollte unbedingt ortsunabhängig arbeiten, um die Welt reisen und ganz besonders nicht mehr von einem Chef oder Vorgesetzten abhängig sein!

Mein Warum für mein Business

Dieses Ziel konnte ich aber auch mit anderen Ideen verwirklichen – mit Businesses, die mir auch noch Spaß machten und für die ich auch brannte.

Wenn ich mein falsches Warum, unbedingt ein Business für WP-Themes zu gründen, als entscheidenden Punkt meines eigentlichen Warums gesehen hätte, hätte ich mich also niemals selbstständig gemacht und letztendlich meinen Traum an den Nagel gehängt.

Mein wirkliches Warum hat mich hingegen angespornt UND mich niemals aufgeben lassen.

Versteh mich nicht falsch:
Natürlich kann ich nicht empfehlen, einfach IRGENDEIN Business zu starten, nur damit du deinen Traum verwirklichen kannst.
Aber im Umkehrschluss ist es auch nicht sinnvoll, deinen Traum von einer deiner Leidenschaften abhängig zu machen.

Es ist immer gut, dass einem das, was man beruflich macht, auch Spaß macht!
Aber existiert auch ein Markt für das, was du liebst?
Brauchen andere das, was du liebst, und falls ja, wo liegt dabei der Mehrwert für sie?
Bzw. inwiefern löst du damit ein Problem?

Fragen, die du unbedingt berücksichtigen musst!

Ein Warum für ein Business mit Unternehmer-Mindset

Was wir aus diesen Beispielen erkennen können?
Nun, dass …

  1. Do what you love and follow your passion“ allein nicht für ein erfolgreiches Business ausreicht
  2. Passion und Leidenschaft kein ausschließliches Warum für ein Business ist
  3. Passion IMMER auch einen Bedarf auf dem Markt befriedigen muss
  4. das Ignorieren des Bedarfs auf dem Markt nicht wirtschaftlich ist
  5. ein Business aus seinem Hobby zu machen, sogar oft kontraproduktiv sein kann

Weiter musst du unbedingt berücksichtigen:
Wenn du dich selbstständig machst, hast du als Freelancer oder Unternehmer natürlich auch neben deinen eigentlichen Aufträgen Aufgaben, die dir wahrscheinlich überhaupt keinen Spaß machen werden.
Wodurch Spaß wieder in den Hintergrund gerät.

Da das aber notwendige Dinge sind, ohne die du dein Business nicht aufrechterhalten kannst, musst du diese genauso erledigen (oder auslagern, was du dir aber ganz zu Beginn vermutlich noch nicht leisten kannst).

Als hauptberufliche:r Texter:in geht es zudem nicht nur darum, von einem Auftrag zum nächsten zu springen, mit dem ausschließlichen Ziel, dein Konto zu füllen.
Ganz besonders nicht erfüllend ist dies übrigens, wenn du es „scheinselbstständig“ über Freelancer-Plattformen machst, worüber wir hier bereits ausführlich berichtet haben.

Meine ganz persönliche Einschätzung zu Freelancer-Plattformen kannst du dir in meinem kostenlosen Erfahrungsbericht durchlesen, den du dir HIER herunterladen kannst!

Für ein erfolgreiches Business als angesehene:r und wertgeschätzte:r Texter:in (mit einer eigenen Personal-Brand) ist neben allem Enthusiasmus auch ein Unternehmer-Mindset notwendig.
Ein Mindset, das nicht unterschätzt werden sollte, da es dir nach Herausforderungen und Niederlagen wieder deine Krone richtet.

Ein Warum für dein Business, was wirklich funktioniert

Es ist also unabdinglich, dein Warum für ein Business als selbstständige:r Texter:in zu kennen.
UND es dir jeden Tag, jaaa, jeden Tag, immer wieder vor Augen zu halten.

Denn es wird Momente geben, in denen du zwar immer noch gern schreibst, aber den ganzen bürokratischen Aufwand drumherum verfluchen willst.
Momente, in denen du deine Entscheidung für einen Auftrag bereust und dir das Texten nicht mehr so Spaß machen wird wie sonst.
Momente, in denen du trotz deiner Leidenschaft fürs Texten die ganze Idee deiner Selbstständigkeit infrage stellst und dir wie damals in einer Anstellung wünschst, einfach nur das Schreiben zu können, was gerade ansteht, um um 18 Uhr den Stift und alle Sorgen weglegen zu können.

Momente, in denen dir, wie bereits erwähnt, weder deine Leidenschaft noch dein Spaß weiterhelfen, da diese zwei Dinge ja gerade abwesend sind.

Ausschließlich dein Warum, warum du das Ganze machst, warum du selbstständig bist, warum du heute die und die Entscheidungen getroffen hast etc. wird dir dabei helfen, nicht aufzugeben.
Dein Warum für dein Business, das du dir aufgebaut hast bzw. noch aufbauen willst.
Im Endeffekt dein Ziel, das du damit erreichen willst.

Dieses Ziel ist übrigens nichts Kurzfristiges.
Nichts, was du dir mit ein paar Monate Sparen leisten könntest.
Nichts, was du vor allem auch ANDERS erreichen kannst.

Tja, und da diese „Auf- und Ab“-Kurven als Selbstständige:r alltäglich sind, musst du dir eben auch täglich dein Warum vor Augen halten.
Und ja, wenn du kein zugrunde liegendes Warum, das für dich ALLES bedeutet, hast, wirst du höchstwahrscheinlich aufgeben.

Kleine Randnotiz zum Stichwort „Liebhaberei“ und Ignorieren des Marktbedarfs

Daher kommt im Übrigen auch die Einstellung vieler, sogenannte „Wannabe-Businesses“ nicht ernst zu nehmen.

Dein Ziel ist nicht ein Träumerbusiness, sondern ein Traumbusiness mit Wert für andere.
Ohne Profit bleibt ein Business nämlich eine sogenannte Liebhaberei – (Finanzämter sind nicht ohne Grund nicht daran interessiert. 😉)

Und wenn du jetzt sagst, du willst aber gar nicht reich werden?!
Hm, pleite oder am Existenzminimum lebend aber auch nicht, oder?

Halte dir dein Warum vor Augen – das, was du erreichen willst.
Das ist dein Motor (und viel wichtiger, als nur das zu tun, was du liebst).

Nebenbei bemerkt:
Wenn du aufgrund deines Business finanziell frei bist, kannst du das, was du liebst, so oft machen wie du willst und musst es nicht davon abhängig machen.)

Was du neben einem Warum für dein Business noch brauchst

Darüber, warum ein:e Texter:in unbedingt eine Nische und eine spezifische Zielgruppe für sein Marketing braucht und wie du diese festlegst, haben wir bereits in diesem Artikel gesprochen.

Was du neben einer Nische und einer festgelegten Zielgruppe noch brauchst, ist ein Alleinstellungsmerkmal als Texter:in.

Warum?

Weißt du, was einer der Hauptgründe für einen Preiskampf auf dem Textermarkt ist?

Der Markt an Texter:innen ist (grundsätzlich) gesättigt und um höhere Preise verlangen zu können, BRAUCHST du von daher ein Alleinstellungsmerkmal!

»Excess supply suppresses price!« (MJ DeMarco), sonst gewinnt natürlich automatisch der bessere Preis, da ja gar kein anderer Vergleich möglich ist.

Zusatzinfo zum Schluss

Falls du jetzt denkst, dass sich das alles wahnsinnig aufwendig und noch völlig unrealistisch für deine momentane Situation anhört:
Hab Geduld und Durchhaltevermögen. Denn:

Erfolg ist kein Event, sondern immer ein PROZESS!

Ein Prozess, den du jeden Tag anstupsen musst.
NICHTS eines Business funktioniert von allein – und dabei musst du geduldig sein und vor allem widerstandsfähig.
Dein Warum wird dir dabei helfen.

Wenn du bereit bist, diese Herausforderungen anzugehen, dein Warum und einen wirklichen Bedarf auf dem Markt für deine Skills zu finden, dann komm in meine Community auf Facebook!
Wir sind motivierte Schreibtalente, die auf dem Weg sind, mit einer überzeugenden Personal-Brand ein ernstzunehmendes Business aufzubauen.
Ich freu mich auf dich!

Selbstbewusstsein als Texter:in und zu deinen Preisen stehen?

Selbstbewusstsein als Texter:in haben und zu seinen Preisen stehen

Welche Preise kann ich als Texter:in für meine Leistung eigentlich verlangen?
Ist das nicht zu viel?
So viel zahlt doch niemand für meine Arbeit … oder?

Vielleicht kommen dir diese Gedanken bekannt vor.
Dieser innere Monolog hat sich so oder ähnlich in den Köpfen der meisten Texter:innen schon mal abgespielt – gerade, wenn sie noch am Anfang ihrer Freelancer-Karriere stehen und noch nicht allzu viel Selbstbewusstsein als Texter:in haben.

Welche Jobs es so für Texter:innen gibt und wo du erste Jobs zum Testen findest, kannst du übrigens in dieser Übersicht über 10 Texter-Jobs und in diesem Überblick über Jobmöglichkeiten für den Anfang nachlesen!

Weiter im Text:
Zum einen liegen diese zweifelnden Gedanken natürlich an der fehlenden Erfahrung – welche Preise sind als Texter:innen überhaupt üblich? Und soll ich mich daran orientieren?
Bei vielen ist der Hauptgrund für ihre Unsicherheit aber vor allem mangelndes Selbstbewusstsein als Texter:in.

Als Folge davon verkaufen sich viele frisch gebackene Texter:innen unter ihrem Wert und arbeiten sich anfangs (oder immer) um Kopf und Kragen.

Damit du gar nicht erst in diese Situation gerätst, haben wir hier unsere Erfahrungen und Tipps daraus zum Thema Texter-Preise für dich zusammengefasst.

Dieser Artikel geht also an alle, die noch nicht zu ihren Wunsch-Preisen stehen:

Warum du deine Arbeit niemals unter ihrem wahren Wert verkaufen solltest – und wie du zu einem gesunden Mindset als Freelance-Texter:in kommst.

Schaffe die richtigen Voraussetzungen für Preise als Texter:in, mit denen du dich wohlfühlst

Fangen wir von vorne an.
Was ist überhaupt dein „Wert als Texter:in“?
Und wie bestimmst du ihn?

Um das herauszufinden, brauchst du vor allem: Klarheit!
Je besser du dich selbst und deine Dienstleistung kennst, desto solider ist die Grundlage für deine Preise als Texter:in.

Also:

  1. Definiere dein Angebot ganz genau und finde deine persönliche Nische.
    Warum das sinnvoll ist, welche Möglichkeiten es dafür gibt und wie du deine Nische bestimmen kannst, kannst du übrigens hier nachlesen!

    Zum einen kannst du auf diese Weise besser vergleichen, auf welchem Niveau du in etwa deine Preise ansetzen kannst.
    Und zum anderen sind deine Kunden viel mehr bereit, für echtes Spezialwissen höhere und damit gerechtfertigte Preise zu bezahlen als für Generalisten.

  2. Die zweite Grundlage ist deine Zielgruppe.
    Nimm dir einen Moment Zeit und überleg dir genau, mit welchen Kunden du zusammenarbeiten möchtest – das ist ganz entscheidend, wenn du langfristig mit deinen Traumkunden zusammenarbeiten möchtest.
    Es hilft dir nämlich nichts, dich mit denjenigen herumzuschlagen, die nicht zum Zahlen deiner (von dir bestimmten!) Preise bereit sind.
    Jeder einzelne Kunde ist ein Schritt auf deinem Weg, der dein Business in die richtige Richtung führt – oder eben nicht.

Lass dich nicht auf den Preiskampf ein

Dass Billigpreise, nur um so viele Aufträge wie möglich zu bekommen, nicht deine erste Wahl als Unternehmer sein sollten, ist an sich ja ziemlich logisch.

Trotzdem – wer sich auf den gängigen Freelancer-Plattformen umschaut, bekommt schnell den Eindruck, dass er gar keine andere Wahl hätte.

Falls es dir genauso geht:
Stopp deine Gedanken genau hier!

Wenn du als Unternehmer wirklich Erfolg haben willst, darfst du dich auf diesen Preiskampf gar nicht erst einlassen.

Kenne deinen Wert und steh dazu, ohne Ausnahmen. Wenn du und deine Leistungen Top-Level sind, kannst du dafür auch die entsprechenden Preise verlangen.

Anders gesagt:
Mit niedrigen Preisen verspielst du auf lange Sicht deine Autorität.

Die Einzigen, die sich von höheren Preisen abschrecken lassen, sind Knauser und Pfennigfuchser – solche, die du ohnehin nicht als Kunden haben möchtest.

Eigentlich ist es ganz einfach:
Deine Preise senden ein Signal, das bestimmte Kunden anzieht und andere ausschließt.
Und DU bestimmst, welche das sind.
Sag Ja zu mehr Selbstbewusstsein als Texter:in!

Mehr zu einer etwas anderen Kundenakquise-Möglichkeit als Texter:in kannst du übrigens hier nachlesen.

Zeit ist Geld – oder etwa nicht?

Die meisten von uns haben gelernt, nach aufgewendeter Zeit bezahlt zu werden.
In den meisten Angestellten-Jobs ist das einfach die Regel – als Freelancer sieht die Sache allerdings anders aus.

Denn als Freelancer hast du einiges mehr an Arbeit und Aufwand – Steuern, Organisation, Kundenakquise und so weiter.
Dazu kommt, dass du auch höhere Ausgaben als nur die Dienstleistung an sich hast – etwa, wenn es um deine Krankenversicherung oder ähnliche Themen geht.
All diese Dinge fallen als Arbeitnehmer weg bzw. fallen nur anteilig an, sind aber für Selbstständige extrem wichtig und brauchen natürlich auch Arbeitszeit.

Apropos Arbeitszeit:
In diesem Artikel erfährst du mehr zu einem optimalen und alles andere als stressigen Zeitmanagement für Freelancer!

Die Zeit für diese zusätzlichen Dinge als Selbstständiger musst du also bei der Berechnung deiner Preise berücksichtigen.

Und das gelingt am besten, wenn du weg vom Stundensatz gehst und anfängst, mit Projekt- oder Paketpreisen zu arbeiten.
(Abgesehen davon sind auch für den Kunden Projekt- oder Paketpreise viel besser nachvollziehbar, da er ja gar nicht weiß, wie viel Zeit eine bestimmte Dienstleistung benötigt.)

Deinen Zeitaufwand kannst du zur Berechnung dieser Preise natürlich berücksichtigen.
Für deine Kunden ist aber nur wichtig, welche Leistung bzw. welchen Nutzen aka Lösung für ihr Problem du ihnen am Ende lieferst. Und genau dafür zahlen sie auch.

Falls du es noch genauer wissen möchtest:
Eine Anleitung zur Berechnung deiner Preise als Texter:in findest du hier.

Und noch ein weiterer Tipp:
Mit wachsender Erfahrung kannst und solltest du deine Preise natürlich auch nach und nach erhöhen! (Wofür ein gutes Selbstbewusstsein als Texter:in fast essenziell ist – ohne hört sich eine Preiserhöhung nämlich schnell ungewollt willkürlich an. )

Mach dich nicht klein

Noch ein wichtiger Punkt, der anfangs vielleicht ein bisschen Umdenken erfordert – gerade, wenn du aus dem Angestelltendasein kommst:

Der Kunde ist nicht dein Chef.
Schließlich soll er dich ja auch nicht als seinen Erfüllungsgehilfen betrachten.

Klar, der Kunde ist dein Auftraggeber. (Und mit und wegen ihm kann dein Business stehen und fallen.)
Trotzdem findet stets eine ausgewogene Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe statt.

Abgesehen davon wünschen sich seriöse Kunden keine Untergebenen, die nur nach ihrer Pfeife tanzen – sondern gleichwertige Partner, die kompetent und mit Selbstbewusstsein als Texter:innen auf ihre Wünsche eingehen und wertvollen Input geben.

Sieh deine Kunden also eher als kreative Partner an.
Das macht die Zusammenarbeit für euch beide angenehmer.
Und auch das Endergebnis wird davon profitieren – versprochen.

Faire Preise als Texter:in – kein unerfüllbarer Wunschtraum

So viel ist nun hoffentlich klar geworden:
Es gibt keinen einzigen guten Grund dafür, sich als Texter:in unter dem eigenen Wert zu verkaufen.

Billigpreise schaden nicht nur deinem professionellen Ruf.
Sie ziehen langfristig auch die falsche Kundschaft an und rauben dir wertvolle Zeit.

Also, heb dich ganz bewusst ab und lass deine Preise für deinen Expertenstatus und die Qualität deiner Arbeit sprechen.

Wir wissen das nur zu gut:
Gerade zu Beginn deiner Freelancer-Karriere erfordert es etwas Mut, zu deinen Preisen zu stehen.
Vielleicht musst du dich erst einmal herantasten – das ist vollkommen okay.

Mit den richtigen Grundlagen und der Arbeit an deinem Selbstbewusstsein als Texter:in kannst du jedoch sehr bald die Preise erhalten, die deiner Arbeit wirklich gerecht werden.

Wir hoffen, unsere Tipps helfen dir dabei!

Wir unterstützen dich übrigens gerne auf deinem Weg zum:r erfolgreichen Freelance-Texter:in!
Wenn du neugierig geworden bist, schau dir an, was dir Sandra als Mentorin empfehlen würde oder komm in unsere private Facebook-Gruppe für Schreibtalente!
Wir freuen uns auf dich!

Der beste Workflow als Texter:in: Von Akquise bis Ablieferung

Im Workflow als Texter

Die Wahrheit aus der Praxis

Den für dich besten Workflow als Texter:in musst du nicht komplett von Beginn an nur über Trial-and-Error herausfinden.
Du kannst dich auch an bereits für gut befundenen Abläufen orientieren.

Kleiner Disclaimer:
Unsicherheiten gibt es natürlich so einige auf dem Weg zum selbstständigen Schreibtalent.
Ich könnte darauf mit einem Sprichwort antworten, das dir zum Thema Sicherheit bestimmt auch gleich einfällt, was dir allerdings nicht weiterhelfen würde.

Ja, mit Unabwägbarkeiten und Überraschungen muss man als Selbstständiger generell immer mal wieder rechnen.
Und dazu zählt auch der (tägliche, wöchentliche, monatliche) Workflow als Texter:in.

Aber, um hier einen sehr weisen Money-Mindset-Autor zu zitieren:
»Niederlagen sind der Schweiß des Erfolgs.« (MJ DeMarko)

Von daher:
Es ist noch nicht einmal nötig, bereits alles akribisch im Voraus zu wissen. Das kannst du auch gar nicht, da du als Person hinter deinem Business immer noch ein entscheidender Faktor bist.

Was ich dir dafür an die Hand geben kann

Ich kann dir etwas an die Hand geben, mit dem du dich jedoch nicht ganz so verloren fühlen wirst und dein Trial-and-Error zumindest eine Struktur bekommen kann.

Nein, keine Blaupause, aber einen Schritt-für-Schritt-Plan, an dem du dich orientieren kannst!

Und zwar so effizient wie möglich, da Zeit unser wertvollstes Gut ist.
Vor allem eine Unterstützung für dich, um potenzielle Unsicherheiten und Überraschungen auf deinem Weg zum erfolgreichen und glücklichen Texter:in zu minimieren!

Also, lass uns gleich loslegen!

Eine Unsicherheit bzw. Unabwägbarkeit, die du wahrscheinlich vermeiden willst, ist der Arbeitsablauf bzw. Workflow als Texter:in, den du mit deinen Traumkunden durchlaufen wirst.
Sprich, wie du als Profi effizient arbeiten und dadurch deine Kunden ganzheitlich glücklich machen kannst!

Ich gebe dir im Folgenden einen Schritt-für-Schritt-Ablaufplan an die Hand, an dem du dich entlanghangeln und ihn für die jeweilige Situation deiner Kunden individuell anpassen kannst bzw. solltest:

1. Workflow als Texter:in: Akquise

Natürlich steht am Anfang eines Auftrags stets die Frage, wie du überhaupt zu diesem kommst.

Wie eine erfolgreiche und vor allem alles andere als unangenehme Auftragsakquise ablaufen kann, haben wir ausführlich in diesem Artikel beschrieben.

In a nutshell:

  • Du legst deine Energie nicht auf Kaltakquise bzw. verschwendest nicht deine Zeit damit, dich für beliebige Jobausschreibungen zu bewerben.
  • Du legst deinen Fokus hingegen auf das Hinausschreien deiner Personal-Brand, deines Business-Statements und der Vorteile, die du gegenüber anderen hast.
  • Und: Du lehnst dich in Bezug auf Kundenakquise einfach zurück.

Interessenten bzw. potenzielle Kunden wollen nämlich die beste Lösung für ihr Problem von jemandem, dem sie vertrauen und mit dem sie sich identifizieren können, gelöst haben.
(Diejenigen, die nur nach dem besten Preis (bspw. auf Freelancer-Plattformen) Ausschau halten, wären für den ernsthaften Aufbau deines Business ohnehin Zeitverschwendung.)

Was du dabei unbedingt verstehen musst:

Bei Online-Businesses läuft der Hase anders.
Ganz besonders in Bezug auf Akquise.

Ein Traumkunde, d. h. jemand, der perfekt zu dir und dem, was du anbietest, passt, wird i. d. R. erst nachdem er 7-mal mit dir und deinen Leistungen Kontakt hatte, anfangen, dir zu vertrauen – (und dich auch erst dann buchen).

Bei nachhaltigen Online-Businesses geht es zudem nicht um das schnelle Geld, das du vielleicht als beliebiger Erfüllungsgehilfe für eine gewisse Zeit haben könntest.

Mit schnellem Geld ist aber nicht das „große“ Geld gemeint.
Denn erfolgreiche Unternehmer wissen, dass diese Art von Auftragserfüllungen nur in einem Teufelskreis münden. Ein Teufelskreis, der dich nicht zu einem langfristigen Erfolg führen würde.

Warum du damit bspw. auf Freelancer-Plattformen enden (und dort versauern) würdest, haben wir in diesem Artikel genauer beschrieben.

2. Workflow: Erste Kontaktaufnahme

Wie bereits oben beschrieben, erfolgt die erste Kontaktaufnahme bei dir (als ernstzunehmende:r Texter:in mit einer überzeugenden Personal-Brand) also von der Seite des Kunden.

Ja, sobald du eine überzeugende Personal-Brand hast sowie deine Nische mit Leidenschaft in die (Online-)Welt hinausschreist, werden Interessenten von selbst auf dich zukommen – und du kannst dich entspannt zurücklehnen und dich auf den Ausbau deines Business fokussieren.

Und ja, sobald du die ersten Anfragen erhältst, kannst und musst du auswählen.
Und zwar dahingehend, wie viel Spaß du mit dem Auftrag hättest und inwiefern der Auftrag dir persönlich und deinem Business weiterhelfen könnte.

Konkrete Tipps nach der ersten Kontaktaufnahme:

  • Einige dich mit dem Interessenten auf maximal zwei Kommunikationskanäle, z. B. E-Mail und Telegram. Sonst wird es schnell unübersichtlich.
  • Schreibe persönlich und individuell – nutze jedoch auch Vorlagen für wiederkehrende Formulierungen wie Erstkontakt, Leistungsbeschreibungen, Ablieferung etc. – sonst verbringst du damit zu viel Zeit, die du effizienter nutzen könntest.
  • Überfrachte den Kunden nicht mit zu vielen Einzelheiten, sondern fokussiere dich auf sein individuelles Problem – und zwar so ganzheitlich, aber auch so effizient wie möglich
Wenn sich für dich diese ersten beiden Schritte zu gut um wahr zu sein anhören, lies meinen persönlichen Erfahrungsbericht über meine ersten Monate als Freelance-Texter:in.
Damit nicht noch mehr Schreibtalente in diesem Teufelskreis enden (und vielleicht sogar nicht mehr herauskommen oder das Handtuch werfen), habe ich die Hosen runtergelassen und meinen Bericht darüber kostenlos zur Verfügung gestellt.

3. Workflow als Texter:in: Angebot und Annahme

Dem Kunden muss stets klar sein, WAS GENAU er von dir für den jeweiligen Preis bekommt bzw. womit er rechnen kann/muss – denn auch er ist ein Unternehmer, der kalkulieren muss.

Von daher:
Sei bei der Beschreibung dessen, was für ihn tun kannst, was er tatsächlich bekommt und inwiefern das sein Problem löst, so transparent wie möglich.

Ein Beispiel:

Wenn einem Interessenten deine eigenen Blogartikel gefallen und er dich deswegen anfragt, auch für ihn Blogartikel zu erstellen, sollte klar sein, in welcher Form du ihm diese Texte liefern würdest:
z. B.:

  • Wird das Fokus-Keyword vorgegeben, d. h. vom Kunden zur Verfügung gestellt? (Er könnte dafür nämlich einen internen SEO-Spezialisten haben.)
  • Soll der Text nur als Dokument (Dateityp festlegen!) oder in einem Copy-and-Paste-ready-Format mit HTML-Auszeichnungen, internen Verlinkungen und weiteren Formatierungen geliefert werden?
  • Sollen auch passende Metadaten zur Verfügung gestellt werden? (Wie z. B. sprechende URL, Description, Title etc.)
  • Soll der Artikel zusätzlich von einem Korrektor gegengelesen werden? (Hier sind deine Connections gefragt!)
  • Soll der fertige Artikel zusätzlich im CMS des Kunden hochgeladen und geschedult werden? (Achtung vor dir unbekannten CMS!)

Übrigens:
Diese erwähnten Punkte sind natürlich auch eine Budgetfrage, was der Interessent bereit ist zu zahlen.

Die Preise für die einzelnen Dienstleistungen sind dabei jedoch NICHT verhandelbar!
Falls der Kunde ein kleineres Budget hat und lieber nur das (unkorrigierte) Textdokument haben möchte (und die Einbindung ins CMS selbst erledigt), kannst du ihm als mögliche „Preisverhandlung“ eben diese weniger ausführliche Leistung anbieten.

Habe stets im Hinterkopf:

Der Interessent will nicht für den Blogartikel, also für das Produkt an sich zahlen.
Er will Geld investieren, damit er einen Blogartikel auf seine Website stellen kann, um dadurch seine eigene Marketingstrategie zu verfolgen und sein eigenes Angebot besser verkaufen zu können.
Eben dahingehend kannst du ihm unterschiedlich ausführliche Dienstleistungen rund um das Thema „Blogartikel“ anbieten. Deine Preise hingegen sind fix.

Für weitere Infos zur optimalen Preisberechnung von Freelance-Texter:innen lies diesen Artikel.

4. Workflow: Schriftliche Kommunikation & Verträge

Communication is key!

Vor allem schriftliche Kommunikation.
Mündliche Verträge sind theoretisch auch rechtlich bindend, aber ohne Aufzeichnung einerseits potenziell missverständlich und andererseits nicht rückverfolgbar.

Von daher:
Um auf der sicheren Seite zu sein und alle Vereinbarungen auch schwarz auf weiß zu haben, halte alles schriftlich fest und lass dir jeden Wunsch, jede Änderung, jedes noch so kleine Detail schriftlich bestätigen.

Verträge

Bei komplexeren Projekten (ganz besonders, wenn es um regelmäßige Aufträge geht) empfehle ich, einen gemeinsamen Vertrag aufzusetzen.
Das beugt Missverständnissen bei bspw. Pflichten des Auftraggebers oder auch bei nichteingehaltenen Zahlungsverpflichtungen vor.
Nicht dass wir das jetzt verteufeln wollen. 😉

(Zudem empfehle ich für generelle Pflichten deinerseits und allgemeine Vereinbarungen mit dir und deinem Business AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) aufzusetzen.
Veröffentliche sie auf deiner Website und weise bei jeder schriftlichen Kommunikation auf sie hin – (kann bspw. in deiner E-Mail-Signatur enthalten sein)).

Bei größeren Projekten ist grundsätzlich der Abschluss eines sogenannten Werkvertrags anzustreben.
Bei Textproduktionen mit gewünschten ausschließlichen Nutzungsrechten ein Lizenzvertrag.

Mehr zum Thema Rechte, Lizenzen und Verträge erfährst du in diesem Artikel!

5. Workflow als Texter:in: Anzahlung als Angebotsannahme

Ja, viele haben Wünsche, einige haben Pläne, jedoch nicht alle haben konkrete Vorhaben, die sie auch wirklich in die Tat umsetzen wollen.
Und ja, leider gibt es auch immer wieder ein paar schwarze Schafe.

Von daher:

  1. Nimm keine Kleinstaufträge an, die in keiner Relation zu deinem Aufwand drumherum stehen. (Wenn es bspw. um einen Neukunden mit einem Thema geht, zu dem du erst einmal genauer recherchieren müsstest, der Kunde jedoch nur einen kurzen Artikel mit 300 Wörtern haben will.)
  2. Strebe ganzheitliche Betreuungsprojekte an.
  3. Verlange als Zeichen einer Angebotsannahme einen Vorauszahlungsbetrag von mind. 35 %. Dann kannst du dir sicher sein, dass der Kunde es auch wirklich ernst meint.

6. Workflow: Umsetzung der gewünschten Dienstleistung

Jetzt geht es ans Eingemachte.

  • Teile dem Kunden (schriftlich) und transparent deine Arbeitsschritte mit.
  • Erkläre ihm, was danach noch von ihm zu erledigen ist (z. B. bei Lektoraten seine Überarbeitung).
  • Stelle ihm ein voraussichtliches(!) Lieferdatum für das „Endergebnis“ in Aussicht.
  • Kläre mit ihm auch die von dir verwendete Software ab. (Denn es bringt z. B. nichts, wenn du fleißig in Pages arbeitest, der Kunde aber Word verwendet.)

Grundsätzlich:

  • Arbeite an dem gewünschten Text nach bestem Wissen und Gewissen. Stets mit dem Ziel, die beste Lösung für den Kunden umsetzen zu wollen.
  • Frage bei Unsicherheiten oder Unklarheiten immer nach – denn ein Mehraufwand für eine zusätzliche Korrekturrunde geht von deiner Zeit und Bezahlung ab.
  • Baue auch als „Zuckerl“ ein kleines Overdelivering, wie bspw. zusätzliche Kleinstleistungen, die dir leicht von der Hand gehen, als Überraschung mit ein.
    ABER: Übertreibe damit nicht, verfalle keinem Perfektionsbestreben und schieße dabei nicht übers Ziel hinaus.
  • Arbeite im Reverse-Engineering: Überlege, was der Kunde erwarten wird, und setze dies in deiner Arbeit genau um.

Sobald du den Auftrag in jedem Punkt fertiggestellt hast, liefere ihn fristgerecht (oder als Overdelivering bspw. einen Tag früher) ab.

Räume deinem Kunden eine befristete Absegnungszeit mit der Möglichkeit einer einmaligen Korrektur- bzw. Überarbeitungsrunde ein. Denn du willst ja, dass der Kunde zufrieden ist.
(Diese Möglichkeit kannst du übrigens bereits in deinen AGB festhalten. So weiß jeder Interessent gleich, was in deinem Preis inkludiert ist.)

7. Workflow als Texter:in: Rechnungsstellung

Nachdem der Auftrag abgeliefert ist, müssen deine Leistungen dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Und zwar entsprechend dem Angebot bzw. in Anlehnung an evtl. weitere (schriftlich!) vereinbarten Zusatzleistungen.

Die Rechnung sollte dem Kunden transparent auflisten, für was genau ein Entgelt verlangt wird. Falls du eine Pauschale ausgemacht hast, nenne sie auch so.

Vergiss bei deiner Rechnungsstellung nicht die gesetzlichen Vorgaben gemäß deinem Unternehmen. (Wie z. B. den Ausweis einer Mehrwertsteuer bzw. den Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung.)

Ein wichtiger zusätzlicher Punkt:
Weise in deiner Rechnung auf eine Bezahlfrist hin.
Das heißt: Bitte um eine Begleichung der Rechnung bis zu einem bestimmten Datum und setze dir dieses Datum plus 3 Tage auf Wiedervorlage.

Zahlungsverzug?

Falls du bis zu diesem Zeitpunkt keinen Geldeingang verzeichnen konntest, musst du natürlich rückfassen.

Geh aber zunächst von keinem böswilligen Verhalten aus: Manchmal landet eine Rechnung (vor allem bei größeren Unternehmen) einfach nur im falschen Ordner.

Schicke in einem solchen Fall eine nette Zahlungserinnerung mit dem erneuten Anhang deiner Rechnung.

Falls dies ins Leere gehen sollte, musst du natürlich härtere Geschütze auffahren.

Mahnungsschreiben und Inkassostellungen sind kein Spaß, solltest du aber im Hinterkopf haben.
Es gibt dafür einige Unternehmen, die dich dabei unterstützen und den Inkassoauftrag abwickeln können. Ich persönlich kann jedoch kein spezifisches davon empfehlen, da ich selbst Gott sei Dank noch nie in einer solchen Situation war.
(Erinnerungsschreiben habe ich allerdings bereits etliche verfassen müssen. 😉 )

8. Workflow: Feedback, Rezension, Portfolio-Aufnahme & Kundenliste

Nach einem abgelieferten Auftrag ist deine Arbeit allerdings noch nicht vorbei.
Denn nun geht es um den wirklich nachhaltigen Faktor deines Business.

  • Frage unbedingt (nach deiner eingeräumten Überarbeitungszeit) nach Feedback!
    Anhand der Meinung deines Kunden kannst du seine Zufriedenheit ablesen und mit Hilfe seines Feedbacks wiederum deine Arbeit und Workflows als Texter:in optimieren.
    Was du unbedingt tun solltest, denn:
    Es geht ja wie gesagt nicht nur um die Ablieferung einer Dienstleistung, sondern darum, die bestmögliche Lösung für deine Kunden anzubieten. Alles andere wäre nicht nachhaltig.
  • Zudem kannst du deinen Kunden, wenn er vollends zufrieden war, um eine persönliche Rezension bitten.
    Frage ihn dabei, ob du diese und/oder das Projekt selbst für dein Portfolio (wie z. B. auf deiner Website oder auf Social Media) verwenden darfst.
    Dies ist sinnvoll, wenn der Auftrag für dich und dein Business bedeutend war und du dich auf diese Art von Aufträgen oder das Thema spezialisieren willst.
    (Tu dies übrigens auf keinen Fall ohne seine Zustimmung. Sonst würdest du Urheberrechte an seinem Rezensionstext verletzen und damit nicht zuletzt deinen Kunden vergraulen.)

Zusätzlich:

Vergiss deinen Kunden nach Auftragsablieferung nicht, sondern liste ihn in einer internen Kundenliste mit Infos zu ihm und seinen Aufträgen.

Dafür kannst du bspw. einfach eine Excel-Liste oder ein (SaaS-)CRM-Tool nutzen. (CRM = Customer Relationship Management)
Ein gängiges (bis zu einer bestimmten Anzahl von Kontakten kostenloses) CRM-Tool ist z. B. Mailchimp*, mit dem du auch Newsletter oder sonstige Follow-up-E-Mails erstellen kannst.

Natürlich kannst du deinem Kunden jedoch nicht ohne gesonderte Erlaubnis einfach deinen Newsletter zusenden. (Stichwort „Permission Marketing“)
Aber du kannst ihn bspw. in regelmäßigen Abständen anschreiben und (passend zu seinem vergangenen Auftrag) Cross-Selling anbieten.

Denn:
Wenn er bereits bei dir gekauft hat und zufrieden war, könnte er potenziell auch an weiteren Leistungen bzw. an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert sein.

Falle dabei aber nicht mit der Tür ins Haus und übertreibe es nicht.
Anhand eigener Notizen zum jeweiligen Kunden (wie er bspw. auf Follow-up-E-Mails reagiert hat) kannst du weitere Kontaktaufnahmen einschätzen und einfach nur wertschätzend mit ihm in Kontakt bleiben.

Fazit

Ich bin davon überzeugt, dass mein 8-Schritte-Ablaufplan mehr Klarheit für deinen eigenen Workflow als Texter:in gebracht und auch einige Unsicherheiten aufgelöst hat.
Wie gesagt, es ist keine Blaupause, aber eine Struktur, an der du dich orientieren kannst.

Jetzt bist du dran!

Arbeite an einem überzeugenden und mehrwertgebenden Content-Marketing, lehn dich danach zurück und freu dich auf Aufträge, die dir so richtig Spaß machen und dein Business voranbringen werden!

Dann wird es ein Leichtes sein, auch die dargestellten 8 Punkte mit Spaß in deinen eigenen Workflow als Texter:in einzubauen!

Noch mehr konkrete Tipps und Unterstützung bei Unklarheiten bekommst du übrigens in meiner privaten Community auf Facebook: Komm dazu und lass dich inspirieren!

* Affiliate-Link (ohne Mehrkosten für dich)

10 + 1 Jobs für Texter:innen zur Inspiration

Jobs für Texter mit Personal-Brand

Sprache fasziniert dich.
Du liebst es, zu schreiben.
Und diese Leidenschaft willst du zu deinem Beruf machen.
Am liebsten selbstständig und nach deinen eigenen Regeln.
Nur:
Welche Dienstleistung du deinen Kunden konkret anbieten kannst, darüber bist du dir noch nicht so ganz sicher.

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, bist du hier goldrichtig.
Denn in diesem Artikel zeigen wir dir, welche Möglichkeiten du als angehender Freelance-Texter:in hast.

Die gute Nachricht ist nämlich:
Die Auswahl an potenziellen Jobs für Texter:innen ist riesig!

Überleg dir also, wo deine Interessen & Stärken liegen und lass dich von unseren Vorschlägen inspirieren.
Hier sind 10 + 1 Ideen, wie du als Freelance-Texter:in (hauptberuflich) dein Geld verdienen kannst!

10 + 1 Jobs für Texter:innen aka selbstständige Schreibtalente

1. Lektor:in/Korrektor:in

Ähnlich, aber doch nicht dasselbe:
Lektor:innen und Korrektor:innen haben beide die Aufgabe, Texte auf Hochglanz zu bringen.

Korrektor:innen prüfen dabei vor allem Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik von Texten, die inhaltlich bereits final stehen.

Lektor:innen überarbeiten Texte dagegen umfassender.
Sie achten nicht nur auf formale Fehler, sondern vor allem auch auf Inhalt, Stil und den berühmten „Roten Faden“. Sie sorgen dafür, dass der Text zusammenhängend und verständlich ist und dass die gewünschte Message auch transportiert wird.

Lektor:innen sind oft auch gleichzeitig Betreuer:innen der Autor:innen der Texte, indem sie deren Schreibstil und Erzähltechnik durch konstruktive Kommentare verbessern.

Auf ein Lektorat sollte immer ein Korrektorat folgen bzw. gleichzeitig mit dem Lektorat erfolgen – diese beiden Jobs lassen sich von daher super miteinander verbinden.

2. Content Writer (z. B. für Blogposts)

Content-Marketing ist so beliebt wie eh und je. Kein Wunder also, dass Content Writer zu den am meisten gesuchten Jobs für Texter:innen zählt.

Genau wie Copywriter verfassen Content Writer Marketing-Texte.
Der Unterschied ist, dass es dabei meist um längere Texte geht – wie zum Beispiel Blogposts oder Social-Media-Texte.
Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus dabei auf dem Inhalt (Content) und ganz besonders auf dem Mehrwert für die Leser:innen. Content Writing geht also über reine Werbung hinaus.

Als Content Writer brauchst du vor allem Kreativität und ein Talent dafür, Informationen verständlich und unterhaltsam aufzubereiten.
Und natürlich musst du dich mit dem jeweiligen Thema, zu dem du schreibst, identifizieren können. Stichwort Nische.

3. Copywriter (z. B. für Ads)

Copywriting wird im Deutschen normalerweise als Werbetexten bezeichnet. Mit Kopieren hat das Ganze jedoch nichts zu tun – der Begriff „Copy“ bedeutet in diesem Zusammenhang ganz einfach „Text“.

Copywriter erstellen meist kürzere Texte, die mit gezielten Worten die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und ihn so zum Kauf motivieren sollen.
Das können beispielsweise Werbeslogans und Anzeigentexte, aber auch Produktbeschreibungen, Website-Texte oder Skripte für Videospots sein.

Als Copywriter musst du beim Leser mit wenigen Worten Emotionen erzeugen können. Wenn du also gerne mit Sprache spielst und messerscharf formulieren kannst, könnte das der passende Job für dich sein.

4. Ghostwriter (z. B. für Sachbücher)

Wenn du gut darin bist, die Ideen anderer aufs Papier zu bringen, könnte das eventuell das Richtige für dich sein:
Als Ghostwriter verfasst du Texte im Namen einer anderen Person. Das fertige Werk wird also nicht unter deinem Namen veröffentlicht, sondern unter dem deines Auftraggebers.

In der Regel sind das Menschen, die entweder keine Zeit zum Schreiben haben oder denen das sprachliche Ausdrucksvermögen fehlt.
Dabei kann es um ganz verschiedene Textsorten gehen: Sachbücher, Romane, Biografien, Vorträge und so weiter.

Wenn du dich also gut in andere Personen hineinversetzen kannst und kein Problem damit hast, deine kreativen Gedanken durch eine Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte an sie zu verkaufen, dann bist du hier genau richtig.

Apropos Nutzungsrechte: Deren Vergabe ist ein entscheidender Faktor für den Lebensunterhalt eines Ghostwriters, den du unbedingt in deiner Preiskalkulation berücksichtigen solltest.

Vorsicht allerdings im wissenschaftlichen Bereich – da ist Ghostwriting zwar relativ verbreitet, aber teilweise auch umstritten, da es sich dabei um eine halblegale Grauzone handelt.

5. Transkriptor:in (z. B. für Podcasts)

Kommen wir zu einem etwas weniger bekannten Job für Texter:innen, dessen Nachfrage aber immer mehr steigt:
Als Transkriptor:in bist du dafür zuständig, gesprochene Texte jeglicher Art zu verschriftlichen.
Das können zum Beispiel Interviews, Mitschnitte von Vorträgen und Veranstaltungen oder Diktate sein.

Vor allem steigt momentan der Bedarf an Transkriptionen und Untertiteln für Podcasts und Videos. Denn viele Kreative wollen ihre Medien für mehr Menschen zugänglich machen – Stichwort Barrierefreiheit.

Als Transkriptor:in brauchst du – logisch – vor allem ein gutes Gehör sowie viel Geduld und Konzentration.

Schau dir super gern die Personal-Brand von Transkriptorin Sandra an, die ihre Dienstleistungen auf die Nische Podcasts spezialisiert hat!

6. Layouter

Du hast neben Sprachgefühl auch ein Auge für visuelles Design?
Dann könntest du eventuell als Layouter gut aufgehoben sein.

Layouter sind für die optische Gestaltung von Texten verantwortlich, also zum Beispiel für Seitenaufbau, Proportionen, Typografie und Ähnliches.
Klar, schließlich muss jeder Text, ob Print oder digital, vor seiner Veröffentlichung grafisch in Form gebracht werden.
Layouter werden deshalb für z. B. Bücher, Magazine, Kataloge, aber auch für Websites und vieles mehr gebraucht.

Hier zeigt sich ganz klar:
Die Grenzen zwischen Jobs für Texter:innen und Aufgaben aus anderen Bereichen sind oft fließend!

Aber genau das macht die Möglichkeiten für Sprachtalente ja so vielfältig und interessant!

7. Technische:r Redakteur:in

Die Bezeichnung erklärt sich eigentlich von selbst:
Technische Redakteure formulieren komplexe Informationen und Sachverhalte so, dass sie auch für Laien verständlich sind.
Ein paar Beispiele wären etwa Handbücher, Anleitungen, Online-Tutorials oder unternehmensinterne Unterlagen jeder Art.

Definitiv einer der anspruchsvollsten Jobs für Texter:innen – der aber dafür auch überdurchschnittlich gut bezahlt wird.

Er bietet sich vor allem dann an, wenn du einen bestimmten fachlichen Hintergrund hast. Neben diesem Fachwissen brauchst du dafür außerdem logisches Denkvermögen und ein Gespür für klare und präzise Sprache.

8. Konzepter:in

Konzepter:innen, auch Konzeptioner:innen genannt, sind mehr als „nur“ Texter:innen.
Als kreative Köpfe sind sie für den Entwurf ganzer Kampagnen und Kommunikations-Strategien verantwortlich – meistens in Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen, zum Beispiel Designern oder Projektmanagern.

Als Konzepter:in musst du von daher nicht nur kreativ und wortgewandt sein, sondern auch jede Menge Menschenkenntnis mitbringen.

Wenn du also einen Blick für das große Ganze hast und gerne planst, könnte das ein passender Job als Texter:in für dich sein.

9. Übersetzer:in

Du liebst Fremdsprachen?

Als Übersetzer:in kümmerst du dich nicht nur darum, Inhalte von einer Sprache in die andere zu übertragen.
Vielmehr ist es deine Aufgabe, den Charakter eines Textes einzufangen und dafür zu sorgen, dass die gewünschte Wirkung auch in der Zielsprache beim Leser ankommt.
Wenn du als Übersetzer:in arbeiten möchtest, solltest du die entsprechenden Sprachen also wirklich gut beherrschen.

Übersetzer:in gehört übrigens zu den gefragtesten Jobs für Texter:innen – gerade für weniger verbreitete Sprachen (erneut Stichwort Nische).

10. SEO-Texter:in

Jeder Unternehmer will mit seinem Content gesehen werden – und genau hier kommen SEO-Texter:innen ins Spiel.

Als SEO-Texter:in verfasst oder optimierst du Texte so, dass sie von Suchmaschinen gelesen, dementsprechend gerankt und dadurch von der jeweiligen Zielgruppe auch gefunden werden.

Dazu brauchst du einen extrem sicheren Umgang mit der Sprache. Deine Texte sollen schließlich trotz Optimierung natürlich klingen.
Außerdem solltest du schnell dazulernen und dich immer auf dem Laufenden halten – denn SEO entwickelt sich täglich weiter.
Zudem ist technisches Wissen zu bspw. Metadaten und HTML dabei unabdingbar.

11. Hypewriter:in

Ein besonderer Job für Texter:innen, und zwar mit ganz besonderem Sinngehalt.

Als Hypewriter:in kümmerst du dich um das Verfassen von provokanten Inhalten, um Menschen in einem schnelllebigen Umfeld (also uns alle 😉 ) wirklich erreichen und dadurch sogar Mindsets verändern zu können.

Die Jobbezeichnung Hypewriter:in könnte also semantischer nicht sein!

Und dieser Job kann natürlich nicht nur als Angestellte:r für Unternehmen ausgeübt werden, die sinngemäß erkannt haben, dass eine solche Besetzung für deren Bedürfnisse wie die Faust aufs Auge passt.
Sondern er kann auch für selbstständige Texter:innen eine großartige Möglichkeit sein, dies als ihre Nische zu definieren.

Denn Hypewriter:innen werden grundsätzlich für alle kontroversen oder emotionalen Themen, die Menschen durch etwas provokanter formulierte Texte berühren sollen, händeringend benötigt.

Was für alle Jobs für Texter:innen gilt …

Ganz egal, wofür du dich am Ende entscheidest – all diese Jobs haben etwas gemeinsam:
Für langfristigen Erfolg solltest du deine Dienstleistung unbedingt eingrenzen und auf eine Nische sowie auf eine Zielgruppe zuschneiden.
Nur so kannst du dich als Expert:in für eben deine Personal-Brand als Texter:in positionieren, die exakten Bedürfnisse deiner Zielgruppe mit deinen Dienstleistungen befriedigen und auch dementsprechend höhere Preise verlangen.

Das Zauberwort lautet hierbei Spezialisierung.

Anbieten könntest du also zum Beispiel:

  • Lektorate speziell für Krimis oder Kochbücher
  • Lektorate für wissenschaftliche Arbeiten in einem bestimmten Fachgebiet (wie z. B. Stefan von Thesis-Academy, übrigens ursprünglich aus unserer Sprachcrowd)
  • Copywriting speziell für Fitness-Brands
  • Transkriptionen und Content-Erstellungen für Online-Unternehmer mit einem eigenen Podcast (wie z. B. Sandra Cyriax)
  • Buchfee für Self-Publisher (Textbetreuung, Layout, Distribution & Marketing  – wie z. B. Sandra selbst)

Deine Auswahl hängt ganz von deinen individuellen Interessen & Stärken ab.
Wichtig ist, dass du deine persönliche Nische findest.
Denn so baust du eine überzeugende Personal-Brand auf und ziehst auf Dauer die richtigen Kunden an.

Und genau das ist die Grundlage für ein nachhaltig funktionierendes Business.
Weshalb eine Spezialisierung für dich als Texter:in so essenziell ist, kannst du übrigens hier im Detail nachlesen.

Jobs für Texter:innen – ein weites Feld

Zeit für ein kleines Fazit:
Wenn unsere Liste für Job-Ideen eins beweist, dann vermutlich das:
Das Berufsfeld „Texter:in“ ist extrem vielfältig und überschneidet sich an vielen Stellen mit anderen Tätigkeiten.

Egal ob du also gerne frei und kreativ schreibst oder lieber nah am Text arbeitest – du wirst mit ziemlicher Sicherheit einen Job finden, der zu deinen persönlichen Interessen und Fähigkeiten wie die Faust aufs Auge passt.

Probier dich einfach ein bisschen aus.
Inspirationen dafür findest du bspw. in dieser Übersicht!

Und das Beste daran ist:
Der Bedarf an hochwertigen Texten ist durch den Boom auf dem Onlinemarkt so groß wie nie zuvor.
Hab also keine Scheu, deine Leidenschaft professionalisieren zu wollen.

Falls du noch eine Starthilfe als Freelance-Texter:in brauchst, unterstützen wir dich gern persönlich.
Schau hier, was Sandra für dich persönlich tun kann oder komm in die von Sandra betreute Facebook-Gruppe für (angehende) Schreibtalente!

Content-Marketing als Texter:in mit Personal-Brand

Sandra macht Content-Marketing als Texter:in auf der Couch

Du hast dich als Texter:in mit einer eigenen Personal-Brand selbstständig gemacht oder hast es noch vor?
Und du hast dich, um auf dich aufmerksam zu machen und Kunden zu bekommen, für Content-Marketing als Texter:in entschieden?

Well done – both!

Du weißt dann auch bereits, dass dein CONTENT von dir, deiner Persönlichkeit, deiner Leidenschaft und deinem Alleinstellungsmerkmal bzw. deiner Nische handeln soll, richtig?

Gut erkannt –
denn von dem, wofür du stehst und brennst, zu SCHREIBEN,
liegt dir als Texter:in quasi im Blut.

Du weißt aber nicht, wie und mit welchen Arten von Content du das alles präsentieren sollst?
Du denkst vielleicht sogar: »Meinen Content liest sowieso keiner!«?

Stop! Keine weiteren Selbstzweifel mehr – we got u covered!

Erfahre in diesem Artikel, wie du mit Leichtigkeit und Spaß passenden Content über deine Personal-Brand erstellen kannst UND wie du den vielleicht immer noch an dir nagenden „Zweifler-Teufel“ loswirst!

In a nutshell:
Erfahre in diesem Artikel, warum Content-Marketing als Texter:in die beste, leichteste und effizienteste Akquise-Methode für dich und auch diejenige mit dem höchsten Mehrwert für deine Traumkunden ist!
Denn: Genau das wird dich und deine Personal-Brand zum Erfolg bringen!

Lass uns das Ganze von hinten aufrollen …

Warum den Content deiner Personal-Brand nicht JEDER liest, was aber genau dein Ziel sein soll

Als Texter:in mit einer eigenen Personal-Brand hast du dich bereits erfolgreich dagegen entschieden, ein Generalist, d. h. ein Mädchen für alles zu sein.
Chapeau!

Dementsprechend kannst du dich auch in deinem Content-Marketing als Texter:in ausschließlich auf deine Nische und deine anvisierte Zielgruppe fokussieren – was wiederum zeiteffizient ist und Spaß macht!

Und … ja, du hast es schon erraten: Genau deswegen wird dein Content so einmalig und auch gern von deiner Zielgruppe gelesen, da du ja der:die Expert:in für dein Thema bist!

Natürlich kannst und sollst du nicht für JEDEN schreiben – das wäre wie Perlen vor die Säue werfen.

Ausschließlich deine Zielgruppe, für die dein Content verfasst ist, wird diesen so aufnehmen, wie er auch gemeint ist.
Ausschließlich sie wird sozusagen „auf den Zug aufspringen“ und letztendlich zu deinen Traumkunden werden.

Von daher sollst und musst du ausschließlich für SIE deinen Content verfassen – hab das immer im Hinterkopf.

Warum deinen Content aber mitnichten gar keiner liest

Verabschiede dich von deinen generellen Selbstzweifeln und hau einfach in die Tasten.
Ich verspreche dir, dass, selbst wenn es dir noch völlig utopisch erscheint, dein Content gelesen wird!

Natürlich beginnst du nicht mit einer Reichweite von 1.000 Lesern pro Tag.
Dies kannst du dir aber aufbauen – und zwar mit qualitativ hochwertigem, leidenschaftlichem und relevantem Content.
(Google wird dir aufgrund dieser Faktoren dabei helfen – Qualität, lange Verweildauer, Relevanz und Aktualität sind die entscheidenden Punkte für ein gutes Ranking.)

Erwarte keine Wunder – aber erwarte tatsächlich, dass DEIN Thema, deine Nische und deine Persönlichkeit für andere interessant sind und dein Content drumherum ihnen weiterhilft.
Ganz besonders deinen Traumkunden, die nur noch darauf warten, mehr von dir und deinen Skills zu erfahren!

Dafür müssen sie dich aber erst einmal kennenlernen.
(Du würdest ja auch kein Auto von einer Marke kaufen, die gerade erst auf den Markt kam und sich noch gar nicht gezeigt und bewiesen hat, oder?)

Wie du unterschiedliche Content-Arten für deine Personal-Brand nutzen kannst

Du sollst also von deiner Leidenschaft, deiner Persönlichkeit und deiner Nische bzw. deinem Alleinstellungsmerkmal schreiben.

Du kannst dabei natürlich erst einmal wild drauf losschreiben, was dir gerade in den Sinn kommt bzw. was bei dir gerade aktuell ist.
Wenn es dich in den Fingern juckt, denk nicht weiter darüber nach, sondern nutze deine Eingebung! Der daraus entstehende Artikel wird bestimmt super werden!

Um deine Content-Erstellung etwas professioneller und vor allem zeiteffizienter anzugehen, solltest du einer STRUKTUR folgen, in der du deinen Content platzieren kannst:

Halte dich dabei an folgende Tipps:

  • Content muss nicht immer ein halber Roman sein.
    Content sind z. B. auch Fragen an deine Community, durch die du sie besser kennenlernst. Baue Fragen in deinen Posts oder Artikeln ein – wenn du dies auf Social Media tust, gewinnst du dadurch übrigens zusätzlich Engagement durch die Kommentare!
  • Erzähle durch emotionales und authentisches Storytelling von dir und dem, was du tust, und lass dadurch deine Zielgruppe sich mit dir identifizieren. (Keiner kauft von jemandem, dessen Taten/Einstellungen/etc. er nicht gut findet.)
  • Biete deiner Zielgruppe konkreten Mehrwert, indem du auch von deinen Skills, deiner Weiterbildung, deinen Erfahrungen oder deinen Erfolgen erzählst.
    Jeder will gern mehr zu dem Thema, für das man selbst (also deine Zielgruppe) brennt erfahren – und dafür willst ja DU der Ansprechpartner sein, oder?
  • Du kannst in deinen Posts oder Artikeln diese unterschiedlichen Arten natürlich auch untereinander kombinieren – achte nur darauf, dass du nicht vom Thema abschweifst und z. B. zu viele Themen gleichzeitig ansprichst.

Mögliche Extras bei Posts und Artikeln

  • veranschaulichende Grafiken
  • inspirierende Zitate
  • DIY-„Tipps & Tricks

Gestalte deinen Content so „sharable“, also „teilungswürdig“ wie möglich – was dir übrigens auch mehr Reichweite bringt.

Mögliche Kanäle und Tools für deinen Content

  • WordPress – als CMS (Content Management System) für deine Blogartikel auf deiner Website
  • Social-Media-Kanäle (je nachdem, wo sich deine Zielgruppe aufhält) – Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube, …
  • Canva (einfache „Drag & Drop“-Layout-SaaS) – für die professionellere Offline-Umsetzung auf dem Desktop: Adobe InDesign
  • Mojo – (App für iOS und Android) für interaktiv gestaltete Storys, in denen du Teile deines Contents platzieren kannst

Beachte beim Erstellen deines Contents für deine Personal-Brand zudem immer:

Du musst nicht das Rad neu erfinden.

Natürlich gibt es deinen Content bereits irgendwo auf der Welt.
Aber DU präsentierst ihn in deinem Stil, mit deiner Persönlichkeit und auf deine Zielgruppe zugeschnitten, d. h. mit Fokus auf einen spezifischen Aspekt – genau dadurch wird er einmalig!

Welches Ziel dein Content haben sollte

Der Content deiner Personal-Brand soll dich, deine Dienstleistungen und vor allem deinen Mehrwert für deine Zielgruppe repräsentieren.

Um dies so effizient und strukturiert wie möglich zu gestalten, nutze z. B. 2–4 Themen pro Woche, zu denen du schreibst und informierst. (4 Themen sind übrigens sehr sportlich)

Auch die Fotos, die deine Beiträge visualisieren bzw. auflockern (wie Beitragsbilder, Postbilder etc.), sollten 1–4 wiederkehrende Themen deiner Personal-Brand widerspiegeln.
Wie z. B. Laptop, Van, Surfboard & Hund von einer Texterin, die ortsunabhängig arbeitet, dabei mit Van und Hund reist, leidenschaftlich gern surft und deswegen für Surfbrands und Travelbrands für Van Content produziert.
Diese Fotos, Grafiken etc. am besten in einem einheitlichen und zu deiner Personal-Brand passenden Farbschema halten.
Verwende dafür 1–2 ähnliche Filter oder erstelle deine eigenen über Adobe Lightroom.
Für die Fotos kannst du entweder einen Profi engagieren oder sie auch selbst mit Handy, Kamera und/oder Stativ knipsen.

Vergiss dabei jedoch nie:

Content-Marketing als Texter:in, also die Erstellung des Contents für deine Personal-Brand, soll Spaß machen –
sowohl DIR beim Erstellen als auch deinen potenziellen Kunden beim Lesen!

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel deine Selbstzweifel in Bezug auf Content-Marketing als Texter:in etwas nehmen.

Ich hoffe auch, dass du jetzt so richtig Lust bekommen hast, Content rund um deine Personal-Brand zu erstellen und von DIR, deinen Skills und deinen Leidenschaften zu erzählen!

Denn genau DAS wird dir dabei helfen, von Freelancer-Plattformen unabhängig zu werden, dich zurückzulehnen und endlich ohne kalte Kundenakquise nur noch für deine Traumkunden zu arbeiten!
Wenn du noch mehr Inspirationen dazu haben möchtest, komm in meine Gruppe auf Facebook, in der sich Schreibtalente wie du und ich, die sich für diese Marketing-Möglichkeit als Texter:in entschieden haben, gegenseitig unterstützen!

Wie Kundenakquise als Texter:in von ganz allein passiert

Kundenakquise am Laptop

Ok, du weißt, was deine Leidenschaft ist. Texte.
Egal ob du sie selbst schreibst, lektorierst oder korrigierst.

Und ja, du hast auch den Willen, das Ganze ernsthaft anzugehen.

Im Endeffekt willst du aber auch, dass dir dieses ganze romantische Gedudel um Leidenschaft und Spaß deine Miete und dein Butterbrot bezahlt. Schon klar.

Also geht es dir mindestens genauso ernsthaft um Kundenakquise.
Und hier scheiden sich die Geister.

Warum dir als Texter:in Kundenakquise das größte Kopfzerbrechen bereitet

Es gibt unzählige und auch wahnsinnig vielfältige Wege, um als Texter:in an Aufträge zu kommen. (Ein paar Möglichkeiten zum Testen haben wir hier beschrieben.)

Wahrscheinlich hast du aber als Allererstes Google befragt und auch genauso unzählige und wahnsinnig vielfältige Suchergebnisse ausgespuckt bekommen.

Ja, Texter:innen sind gefragt, kein Zweifel – und zwar egal, ob sie jetzt einen Text von Grund auf erstellen oder einen bestehenden „nur“ optimieren sollen.
Freelancer-Plattformen, Facebook-Gruppen oder Schwarze Bretter sind voll von Auftragsgesuchen, die eben genau dabei Unterstützung anfragen.

  • Du kannst dich dafür natürlich bewerben und den Anfragenden davon überzeugen, dass genau DU die/der Richtige für den Job bist.
  • Du kannst auf bestimmten Plattformen sogar auf Aufträge bieten, dass du den Zuschlag dafür erhältst.

Das Problem bzw. das Kopfzerbrechen dabei ist jedoch der damit verbundene Aufwand und der ineffiziente Kreis aus Auftragssuche, Ablieferung und erneuter Kundenakquise, in den du dich damit automatisch begibst.

Du schreibst in deiner „Bewerbung“ zwar keine komplett kalten Leads an, da sie ja schon wissen, dass sie jemanden zur Lösung ihres Problems brauchen.
Aber warum genau DU für den Job perfekt wärst, das musst du ihnen erst einmal genau darlegen. Und das braucht Zeit.

Besonders deprimierend ist es natürlich, wenn du bereits sehr viele Stunden (ja, Arbeitsstunden!) in das Ganze investiert hast und dann eine Absage oder vielleicht sogar gar keine Rückmeldung bekommst.

Dann musst du wieder von vorne beginnen:

 

  • Angebote durchforsten
  • überzeugende Argumente finden, warum DU für den Job am besten geeignet wärst
  • Initiativbewerbungen verfassen
  • ein auf die konkrete Anfrage zugeschnittenes Bewerbungsschreiben formulieren
  • ein individuelles Angebot entwerfen
  • und so weiter …

 

 

Warum diese Akquise nicht das Gelbe vom Ei ist

Es ist regelrecht zermürbend, wenn bei dieser ganzen Arbeit nichts dabei rumkommt.
Vor allem, wenn danach zwar ein erstes Interesse besteht, aber der Kunde dann mit deinem Preis verhandeln will.

Der Grund dafür:
Kunden, die solche Jobanfragen stellen, sind nicht an der OPTIMALEN Lösung ihres Problems interessiert.
Sie wollen es nur gelöst haben, egal wie und auch nur für den günstigsten Preis.

Ein Teufelskreis aus Dumpingpreisen und dementsprechend schlechter Arbeit.
Ein Teufelskreis, in den du dich begibst, sobald du deine Kundenakquise als Texter:in auf diese Weise angehst.

Denn das ist im Endeffekt Kaltakquise – ein Klopfen an Türen, die zwar bereits potenziell geöffnet sind, aber man sich durch eine Bewerbung in das Terrain des Kunden begibt und im Endeffekt komplett nach seiner Pfeife tanzt.
Klar, denn DU hast angeklopft, obwohl du im Vorfeld nicht konkret bzw. persönlich eingeladen wurdest.

Ok, aber wie funktioniert Kundenakquise als Texter:in bitte sonst?

Vielleicht mag es sich für dich noch etwas zu romantisch anhören, aber Kundenakquise passiert bei echten Profis, bei Dienstleistern mit einem Alleinstellungsmerkmal, dem sie sich verschrieben haben und in dem sie auch richtig gut sind, von ganz allein.

Kunden, die ihr Problem nicht nur irgendwie, sondern auf die BESTE Art und Weise gelöst haben möchten, suchen nämlich (von sich aus!) nach Profis.
Profis für genau ihr Thema. Profis für genau ihr Problem.

 

  • Sie hören sich z. B. in ihrem Bekannten-, Freundes- oder Businesskreis um, wer der Beste für die Lösung ihres Problems sein könnte.
  • Sie suchen nach Spezialisten (nicht nach Generalisten) für ihr Problem.
  • Sie vertrauen auf Empfehlungen von anderen, die bereits positive Erfahrungen mit einem bestimmten Dienstleister hatten.

 

 

Und: Sie suchen vor allem SELBST.
SIE investieren Zeit darin, den Besten für ihr Problem zu finden.
SIE stellen Anfragen, da sie von einem Spezialisten bedient werden möchten.

Was bedeutet das jetzt für DICH und deine Akquise?

Zunächst einmal bedeutet das, dass du deine Zeit und Energie anders investieren musst.

Und zwar nicht in unzählige Bewerbungsschreiben, von denen 90 % ohnehin ins Leere gehen.
Auch nicht in Suchanfragen, die nur nach Generalisten Ausschau halten.

Denn das macht weder dich noch deinen Kunden, falls der Auftrag tatsächlich zustande kommen sollte, glücklich.
Davon kann ich ein Lied singen. Ein ziemlich trauriges sogar.

Nein, es bedeutet, dass du deine Zeit und Energie in DICH SELBST und in dein Business, d. h. in deine Personal Brand, investieren musst.

Konkret bedeutet das für dich:

  • Bestimme, was dein Spezialgebiet ist, in dem du richtig gut bist und das dir auch Spaß macht.
  • Bilde dich in genau diesem Gebiet ständig weiter, sammle genau darin Erfahrung und baue es auch aus, damit du darin sogar noch besser wirst.
  • Baue ein Selbstbewusstsein gegenüber deinem Spezialgebiet auf, damit genau DU der BESTE Ansprechpartner dafür wirst.
  • Nutze exakt DAS für dein Marketing – schaffe Mehrwert durch Content über dich, dein Business und dein Alleinstellungsmerkmal. Denn genau DARÜBER wirst du als Profi gesehen und auch gefunden.

Hast du vielleicht schon einmal Sätze gehört wie:

»Du brauchst jemanden, der deine Texte gendergerecht umformuliert?
Oh, ich kenne da eine sogenannte „Diversity-Texterin“, die macht das hauptberuflich und könnte genau die Richtige für dich sein!

Ich habe nur Gutes über sie gehört und ihr Portfolio auf ihrer Website spricht für sich!
Natürlich wird sie dementsprechende Preise haben, aber mit ihr wärst du definitiv auf der sicheren Seite, dass es auch wirklich gut wird!«

Oder:

»Du brauchst jemanden, der deinen Podcast transkribiert?
Ich kenne da jemanden, der sich auf genau das spezialisiert hat und dir bestimmt so effizient und professionell wie möglich helfen kann!

Kontaktiere doch den Texter xy – er hat sogar selbst einen Podcast und macht von daher Transkriptionen tagtäglich.
Natürlich ist er nicht so günstig wie ein Student, der das nur nebenbei macht, aber Hand aufs Herz: Du willst ja, dass es ein ordentlicher Text wird, der dein Business repräsentiert, oder? Frag doch mal bei diesem Transkriptor an – zwei meiner Business-Kontakte nutzen von ihm auch diese Leistungen und sind unglaublich zufrieden!«

Kundenakquise als Texter:in ist überzeugend, wenn sie von selbst stattfindet

Natürlich passiert eine solche Kundenakquise, (die dann im Endeffekt keine mehr ist), nicht über Nacht.

Und natürlich erfordert sie auch viel Zeit und enormen Aufwand – aber keiner hat gesagt, dass Selbstständigsein keine Arbeit erfordert.
Genau das ist aber ein Aufwand, der sich mit viel Engagement und Feuer letztendlich auszahlen wird.

Und nicht nur das.
Dieser Aufwand …

  • … wird dir im Endeffekt Zeit und Nerven bei der Jobsuche ersparen.
  • … wird dir Spaß machen, da du mit jedem Content, den du für dein Business zur Repräsentation erstellst, genau das machst, wofür dein Business steht und wofür du auch persönlich brennst.
  • … wird dir auf lange Sicht ausschließliche Traumkunden bringen, die dich glücklich machen und auch dein Business weiterbringen.

Bitte verfalle dabei nicht einer Ungeduld, diese Grundlage einer soliden Personal Brand zu überspringen und dich stattdessen lieber gleich in Aufträge zu stürzen bzw. dich in (kaltem) Marketing zu versuchen.

Ohne eine Basis wird das nicht funktionieren.

Was auch eigentlich komplett logisch ist, denn warum sollten potenzielle Kunden dir und deiner Professionalität (außer über persönliche Empfehlungen) ohne eine ernstzunehmende Grundlage vertrauen?

Und wer sind jetzt diese Traumkunden?

Kundenakquise als Texter:in gehört zu Marketing.
Und Marketing wiederum ist notwendig, damit man dich als Dienstleister überhaupt sieht – ist klar.

Da es bei einem Auftrag aber nicht nur um die Ableistung eines Dienstes geht, sondern auch jeder Auftrag dich in deiner persönlichen Entwicklung und in der Weiterentwicklung deines Business unterstützen soll, wird das Ganze nur funktionieren, wenn es für diese sogenannten Traumkunden passiert.

Traumkunden, …

  • die dich und deine Dienstleistung wertschätzen.
  • für die du kein Erfüllungsgehilfe bist, sondern ein Geschäftspartner.
  • die dich nicht im Preis drücken wollen, da sie wissen, dass dein Job jeden Cent wert ist.
  • deren Aufträge zu dir und deinem Alleinstellungsmerkmal wie die Faust aufs Auge passen.
  • die dich stolz und glücklich machen, da du sie mit deiner Arbeit mindestens ebenso glücklich gemacht hast.

»Never settle for less.«

Ich glaube sogar, dass das eigentlich für jeden Lebensbereich gilt.

Fazit für deine neue Kundenakquise als Texter:in, die gar keine Akquise mehr ist

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst und von Kundenakquise, die von selbst passiert, nicht mehr nur träumen, sondern als realistisches Ziel sehen willst, dann bist du auf dem richtigen Weg!

Was du jetzt nur noch brauchst, ist ein entsprechendes positives Mindset und gutes Durchhaltevermögen. Denn wie gesagt, das wird nicht über Nacht passieren.

Um dich auf diesem Weg unterstützen zu können, habe ich eine private Facebook-Gruppe gegründet, in der ich Schreibtalente, die ihren Traum zu einem:r wertgeschätzten Texter:in mit einem ernstzunehmenden und professionellen Business und einer eigenen Personal Brand in die Realität umsetzen wollen, fördere.
Schau doch auch vorbei und hol dir Schwarmwissen, Unterstützung bei jeglichen Problemen sowie exklusive Infos und Unterlagen!
Ich persönlich leite diese Gruppe und werde alles daran setzen, dir bei deinem Traum unter die Arme zu greifen.

Erste Informationen bekommst du in meinem persönlichen Erfahrungsbericht, den du dir HIER kostenlos herunterladen kannst.

Und noch einmal, da es so wichtig ist:

»Never settle for less!«